11.07.2026
kurzes „Querfeldein-Update“ …
Gestern war wieder ein großer TA-Termin angesagt. Unter anderem sollten Fluffy und Kermit zur TA. Fluffy hat sich in der Nacht auf Freitag schon auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht. Obwohl er super Pipi und Kaka gemacht hat, wurde er immer weniger und ist überhaupt nicht größer geworden. Er war auch ein sehr lieber Zeitgenosse, aber für sein Alter viel zu klein. Eine Linsentrübung am linken Auge (sieht man hier sogar auf dem Bild), hätte seine Wildbahnfähigkeit wohl auch beeinträchtigt. Schade, mach es gut mein kleiner Fluffy:

Kermit hat es wenigstens noch bis zur TA geschafft. Sein Durchfall war nicht sein größtes Problem, es war das Herz, das holperte, Aussetzer hatte usw.; er verstarb dann im Lauf des freitags, er hatte keine Chance. Er wurde zusammen mit Fluffy begraben, eine kleine Schicksalsgemeinschaft.

Auch bei der TA war Sternchen. Sie hat einen Abszess auf der Pfote und schief stehende Schneidezähnchen. Abszess wurde geöffnet und ist hoffentlich jetzt Geschichte und füllt sich nicht wieder. Die schief stehenden Zähnchen wurden begradigt und muss ich natürlich kontrollieren. Steht also quasi auch noch auf der „Kippe“ zur Wildbahnfähigkeit.
Was gab es noch? Das hier, will keine Pflegestelle haben: Kryptopositiv in der 8er Gruppe!

Aufgefallen durch Risu, die mir beim Füttern mal eben flüssig über die Hose gek… hat. Also getestet. Kryptos werden über den Kot übertragen, folglich müssen alle – wenn auch prophylaktisch – dagegen behandelt werden. Auch das in Absprache mit der TA. Die Nächsten haben jetzt auch schon Durchfall, d.h. das wird eine Desinfektion-/Reinigungs-/Sitzbad-Orgie und das mit 8 Hörnies. Deshalb, absoluter Aufnahmestopp.

Kurz davor kam noch Lillylotta hier an und hat dann gestern auch die Augen aufgemacht, also 4 Wochen. Danke an die Finder/Nachbarn, der sie gebracht hat:

Aus dem Wildwald Vosswinkel gibt es zu berichten, dass Nördchen jetzt auch den Weg in die Freiheit gefunden hat. Die Auswilderungsklappe wurde umgebaut und voraussichtlich morgen werde ich das Gehege für Mama Lina und Linus, Luca und Leo fertig machen, so dass sie Anfang der Woche umziehen können. Hängt aber auch ein bisschen an den Temperaturen.

Im Auswilderungegehege in Dortmund Husen übt man das „Formationsfuttern“ an der Frischebar:

In der kleinen Presse vom Stadtteil Unna Süd ist der Verein auch mal wieder vertreten:

Nuss-/Maiskolbenspenden von Elke gab es auch:

Kommt gut durch die nächste Hitzewelle und denkt bitte an Wasserschalen für die Wildtiere!
09.07.2026
… die nächste Hitzewelle …
ist angekündigt und wird uns wohl unweigerlich treffen, aber nicht nur uns Menschen, sondern vor allem auch unsere Wildtiere. Klar, wir können uns in der Wohnung hinter Klimaanlage, Ventilator und kühlen Fußbädern verschanzen und die Zeit überstehen. Unsere Wildtiere nicht, sie sind schutzlos ausgeliefert. Weder steht in Regenrinnen noch Wasser, noch gibt es „natürliche Pfützen“. Deshalb erneut der Aufruf: bitte stellt flache Wasserschalen mit Kieselsteinen auf (für die Insekten), damit unsere Wildtiere trinken können. Und, die weit größere Bitte: es gibt Viele mit „Outdoorpools“: bitte deckt sie abends ab oder installiert eine Ausstiegshilfe für die Tiere, falls sie in ihrem Durst dort hineinfallen. Die glatten Wände des Pools kommen sie, vor allem die Jungtiere, nicht mehr hoch und ertrinken jämmerlich. Christian Ehrlich hat dazu einen tollen Beitrag verfasst, den ich hier sehr gerne teilen möchte:
Auch Teiche und nicht abgedeckte Wasserfässer sind eine erhebliche Gefahr, in ihrer Not suchen die Tiere jede Möglichkeit an Wasser zu kommen.
Und noch eine Bitte: habt Geduld mit den Pflegestellen. Durch die erste Hitzewelle laufen wir immer noch alle unter „Volllast“. Viele Pflegestellen haben Aufnahmestopp, es wird unheimlich schwierig die Tiere noch unterzubringen, weil einfach keine freien Plätze mehr da sind. Und nein, wir haben alle noch genügend Transportboxen in Kellern, Dachböden usw. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass die Tiere alle paar Stunden gefüttert werden müssen, aber wenn so viele Tiere in der Station sind, dass man „vorne anfängt und, wenn man hinten angelangt ist, wieder vorne anfangen muss, weil die Zeit abgelaufen ist“ ist das ein unmöglicher Zustand. Wir werden den Tieren nicht mehr gerecht. Deshalb, habt Geduld mit uns, wenn wir nicht sofort ans Telefon gehen, weil wir gerade füttern, in einer Rückführung stecken oder eine Erstversorgung machen müssen. Wir können für den Anruf dann nicht alles stehen und liegen lassen, aber wir rufen zurück. Wir sind am Limit und das gilt nicht nur für die Eichhörnchenpflegestellen, sondern auch für Igel- und Wildvögelstationen.
Danke für Euer Verständnis, aber auch dafür, dass ihr nicht „wegseht“. Wir versuchen Euch zu helfen und geben Euch „Handlungsanweisungen“, wie die Zeit bis zur Übergabe überbrückt werden kann. Aber habt Geduld mit uns!
07.07.2026
… ein etwas anderer Blog …
Als Erstes möchte ich mich für die ganz lieben und vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag heute bedanken. Sie erreichten mich auf den vielfältigsten Wegen: per Post, WhatsApp, Threema, „persönlich“, telefonisch, per Mail … da wurden alle „Wege“ genutzt. Vielen Dank dafür.
Chip: „Hej, was ist hier den los? Warum wird unsere Box jetzt plötzlich verkleinert und wo kommen denn die 4 Minis her?
Plumpsi: „Ich habe keine Ahnung, da steht ein großer Treckingrucksack im Flur! Werden wir schon ausgewildert? Wir sind doch noch viel zu klein!“
Sternchen: „Was sind das für 4 Kleine? Die kenne ich gar nicht. Die müssen wir auf jeden Fall wärmen! Wie heißt ihr denn?“
Thilo: „Ich bin Thilo und mit mir sind hier Frank, Franky und Jo“
Karlchen: „Na da bin ich mal gespannt, jetzt wird es schaukelig und das „Gebrumme“ kenne ich, ich glaube wir fahren mit dem Auto!“
40 Minuten später:
Karlchen: „Das Gebrumme ist weg! Hier riecht es ganz anders!“
Frida: „Stimmt, da hast du Recht, ganz viel Vogelgezwitscher … oh, jetzt wird es wieder „schaukelig“, ich hoffe mir wird nicht schlecht!“
Karlchen: „Untersteh dich, hier gibt es keine Spuktüten! Unser Kobel war ja auch immer wie ein schwankendes Schiff so hoch im Baum, das musst du doch aushalten können!“
30 Minuten später:
Swiffy: „Wir sind da!“
Jo: „Wo da? Ich seh nix!“
Mila: „Ist ja auch kein Wunder, du hast Augen und Ohren noch zu! Ich erzähl dir mal: da ist ein großer Teich, da schwimmt etwas auf dem Teich, 1 großes Tier und 4 Kleine dahinter, ein großes Holzhaus mit einer Glasfront, rießigem Tisch draußen, da werden wir gerade abgestellt und es duftet hier, herrlich!“
Jo: „Das rieche ich, sogar sehr gut. Was ein Mist, möchte ich sehen, ich glaube ich reiße mal ein Auge auf … aber da ist alles so verschwommen!“
Mila: „Du Dussel, das dauert ein paar Tage, bis du klar sehen kannst,
Chip: „Na das wird ja spannend jetzt, was machen wir hier?“
Kermit: „Hej, wir sind auch noch da! Ich und Fluffy. Uns geht es leider noch nicht so gut, Swiffy sagt, wir hätten so was wie Endoparasiten, was auch immer das ist. Wir haben auf jeden Fall beide Bauchgrummeln. Deshalb sind wir noch in einer 2. Box, wir sollen Euch nicht anstecken!“
Risu: „Na dann mal gute Besserung, in der Hoffung, dass ihr euch dann bald hier zu uns gesellen dürft. Und immer schön die Milch und Medies trinken!“
Zur Erklärung: ich war in der Nacht auf meinen Geburtstag im Wildwald Vosswinkel im Libellenhaus. Mit der Hitzewelle konnte ich nicht ahnen, dass ich 15 Eichies mitnehmen musste. Der Treckingrucksack war zu 3/4 mit Eichiematerial bestückt, 1/4 für mich, davon die Hälfte die Kameraausrüstung. Fütterungen unter dem Holzdach, bei Kerzenschein usw. alles inclusive. Am nächsten Morgen gab es noch einen großen Frühstückskorb für mich und dann ging es wieder zügig nach Hause, denn die Selbstversorger-Hörnchen können sich zwar selbst versorgen, aber mitunter sind bei dem Wetter mal ganz schnell die Wasserschalen leer.












