24.08.2026

Sandy ….

ich ahnte es, wollte es aber nicht wahr haben. Sandys Backe hat die TA in Lünen 2x eröffnet, sie füllte sich wieder bzw. wir haben den Abszess nicht vollständig geleert bekommen. Sie meinte, ein Röntgenbild wäre von Vorteil, dass man sieht, wie tief der Abszess liegt. Gleiches wollte sie von Cindy, die ein geschwollenes Hinterbeinchen hat, das zwar voll beweglich ist, aber … da schwelt was!

Also heute zu NestoVet in Unna … erst war Cindy dran. Das Röntgenbild hat ergeben, dass es ein älterer Bruch war, schon mit Kallusgewebe umgeben, also durchaus stabil. Bei ihr heißt es abwarten, wie sie damit zurecht kommt, sprich, sie kann das Beinchen nicht voll durchstrecken. Das ist aber kein Grund, dass sie damit nicht wildbahnfähig wird. Sie hat die Augen noch zu … und wächst …

© NestoVet Unna

Jetzt zu Sandy. Sandy war unglaublich quirrlig, und wenn ich von „war“ spreche, dann könnt ihr euch denken, wie es ausgegangen ist. Hier wurde gerätselt / diskutiert, wie kann man ein ordentliches Röntgenbild bei so einem „Quirly“ machen. Frau Saskia Kahle von NestoVet hatte eine Idee, noch mit dem weiteren TA von Ort, Herrn Martin Kramer, abgesprochen und fertig war der Plan. Sandy in eine ganz kurze Gasnarkose, Röntgenbild, und als ich sie in die Hände bekam, war sie schon wieder wach. Das Ganze 2x, einmal von der Seite, einmal von oben. Wenige Minuten später war Sandy schon wieder auf dem Damm. Allein die Bilder … erschreckend, das Ergebnis – und ich bin absoluter Laie was Röntgenbilder betrifft – aber das habe sogar ich gesehen: da treffen die Zähne nicht mehr aufeinander und der rechte Kiefer (bei ihr aber links) völlig „unstrukturiert“, sprich „Osteolyse“. Sandy wäre niemals wildbahnfähig geworden und hätte einen langen Leidensweg vor sich gehabt.

Was macht es mit einem selbst, ein quirrliges Eichhörnchen gehen lassen zu müssen, weil es einfach keine Chance hat? Wir alle wollen nicht leiden. Sandy war ein Herzenshörnchen. Sobald sie den Reisverschluss an der Box gehört hat, kam sie angesprintet, und das ist jetzt nicht übertrieben, sie hopste mir teilweise direkt ins Gesicht, kletterte auf mir rum und freute sich. Und jetzt … musste ich mich von ihr verabschieden, Sekunden, die man wahrscheinlich nie vergisst … sie ist nicht mehr.
Ich habe den Eindruck, dass ihre Gruppe gerade auch ein bisschen „stickum“ ist, sie war die Antreiberin in der Gruppe und ist jetzt weg. Sie war „mein Zugpferd“ für die anderen. Bei der ersten Fütterung danach liefen mir einfach nur noch die Tränen, ich vermisse sie sehr, aber, ich ich bin der festen Überzeugung, und da hat mich Frau Kahle bestärkt, es war die richtige Entscheidung. Wenn ich eins nicht will, dann, dass die Pfleglinge einen langen Leidensweg gehen, den haben wir ihr erspart.

Ein ganz großes Dankeschön an das Team (TA & MFA) von NestoVet, vor allem an Frau Saskia Kahle für die Unterstützung!

Mach es gut meine Liebe! Grüße alle Hörnies da oben!!! Ich werde dich nie vergessen, und der Name Sandy ist reserviert. Es wird niemals eine 2. Sandy geben, wie auch Sweety, Lilly, Harry …..

21.08.2026

es gibt Tage, da gewinnt man, es gibt Tage, da verliert man ….

Heute war eher ein Tag, an dem ich „verloren“ habe, vor allem Zeit!
Aber bevor ich dazu komme, noch die beiden Neuzugänge von gestern abend, wieder aus der Vaersthauser Straße in Unna („Fritz“ im April ist dort auch aus dem Jalousienkasten gefallen). Die Beiden, männlich, Teddy und Snowy, jetzt auch. Beide blutige Nasen, Rückführung brauche ich da nicht versuchen, schon gar nicht nach 20 Uhr. Also ab nach Hause. Bis auf die blutigen Nasen sahen sie gut aus, Snowy ist ein ganz hübscher Eichkater mit 4 weißen Pfoten, seht selbst.