Deshalb hier jetzt die Vorstellung der Hörnchen, die mit im Wildwald waren:
Die Minis:
„Jo“, männlich, 70,2g, hat seit heute die Augen auf!
„Franky“, 43,3g, kommt von der Pflegestelle in Altena
„Frank“, 36,9g, kommt ebenfalls von der Pflegestelle in Altena
„Thilo“, 38,2g, kommt von meinem Arbeitskollegen Sebastian aus Unna; er war zum Zeitpunkt erst 3 Tage alt und hatte noch Reste der Nabelschnur am Bauch







Die Midies:
„Sternchen“, 118,6g, besonderes Merkmal, weiße Pfote, möchte mal so gar keine Milch mehr und ist das „Zugpferd“ in dieser Gruppe.
„Plumpsi“, 130,2g, sehr verfressen, kam als Nackie hier an, hatte ein Schädel-Hirn-Trauma. Bei ihm kämpfen wir noch mit dem einen Auge, das immer wieder zuklebt. Medies sind am Start, Motorik wird immer besser, vor allem im „Zusammenspiel“ mit den anderen Eichhörnchen, das trainiert!
„Frida“, 125,5g, sehr agil, trinkt sehr gut, wächst sehr schnell
„Risu“, 122,9g, der Name ist die japanische Übersetzung für Eichhörnchen, ein eher ruhiges Hörnchen, trinkt sehr sauber, ein Schnutentuch ist bei ihr kaum nötig.
131g, trinkt gut, Pipi und Kaka gut (hier fehlt mir leider noch ein Name vom Finder)
Mila 81,9g, weiblich, pfeift mich immer gnadenlos aus, wenn ich zu langsam bin oder sie nicht die Erste an der Spritze ist.
Chip: 81,5g, das 2. Auge ging tatsächlich erst 3 Tage später auf, aber jetzt sind beide Augen geöffnet.
Karlchen: 95,9g männlich, alles im grünen Bereich







Die Krankheitsfälle (trinken beide sehr schlecht und sind sehr dürre) und damit in der 2. Box:
„Kermit“ 70,5g hat Kokzidien und Würmer
„Fluffy“ 55,5g ebenfalls Kokzidien und Würmer
Beide haben die Augen schon auf, sprich, extrem untergewichtig und das Gewicht steigt kaum, weil sie auch beide sehr mäkelig im Trinken sind und die Würmer „mitfuttern“. Sie brauchen gedrückte Daumen!