Beide habe ich gestern abend direkt zu Findus einquartiert. Findus soll nicht lange alleine bleiben, er braucht „Gesellschaft“. Klar, immer ein Risiko, weil ich nicht weiß, was Snowy und Teddy mitbringen, aber auch Findus ist noch in der Quarantäne und dann „schmeißt“ man die Tiere auch einfach mal zusammen. Inwiefern der Sturz aus 8 Metern Höhe auf Pflastersteine den Eichiezähnen geschadet haben könnte, wollte ich heute von der TA in Lünen „kontrollieren“ lassen, neben Sandys Abszess und Cindys geschwollenem Gelenk.

Also nach dem Dienst ab nach Lünen …

Das Gelenk von Cindy muss definitiv geröntgt werden, dafür habe ich einen Termin in Unna am Montag ergattern können. Bei Sandy konnte die TA noch jede Menge Eiter aus dem Abszess entfernen, aber, an die verhärtete Stelle kommen wir nicht ran, da brauchen wir auch ein Röntgenbild, wie tief der Abszess geht, ob wir überhaupt eine Chance haben. Im Zweifelsfall müssten wir sie tatsächlich „schlafen legen“, ungewiss bleibt aber dann immer noch, was der Abszess mit dem Unterkiefer und damit mit den unteren Zähnen angestellt hat. Wackelige Kiste.

Bei Snowy und Teddy konnte man noch nicht viel sagen, die oberen Schneidezähne sind gerade durchgebrochen, da kommt es jetzt darauf an, ob der Sturz die Zahnwurzeln beschädigt hat und die Zähne schief raus kommen, da heißt es tatsächlich abwarten und das ist nicht meine bevorzugte Lebenseinstellung, leider, weiß ich.

Also, ab auf den Weg nach Hause. Auf der Höhe Dortmund Brackel hörte sich mein Auto – namens „Lieselchen“ – irgendwie komisch an, rumpelte … nächste Bushaltestelle, 1x ums Auto und siehe da, platter Reifen (RDKS hatte keine Chance sich zu melden). OK, Mitglied im „gelben“ Verein, angerufen.

„Ja, ich schicke jemand vorbei, kann aber dauern, es ist Freitag nachmittag, Ferienzeit, etc. da ist viel los!“

„Ich stehe hier mit 6 kleinen Eichhörnchen schwanger …“

Lachen am anderen Ende und „Ich schau mal, was ich tun kann!“

So, jetzt saß ich da, sechs, mittlerweile hungrige Eichies (ich hatte nicht nur Cindy mit, sondern auch die beiden anderen aus dem Inkubator KI und Simba) und natürlich Sandy, die die Tortur der Abszesseröffnung hinter sich hatte und Snowy & Teddy. Und da kam jetzt tatsächlich seit – ich glaube 2 Jahren – meine Notfalltasche im Auto zum Einsatz: bestückt mit Spritzen, Einweghandschuhen, Pipipads und Elektrolyte von Braun in „Miniampullen“.

Also Kofferraumklappe auf, reingesetzt und erst mal die Eichies mit Elektrolyten gefüttert. Fanden sie nicht so toll, sie hatten Milch erwartet, aber besser als nix, für mich gab es auch Wasser aus der Box. Die Busfahrer auch nicht begeistert, dass ich ihre Bushaltestelle blockierte, aber ein HInweis auf meinen Reifen und dass der ADAC informiert sei, hat sie besänftigt, ich stand an einer vielbefahrenen Straße). 45 Minuten später war der gelbe Engel da, schubste den Wagenheber drunter und holte einen 3cm Nagel aus dem Reifen. Alles wieder repariert, damit konnte ich erst mal weiterfahren, am Montag dann in die Werkstatt, wahrscheinlich ist ein neuer Reifen fällig.
Und die Hörnies zu Hause? Wurden in Windeseile mit Milch gestärkt, die „Selbstversorger“ haben die Zeitverzögerung gar nicht mitbekommen, die haben immer Futter und Wasser satt. Einzig die im Wildwald, die ich heute noch besuchen wollte, müssen bis morgen warten, aber auch da, Futter & Wasser in entsprechender Menge immer vorhanden.

Puh, ein Tag, den man nicht braucht ….