Die „Selbstversorger“ stelle ich dann im nächsten Blog vor (Wohnzimmer und 2 Laufställe). Ansonsten gilt hier jetzt Aufnahmestop, ich vermittle nur noch, denn der Notruf soll ja bleiben.
05.07.2026
Versuch eines Blogstarts …
Unglaublich, was in den letzten Wochen, vor allem während der Hitzewelle hier passiert ist. Aktuell stehen wirklich alle Stationen auf „dunkelrot“ es geht so gut wie nichts mehr, es sei denn, man bringt Tiere in die Auswilderung oder in die Freiheit, dann gibt es wieder ein bisschen „Luft“ für Neuzugänge.
Aber als Erstes: es regnet nicht nur Eichhörnchen, sondern auch Spenden. Vielen, vielen Dank dafür, unsere Ausgaben für Milch und Pflegemittel sind durch die Anzahl der Hörnchen extrem gestiegen. Aktuell ist unsere Milch leider nicht lieferbar, ich habe noch eine Reserve, aber es wird Zeit nachzubestellen. Die Finanz-Vereins-Aufstellung für den 30.06.2026 kommt in den nächsten Tagen auf die Vereinsseite, die Spendenquittungen gehen, sollte ich eine Adresse haben, in den nächsten Tagen raus:
70 € Spenden von Finder*innen, die ihre Schützlinge hier abgegeben haben
Laura für Nördchen (Adresse fehlt für eine Spendenbescheinigung)
Verena aus Duisburg
Bernd aus Marl
Christina aus Unna
Ive M. (Adresse fehlt für eine Spendenbescheinigung)
Elke (monatlicher Spendenbetrag, Adresse fehlt für eine Spendenbescheinigung)
Marvin-Christopher (Adresse fehlt für eine Spendenbescheinigung)
Petra für Frida (Adresse fehlt für eine Spendenbescheinigung)
Karin und Gaby aus Unna
Wer noch eine Spendenbescheinigung möchte, schickt mir bitte die Adresse an post@aktion-eichhörnchen.de.
Jetzt aber zu den Eichies; in diesem Blog erst mal nur die in der Auswilderung:
Wildwald Vosswinkel:
Für Bamboo und Nördchen geht morgen die Klappe auf, sie dürfen in die Freiheit.





Dann heißt es wieder Gehege fertig machen, alles neu bestücken, neue Seile und dann darf die „kleine“ Familie einziehen: Mama Lina mit Linus, Luca und Leo. Die werden schon so „bewegungsaktiv“, dass sie im Gehege im Wildwald Vosswinkel gut zu Recht kommen. Wahrscheinlich bleiben sie ein bisschen länger, aber dann ist das so. Von der kleinen Familie gibt es nur Videos, keine Bilder, der Umzug wird schon schwierig genug. Sie sind völlig menschenscheu.
Auswilderungsgehege Dortmund-Husen:
Ist jetzt auch wieder mit Eichhörnchen bestückt. Das Einfangen wie immer nicht einfach, aber nach einem halben Tag waren alle drüben, und zwar: Eli, Simon, Nussi, Fipsi, AHörnchen, Peanut; Lilo dreht noch eine Extrarunde, der war mir einfach zu klein.
Hier die letzten Bilder aus dem Wohnzimmer und die ersten Bilder aus dem Gehege:
































Und wie ich da immer so auf dem Boden sitze und versuche Bilder im Auswilderungsgehege zu machen, kommt doch ein Kandidat von außen an das Gehege und ist sehr an den Neuankömmlingen interessiert, oder wollte er gar wieder rein? Er hat auf jeden Fall ein paar Pistazien „von innen nach außen“ bekommen:






Tja, so langsam muss ich auch die Kalenderproduktion 2027 starten, diverse Nussspender freuen sich darüber. Grüne Haselnüsse gibt es schon, wer für uns sammeln kann, sehr gerne. Das „Front-Kalenderbild“ für den Küchenkalender wird wohl dieses werden:

Alle weiteren „Indoor-Gruppen“ dann in den nächsten Tagen, denn mit Notfellchen, TA-Besuchen, Rückführungen und der ganzen Dokumentation läuft mir die Zeit davon.
25.06.2026
Simba ….
ist eben über die Regenbogenbrücke gegangen. Er kam am 24.04. hierher, gerade mal 84g schwer, eindeutig ein Microhörnchen und auch noch mit Kryptosporidien behaftet. Er wurde mit Bamboo vergessellschaftet, der ebenfalls Kryptos hatte. Beide haben die Behandlung durchstanden, tolle Köttel geworfen, alles war gut. Am Sonntag haben wir (Claudi und ich) Simba und Bamboo in den Wildwald Vosswinkel gebracht. Wir haben noch ein Video, wo beide aus dem Laufstall rausflitzen. 10 Minuten später sehen wir, dass Simba ein Hinterbeinchen hinter sich her zieht. Also sofort eingepackt und wieder zurück in die Station. Damit Bamboo nicht alleine im Auswilderungsgehege bleibt, sind wir wieder zurückgefahren und haben Nördchen in den Wildwald gebracht. Die beiden sind auch gut unterwegs, wenn auch Nördchen mit „veräppelt“ hat, ich konnte sie am nächsten Tag einfach nicht finden. Sie lag aber gemütlich in der „Regenrinne“ und schaute von oben zu wie ich sie suche. Aber zurück zu Simba …
Vermutlich ist er abgestürzt und auf den Rücken gefallen. Am Montag morgen war ich direkt bei meiner TA mit ihm. Er hatte in beiden Hinterbeinchen „Gefühl“, also wollten wir es probieren. Seit gestern mittag hatte er das fressen eingestellt, kein gutes Zeichen. Ich hatte für morgen – nein heute – ist ja schon Donnerstag, wieder einen Termin bei meiner TA. Simba hat uns die Entscheidung, wie es mit ihm weitergeht, abgenommen. Er ging über die Regenbogenbrücke. Ich vermute, bei dem Sturz kam es noch zu inneren Verletzungen, die wir nicht erkennen konnten.
Und jetzt wie immer die Frage: wie kann man so was vermeiden? Gar nicht. Wir hatten das vor Jahren mit „Lexi“, die war aber in der Auswilderung und stürzte von der Lärche ab und viel mir quasi vor die Füße, auch sie mussten wir erlösen. Das ist alles so bitter, da sind die Hörnies „fertig“, könnten wieder in die Freiheit und dann so was.
Aktuell ist es sogar so, dass keine Eichhörnchen ins Auswilderungsgehege übersiedelt werden. Die Temperaturen sind viel zu hoch. So ein „Umzug“ ist höchster Stress für die Tiere: das Einpacken, die Autofahrt, das Ausladen, die neue Umgebung mit neuen Gerüchen, Wind, Wetter usw. Deshalb, meine 5 im Wohnzimmer (Eli, Simon, Nussi, Fipsi, Lilo) müssen ausharren und auch die, die ins Wohnzimmer einziehen möchten (Peanut, AHörnchen, Timmy). Wir müssen „stehen“ bleiben, das Risiko ist einfach zu groß und dafür päppel ich die Tiere nicht auf, um sie dann zu verlieren.
Simba ist jetzt schon schlimm genug: Mach´ es gut mein Kleiner, es tut mir unendlich leid!