Und zu guter Letzt gab es auch noch Post, vom CVUA in Arnsberg. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich vor ein paar Wochen meinen kleinen „Frank“ verloren habe. Über das Veterinäramt des Kreises Unna ging er zum CVUA nach Arnsberg. Und ja, die Vorstellung, was da mit seinen „Überresten“ passiert, ist gruselig und deshalb brauchte ich damals das Wochenende zur Entscheidung. Der Befund ist jetzt da, den hier ich natürlich nicht in voller Länge abdrucken darf, nur ein Teil davon:

„Passend zum Vorbericht zeigte das Eichhörnchen als Hauptbefund eine mittelgradige katarrhalische Magen- und Darmentzündung, […] begleitend war das Tier geringgradig ausgetrocknet und wies einen reduzierten Ernährungszustand auf. “ (klar, Frank hatte Durchfall, nicht ungewöhnlich)
„Ein auslösender Erreger ließ sich allerdings in den weiterführenden Untersuchungen nicht nachweisen: Es war kein Parasitenbefall, insbesondere kein Befall mit Kryptosporidien und Giardien, feststellbar. In der bakteriologischen Untersuchung war der Dünndarm nahezu keimfrei und im Dickdarm ließen sich nur Enterococcus faecium und geringe Mengen von Hefepilzen (Candida krusei) nachweisen. Wahrscheinlich sind sowohl Enterococcus faecium als auch die Hefepilze Bestandteile des normalen Darmmikrobioms; allerdings kann eine bakterielle Imbalance im Dickdarm mit Überwuchern durch die Enterokokken nicht mit vollständiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Als Nebenbefund war nur unter dem Mikroskop in den Lungenspitzenlappen in einer Lokalisation eine minimale eitrige Entzündungszellinfiltration sichtbar, wobei es sich um eine beginnende eitrige Lungenentzündung handeln kann. Es war aber nur ein so geringer Lungenanteil betroffen, dass dieser Prozess mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum plötzlichen Versterben des Eichhörnchens beigetragen hat.
Alle anderen Organsysteme zeigten keine krankhaften Veränderungen.“

Was heißt das jetzt für mich? So plötzliche Todesfälle verunsichern ungemein. Wenn man nicht weiß, was schief gelaufen ist. Habe ich einen Fehler gemacht? Habe ich etwas übersehen? War ich unachtsam? usw., usw. Da setzt richtiges „Kopfkino“ ein. Ich denke, im Fall von Frank hatte ich keine Chance, wie hätte ich das erkennen können und vor allem, was hätte ich tun können? Der Durchfall war keine 24 Stunden und setze völlig plötzlich ein. Ein bisschen Trost für mich, aber es bringt mir Frank nicht zurück ….

20.08.2026

… ein kleiner „Rundumschlag“ (mit Überlänge)

Chip hat ja schon einiges verraten, ich drösel das jetzt mal auf, was hier so in der letzten und dieser Woche los war. Aber als Erstes: es haben uns wieder viele Spenden erreicht:

==> Friedrich Theodor aus Aachen
==> Aleandro
==> Anja mit „Summer Nuts“
==> Deborah
==> Dennis (Finder von Fundus)
==> Monika aus Bonn mit ihrer monatlichen Spende

Vielen Dank an alle für Eure Unterstützung!

Auswilderungsgehege Dortmund – Husen:
Hier ging die Freiheitsklappe am Sonntag auf: Lilo, Bernhard, Bianca, Timmy, Nesto, Henry dürfen nach draußen. Laut Heiko und Susanne sind „Stand gestern“ noch 2 drin, unklar, ob sie immer wieder zurück kommen oder noch gar nicht draußen waren. Sie haben noch Zeit, die nächsten -und letzten für Husen, die noch in diesem Jahr ausgewildert werden – können noch 2 Wochen im Wohnzimmer hausen. Hier die letzten Bilder der „Husener“:

Auswilderungsgehege Wildwald Vosswinkel:
Hier sind 5 Eichies aus dem Wohnzimmer am Samstag eingezogen: Hörnchen, Frida, Mickey, Risu, Anton. Mittlerweile haben sie sich eingewöhnt, den ersten Regen genossen, fressen unglaublich viel! Sie werden die letzten Hörnchen sein, die hier in die Freiheit entlassen werden. Bilder wie immer leider Mangelware, es ist einfach durch das dichte Blätterdach zu dunkel. Aber, in der Hitzeperiode war das ein Segen für die Fellnasen, denn mal eben das Fell „ausziehen“ können sie ja nicht.