Und wie ich gerade im Blog nachgelesen habe, auch Nino und Platschi sind über die Regenbogenbrücke gegangen, das habe ich noch gar nicht geschrieben. Durch die Wetterlage haben wir Notrufe ohne Ende und auch Neuzugänge, das ist nur schwer zu stemmen, dann bleibt der Blog „liegen“. Die Neuzugänge und die „Pflegefelle“ müssen alle „abgearbeitet“ werden, das geht eindeutig vor. Der TA-Termin bleibt aber trotzdem bestehen, ich muss mit Timmy und diversen Kotproben hin, Timmy hat einen Abszess am Handrücken, der sich immer wieder füllt. Ihn werden wir wahrscheinlich mal kurzzeitig schlafen legen müssen, um ordentlich auszuwaschen und dann die Wunde zu versorgen, da braucht es mehr als 2 Hände und vor allem kein zappelndes Eichhörnchen.
Ich versuche am Wochenende wieder einen „Übersichtsblog“ …. jetzt aber erst mal kurze Nachtruhe bis 4 Uhr …
22.06.2026
„Mitarbeiter*innen gesucht!“
Wer möchte noch kuschelige kleine Eichörnchen füttern? Ich habe auf der Seite
ein bisschen was zusammengestellt. Aktuell sieht es so aus: mein „Arbeitstag“ beginnt um 4 Uhr, alle füttern, um 06.30 Uhr beginnt mein „normaler Vollzeitjob“ (mit Ausnahmen, wenn ich vorher noch in den Wildwald fahren muss, dann wird es 08.30 Uhr), Mittagspause: alle füttern, ab 16/17 Uhr alle Boxen reinigen; am abend, sprich gleich (23 Uhr), das Wohnzimmer wieder auf Vordermann bringen.
Die ganze Sache kostet auch ein bisschen was, nicht nur Zeit …. hat jemand Lust? Bezahlung in Form von kuscheligen Eichies, die ab und zu auch mal über die Regenbogenbrücke gehen, zubeißen, kratzen und so gar nicht mehr kuschelig sind …
Wer mag mitmachen?
Ein etwas ungewöhnlicher Beitrag! Ich möchte nur, dass Ihr die ganzen ehrenamtlichen Pflegestellen respektiert und ihnen auch ein bisschen Wertschätzung entgegen bringt! Danke Euch!
21.06.2026
Wie verroht ist die Welt?
(Beitrag von Flo / Pflegestelle Lünen-Brambauer für Dortmund und Umgebung | Mitglied im Verein Aktion Eichhörnchen e.V.)
„Was ist passiert? Samstagmorgen erhielt ich einen Notruf aus Bottrop, ein kleines Eichhörnchen wurde gefunden, ob man es mir bringen dürfte. 45 min später kamen die Finder. Mann, Frau, eine etwas 10 jährige Tochter. Ungepflegt, groß und irgendwie unheimlich.
Mein Lebensgefährte und ich haben am Vorabend die laue Sommernacht mit einem Bierchen genossen. Es wurde spät. Dass man am nächsten Morgen etwas zerknittert ist, spricht für sich selbst.
Die Finderin übergab mir den kleinen Mann, ich habe ihn mir angeschaut und wickelte ihm in ein Kuscheltuch. Der Finder rückte so nahe an mich heran, dass ich anfing zu zittern. Ob ich unter Drogen stünde, fragte er mich. „… Du bist ja voll der Junky und Schnaps stinkst du auch.“
Die Finderin rastete aus, beschimpfte mich und wollte mir das Hörnchen entreißen. Er fixierte mich von hinten, griff mich an Armen und Hals und sie trat auf mich ein. Gewaltsam entriss sie mir das Eichhörnchen, welches dabei auf den Boden viel und schrie.
Weitere Tritte folgten und er hielt mich dabei weiter fest. Man stieß mich auf die Steintreppe und die Finder rannten mit ihrer Tochter und dem Hörnchen davon. Übelste Beschimpfungen folgten. „Ich mach dich fertig, du Drecksschlampe“ und noch viel schlimmere Beschimpfungen. Auf Anraten von Steffi Schmitz, Nicole Gerhards und meines Lebensgefährten rief ich die Polizei. Denn die Finder haben mich mit etlichen Daueranrufen traktiert. Ich erstatte Anzeige wegen Körperverletzung und übler Beschimpfung.
Von Nicole erfuhr ich, dass die Finder wohl in München angerufen haben. Angeblich wäre ich hysterisch gewesen und hätte das Hörnchen auf den Boden geworfen. Sie brachten es wohl nach Essen in die Tierklinik. Der kleine Mann ist wohlauf.“
Anmerkung von Steffi Schmitz:
Übergriffe auf Polizei und Feuerwehr sind ja mittlerweile schon an der Tagesordnung, schlimm genug. Eine Pflegestelle anzugreifen, die sich um das Wohl und Wehe der Eichhörnchen kümmert, geht genauso wenig. Flo hat Anzeige erstattet, das Verfahren läuft, anhand der Handynummer kann der besagte Finder von der Polizei ermittelt werden, es steht ein Verfahren auf Beleidigung und Körperverletzung an. Und genau aufgrund dieses Vorfalles ist auch die Pflegestelle in Unna erst mal „gesperrt“, Fundtiere werden nur an der Haustüre abgeben.
Eine Nachricht an Flo:
„Bitte meine liebe Flo, ich kann nicht erahnen, wie schlimm dieses Erlebnis war, denn ich habe so was noch nie erlebt. Aber, die Hörnchen brauchen dich! Nicht aufgeben! Lass´ dir die Zeit, die Du jetzt brauchst, holt Dir Hilfe (eine WhatsApp hast du eben bekommen). Fühl Dich fest gedrückt!“
20.06.2026
… unglaublich, aber leider wahr …
aufgrund eines Vorfalles in der Pflegestelle Lünen-Brambauer (Flo) werden Fundtiere auch hier in Unna bei mir nur noch an der Haustür im Erdgeschoss übernommen. Ein ausführlicher Bericht kommt in den nächsten Tagen ….
17.06.2026 – Update
.. ein häufchen Elend …
so fühle ich mich gerade und möchte alles hinwerfen, der ein oder andere würde sich darüber wahrscheinlich freuen, ich kenne meine „Gegner“, die mich scheitern sehen wollen.
Willy von den 6Lingen hat es auch nicht geschafft, ich hatte ihn ja noch separiert, wollte ihn vorhin füttern, er kam auf die Hand, krampfte und war weg, über der Regenbogenbrücke. Das will keiner erleben und ist nur schwer zu ertragen. Ich kann jetzt nur hoffen, dass es die anderen 5 im Wohnzimmer oder die anderen in der Wohnung nicht auch noch erwischt. Mach’s gut meine kleine „Graunase“, das war sein Spitzname von mir … mir fehlen die Worte …

17.06.2026
… wie war das mit Blogpause !? (ohne Bilder)
keine Chance! Der Verein hat eine Spende erhalten, groß … Hintergrund: mehrere persönliche Anlässe veranlassten die Beiden (Namen verraten wir hier nicht, es soll ja eine Überraschung werden) auf alle Geschenke zu verzichten und das Eingesammelte an den Verein Aktion Eichhörnchen zu spenden. Was für eine Geste! Ich kann nur sagen, alles Gute für die Beiden und ich erstelle eine Urkunde, Kalender usw. und an Silke ein großes Dankeschön für die Organisation.
Kurz zur Gesundheitslage in der Station:
Platschi mit dem geschwollenen Auge und dem Nasenausfluss: wird besser, sie darf mehrmals am Tag „inhalieren“. Ihr Bruder „Plumpsi“ hat heute das erste Auge aufgemacht; wenn sie („Platschi“) nicht viel später folgt, haben wir bessere Chancen das Auge und die Infektion zu behandeln. Bei Plumpsi hoffen wir darauf, dass das „Augen offen“ auch seiner Kopfschiefhaltung einen Schub in die richtige Richtung gibt. Bei Mila alles gut, Fell wächst.
Berndhard, Bianca & Nino: der Durchfall ist seit 3 Tagen weg, keine Sitzbäder mehr, alle trinken gut, Nino ist noch sehr dürre, da muss sie noch was aufholen, aber alles in Ruhe, mit viel Zeit, sie ist keine „Stopfgans“ und muss gaaannnz langssam aufgebaut werden.
Bärbel, das adulte Hörnchen, nach wie vor Durchfall und absolute Kopfschieflage, kann noch nicht mal sitzen. Den Durchfall bekomme ich aktuell nicht gestoppt. Seit gestern steht das neue Hörnchenzimmer, wird heute abend abschließend eingerichtet, dann steht auch wieder Microskop etc. zur Verfügung und ich kann mir ihre Hinterlassenschaften quasi täglich ansehen..
Abschließend zum Wohnzimmer: alle 5 dort wohlauf : Eli, Simon, Nussi, Fipsi, Lilo;
Willy (von mir auch „Graunase“ genannt) habe ich gestern separiert (natürlich alarmiert durch Alwin!), als ich merkte, dass bei ihm irgendwas nicht in Ordnung ist. Er sitzt jetzt als Erster im neuen Hörnchenzimmer im Gitterkäfig meines Arbeitskollegen Sebastian, der mir diesen überlassen hat (Danke!). Hat Fieber, aber das geht runter (Stand Mittagspause), Antibiotika spritze ich nach Anweisung der TA jetzt, denn dann wirkt es schneller. Er wirkt wieder kühler, trinkt gerne meine ihm angebotenen Elektrolyte. Wir müssen wissen, welcher Erreger diese baktierielle Lungenentzündung verursacht hat, dann können wir die Verbliebenen im Wohnzimmer prophylaktisch behandeln und wissen, ob es eine Tröpfcheninfektion oder eine Infektion über den Luftraum ist. Sehr entscheidend! Und die Frage bleibt: habe ich sie mit meiner Lungenentzündung angesteckt, obwohl ich mit Mundschutz durch die Wohnung gelaufen bin? Laut meiner TA zu lange her, so lange wäre die Inkubationszeit nicht. Deshalb, wir müssen den Erreger kennen. Hilft nichts, abwarten bis Freitag auf das Ergebnis vom CVUA Arnsberg.
Dem Rest geht es gut, auch Neuzugang „Henry„, der vor dem Aufnahmestopp noch eintrudelte, macht sich gut.
Für Bilder etc. fehlt mir aktuell absolut die Zeit! Hörnies first!
Alle Finder:innen werden aktuell, so gut es geht, über WhatsApp/Threema informiert.