Hörnchen-Wohnzimmer:
Hier sitzen aktuell von der „Vortruppe“ noch Sternchen, Plumpsi & Cindy (sie gehen in die Verlängerung), neu hinzugekommen sind Franky, Isolde, Tristan, Henry. Nach kurzer Eingewöhnungszeit machen sie schon ordentlich Wirbel im Wohnzimmer.

Transportbox 1:
Findus, kam am 17.08.2026 voll mit Fliegeneiern und geschlüpften Maden, Verletzungen, in die sich die Maden vielleicht schon eingefressen haben inclusive. Da war wirklich Eile geboten. Alles abgesammelt, und zwar in weiter Entfernung von den andern Hörnchen (GästeWC) und dann durfte das Ozongerät wieder im GästeWC starten. Entsprechende ABs mussten natürlich sein. Er kam mit einem Startgewicht von 71g und ist heute aktuell bei 91,2g, nimmt also sehr gut zu. Fraglich, was die Maden vielleicht für Schäden in Findus gemacht haben, das wird erst nach 1-2 Wochen klar. Er braucht also noch gedrückte Daumen. Ist aber wirklich ein sehr lieber Eichkater, obwohl er das Auskämmen der Fliegeneier über sich ergehen lassen musste.

Transportbox 2:


Hier wohnen aktuell: Benni, Daisy, Sandy, Corazon. Corazon ist eine kleine Eichkatze, die eigentlich Feriengast von der Pflegestelle Lünen-Brambauer („Flo“) ist. Sie war zusammen mit Aimee & Amor, die aber „gewichtstechnisch“ schon weiter waren. Deshalb in meine Gruppe umquartiert. Corazon ist – ähnlich wie mein Benni – schwierig beim füttern, ein richtiger Saugreflex ist nicht da, da wird ordentlich „geschlabbert“ und führt zu langwieriger Fellpflege. Aber sie ist in der Gruppe gut angekommen, hier wird gekuschelt!
Benni, eben wie beschrieben, nimmt wie Corazon nur schleppend zu. Trinkt „unsauber“ und hat manchmal so gar kein Bock auf Milch. Da ist man als Pflegestelle froh, wenn das Selbstversorger werden!
Daisy, macht sich super gut, trinkt ordentlich, die ist voll „auf der Spur“, hat jetzt schon 121g.
Sorgenkind Sandy mit der „dicken Backe“: Mit ihr war ich letzten Donnerstag noch bei meiner TA in Holzwickede (die jetzt im wohlverdienten Urlaub ist); der Abszess ging in den Maulraum auf, d.h. Antibiotika, denn die Abszessflüssigkeit ist höchst bakteriell belastet und wird dann logischerweise in den Magen abgeschluckt. Über das Wochenende wurde es einfach nicht besser, vielmehr, die Backe wurde immer „härter“, sprich, der Abszess hat sich verkapselt. Also am Montag Termin bei der TA von „Flo“. Abszess aufgemacht …. weiter ABs, aber, er füllt sich immer wieder. Morgen der nächste Termin. Die arme Maus.

Inkubator: hier leben Simba, Cindy und KI. Hier sieht alles erst mal gut aus, sie sind ca. 3 Wochen alt und trinken ihre Milch recht gut. Cindy muss morgen mit zur TA, denn sie hat ein dickes Gelenk. Bekommt aktuell Traumeel, aber das soll sich die TA noch mal ansehen, ob wir da nicht noch mehr machen müssen. Bewegen kann sie das Hinterbeinchen ohne Probleme, da sitzt irgendeine Entzündung.

Gehen wir ins Obergeschoss:
In der Quarantänestation lebt nach wie vor Bärbel. Seit ein paar Tagen fängt sie an zu klettern und mit den Kletterseilen regelrecht zu spielen. Am liebsten liegt sie in der Häkelhängematte von Marlén aus Berlin, stundenlang … krabbelt obendrauf, hangelt unten entlang. Fotos, keine Chance, Bärbel ist wild und haut, wie damals Lina auch, sofort ab, wenn sie mich sieht. Sie ist rein webcamüberwacht. Irgendwann gibt es davon auch Videos …. es geht ihr gut. Je nachdem, wie ihre Entwicklung weitergeht, würde ich sie, nach Auszug der Hörnchen im Wildwald, testweise ins Auswilderungsgehege bringen, um zu sehen, wie sie damit klar kommt, oder ins Wohnzimmer oder …. hier ist irgendwie immer Bewegung.

Im Hörnchenzimmer 2 stehen ein Laufstall und ein großer Käfig. Im Laufstall von „Flo“ sind aktuell Sirius, Amor und „meine“ Petra. Petra ist ein absolutes „Schwergewicht“ für ihr Alter, fordert aber auch ihre Milch ein. Sirius und Amor sind mir gegenüber „zugänglich“. Das ist immer ein Problem, dass sie, wenn sie im „Ferienlager“ sind oder dauerhaft eine Pflegestelle wechseln, die Stimme nicht kennen und wissen gar nicht, wie ihnen geschieht. Aber die beiden sind gut „händelbar“, auch wenn sie ab und zu aus der Hand „ausbüxen“ wollen. Trinken alle 3 gut, das Futterschälchen wird geräubert, sprich, auf dem Weg zu „Selbstversorgern“.

Der große Käfig belegt mit „meinem“ Chip, sowie Tantor, Taranee, Leandra und Aimee von Flo. Alles ehemalige Kryptohörnchen, klein, spirlig, quirlig. Und auch da zeigt sich: komme ich in den Raum, sind alle von „Flo“ weg, allein Chip steht an der Tür und fordert ein Leckerlie. Bilder nur von Chip, der Rest ist gnadenlos weg. Vielleicht in der nächsten Woche, wenn sie sich an mich gewöhnt haben.

So, jetzt hätten wir eigentlich alle in der Station. Ich möchte aber noch von Peppa berichten (alle die meinen Status vom Hörnchenphone sehen können, haben mitgefiebert): Peppa kam am 14.08.2026 zu mir, eine wunderschöne, nette kleine Eichkatze, brachte nur 2-3 Zecken mit, trank sehr gerne, erst die Elektrolyte, dann ihre Milch. Was gar nicht klappen wollte, war Pipi machen. Die Erinnerungen an unseren Sweety vor ein paar Jahren waren sofort wieder da. Ich habe alles versucht, RodicareUro, AB, alles ohne Erfolg. Am Sonntag in die Tierklinik Ahlen mit ihr. Der TA war nicht wirklich gewillt sie zu behandeln, sie wäre ja noch fit, alles in Ordnung. Den TA habe ich nie gesehen, eine MFA gab mir eine Salbe, die ich auftragen sollten, denn um den Harnzapfen war sie blitzeblau. Die Salbe sollte das Hämatom zügig zurückfahren. So wirklich glücklich war ich mit der Diagnose und der Behandlung nicht. Ich habe Peppa dann restriktiv Flüssigkeit gegeben. Am Montag Morgen dann zur TA in Unna, alles unverändert, kein Pipi. Blase punktiert, Peppa hat das super über sich ergehen lassen, am nachmittag machte sie den letzten Atemzug. Beim Ultraschall morgens war aber auch zu sehen, dass sie schon Wasser im Bauchraum hatte, womöglich Urin. Und da sind wir dann bei den Erinnerungen, Sweety, dem -quasi in meiner Hand – die Blase geplatzt ist, auch da, war ich damals bei Dr. Wolf in Schwerte, war nichts zu machen. Eichhörnchen, die kein Pipi und /oder Kaka machen können, sind immer eine Vollkatastrophe, keine Chance, auch nicht für Peppa. Mach es gut meine Kleine, du hattest einen denkbar schlechten Start.

So, jetzt ist erst mal Schluss hier, die „lebenden“ Eichies brauchen ihren Support. Und wer denkt, dass man so einen Blog „mal eben“ schreibt: er hat mich, mit der Bildbearbeitung, über 3 Stunden gekostet.

Was steht sonst noch an: am Wochenende muss jetzt endlich die Kalenderproduktion starten, dass wir zum Herbstfest beim Futterhaus am 18./19.09.2026 was haben, bedeutet, über 5000 Bilder sichten, die Kalenderbilder zusammenstellen und in die Produktion geben. Morgen mittag ist Wochenende …

18.08.2026

… nach einer wahren Begebenheit …

Chip [stöhnt und schlägt die Pfötchen über den Ohren zusammen]:

Chip: „Hilfe, was ist das denn plötzlich für ein Inferno hier? Nicht nur, dass ich ohne Vorankündigung aus meinem schönen kleinen Gitterkäfig ausziehen musste! Ein riesiger Käfig, 2 Etagen, eingestreut mit Hackschnitzel, Kletterseilen und sogar einem Laufrad! Was hab‘ ich mich gefreut! Und dann, kamen da plötzlich noch 4 weitere Bewohner! Wer seid ihr denn, wo kommt ihr denn her?“

Tantor: „Wir sind Tantor, also ich, und das sind meine Mitstreiter Taranee, Leandra und Sirius. Wir kommen von der Pflegestelle in Lünen-Brambauer, „Muddi Flo“, und sind hier für 2 Wochen im Ferienlager!“

Chip: „Oha! Aber so ganz großwüchsig seid ihr auch nicht und ihr seht auch so ein bisschen gerupft aus, wie ich. Ich hatte mit Kryptos zu kämpfen und habe mein Bauchfell fast verloren und das an der Nase, aber schaut her, das wächst so langsam wieder!“

Taranee: „Oh, Kryptos hatten wir auch, die kennen wir, blöde Viecher!“

Leandra: „Na dann erkunden wir doch alle mal diesen Käfig und wo es was zu futtern und zu schlafen gibt!“ [machen sich alle auf den Weg …]

Sirius: „Wir sind aber nicht allein aus Lünen gekommen. Dazu sind noch Aimee, Amor und Corazon gekommen. Amor und Aimee stehen hier gegenüber im Laufstall, Corazon ist -glaube ich – in eine andere Gruppe gekommen, mit noch so Kleinen von deiner Pflegestelle. Wie heißt die überhaupt?“

Chip: „Das ist Swiffy, die Rothaarige!“

Sirius: „Flo hat schwarze Haare!“

[Wenige Tage später …]
Chip: „Hej, habt ihr gesehen, da steht die Tür einen Minispalt auf! Kommt, lasst uns die Wohnung erkunden, ich höre Swiffy telefonieren!“

Leandra: „Bist du verrückt, du kannst doch nicht einfach abhauen!“

Chip: „Ich will ja nicht abhauen, nur mal schauen, was Swiffy so treibt, die ist immer am telefonieren und es klappert so komisch. Ich geh dann mal!“

[Swiffy ins Telefongespräch vertieft, hört es aber trappeln … erste Phase der Schnappatmung: wer ist da denn ausgebrochen …??? ]

Chip: „Hej Swiffy, hier bin ich! Ich hops mal zu dir rauf! Was machst du da?“
[Swiffy in der 2. Phase der Schnappatmung, Chip setzt sich auf die Schulter und beobachtet und findet Gefallen am Headset. Telefongespräch beendet …]

Swiffy: „Chip, bist du verrückt, was machst du hier? Hier ist das Homeoffice, ganz viele Kabel, was glaubst du denn, warum es ein 2. Hörnchenzimmer gibt? Eben damit ihr mir hier nicht die Technik zerstört!!“

Chip: „Wollte doch nur mal nachsehen, was du hier so treibst! Ich geh auch freiwillig wieder zurück! Bringst du mich zurück?“

Swiffy: „Na da kannst du aber sicher sein, hier stehen alle Fenster offen, es hat heute geregnet, da freuen sich alle Pflanzen!“

Chip: „Was zur Hölle ist Regen?“

Swiffy: „Da fällt Wasser vom Himmel!“

Chip: „Wie, ich kenne nur Wasser in der Wasserschale und die kommt aus dem Badezimmer!“

Swiffy: „Ja mein Schatz, du musst noch viel lernen! Jetzt aber erst mal wieder zurück in den Käfig!“

Chip: „Wann gibt es denn den nächsten Blog, der ist mehr als überfällig!“

Swiffy: „Na deine Geschichte steht heute abend schon drin, der Rest dann ab morgen. Dann berichten wir über die vielen Geldspenden, die uns erreichen, den traurigen Abschied von „Peppa“, den anderen Neuzugängen und „Problemfellchen“ und den Aus- und Umzügen aus und ins Wohnzimmer.“

Chip: „Ok, dann möchte ich jetzt bitte wieder zurück! Kriegen wir heute auch noch mal Nussbrei, der ist schon wieder leer, die Portion ist viel zu klein!“

Swiffy: „Ist das eine Beschwerde?“

Chip: „Ähm, so ein bisschen… das Futter ist zum Teil noch so hart für unsere kleinen Zähnchen, auch wenn die Nüsschen angeknackt sind.“

Swiffy: “ Du weißt aber schon, dass deine Zähnchen immer nachwachsen und du die abnutzen musst?“

Chip: „Ja, aber so ein paar Kaloriechen mehr würde uns doch gut zu Gesicht stehen!“

Swiffy: „Ja, da hast du Recht, ich bring euch gleich noch was!“

Chip: „Und morgen ein Blog in Wort und Bild? Du sagtest was von 900 Bilder auf der Kamera!“

Swiffy: „Ja, das stimmt, aber die müssen erst sortiert und verkleinert werden, damit ich die ins Internet stellen kann.“

Chip: „Was ist Internet?“

Swiffy: „Musst du nicht wissen, im Wald gibt es kein Internet! So, jetzt aber Ende der Diskussion, ab zurück in den Käfig!“

09.08.2026

„Die Beute von heute…!“
Ein schöner Satz von Caro aus der Seminarreihe „Stark im Einsatz –Stärkung für ehrenamtliche Wildtierhelfer*innen“, eigentlich darauf gemünzt, was man aus dem Seminar oder aus den Supervisionen für sich mitgenommen hat. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, das täglich zu machen und mal zu schauen. Ok, für den Blog gibt es jetzt die „Beute der letzten Tage“:

Als Erstes: habe ich gestern einen meiner 4 Degusenioren („Chip“) verloren. Ich war noch am Donnerstag bei der TA mit ihm, weil mir auffiel, dass er sich mit dem linken Hinterlauf nicht mehr hinter dem linken Ohr kratzen konnte. Auf die Hand mit ihm und sofort gesehen, da ist was geschwollen. Das er mit 8 Jahren Arthrose im Knie- und Hüftgelenk hat, ist „normal“, also bekam er Schmerzmittel. Als ich Samstag vom Einkaufen wiederkam, lag er auf der „Sonneninsel“, krampfend, der Knubbel war komplett weg. Wenige Minuten später verstarb er in meiner Hand, sprich, da war noch mehr als Arthrose.
Mein lieber Chip, ich hätte dich noch sehr gerne bei den anderen Dreien (Lemmi, Chappy und Speedy) gesehen. Es hat nicht sollen sein, aber ich glaube, du hattest ein paar letzte schöne Monate. Und ja, wenn man Degusenioren aufnimmt, muss man damit rechnen, trotzdem … traurig!

Die Beute von „heute“ fällt primär gar nicht gut aus: 3 adulte Hörnchen, alle 3 extrem dehydriert, und trotz Elektrolyte sc. haben es 2 nicht geschafft, eine kämpft noch. Danke an die Finder*innen, dass sie mir die gebracht haben. Außerdem noch ein Jungtier, das auf der Suche nach Wasser in einen Hundepool kletterte, der nicht abgedeckt war und durch den glatten Rand nicht mehr rausklettern konnte. Deshalb, die große Bitte: stellt flache Wasserschalen auf, deckt die Pools, auch die Babyplanschbecken und die Hundepools ab oder legt einen Ast als Ausstiegshilfe für unsere Wildtiere hinein. Sie suchen verzweifelt nach Wasser…..
Ein großes Dankeschön an Vanessa und Yoshi, die mich heute mal ein paar Stunden aus dem Hörnchenstress „rausgeholt“ haben. Sie sind die ehemaligen Besitzer von Degu Chap(py) und, er hat sie immer noch wiedererkannt und krabbelte munter auf ihnen herum! Toll so etwas zu erleben!

Aus den Auswilderungsgehegen:
Wildwald Vosswinkel: für die 4 (Linus, Luca, Mark & Finn) geht morgen früh die Klappe in die Freiheit auf. Linus und Luca sind nach wie vor kleiner als Mark und Finn, aber, sie haben sich einen ordentlichen „Hinterradantrieb“ antrainiert.

Der Wildwald selbst zeigt sich von der schönsten Seite, vor allem früh morgens, wenn noch keine Besucher da sind. Allerdings auch hier, der Waldteich am Eingang hat absolutes Niedrigwasser:

Die 4 von der „Waldschule“ können raus in die Freiheit des Luerwaldes und machen damit Platz für die Kandidaten im Wohnzimmer: Risu, Sternchen, Hörnchen, Frida, Plumpsi und Mickey, sie wechseln dann in den Wildwald, wann genau, kommt darauf an, wann die 4 das Gehege verlassen, Grundreinigung, alles wieder schick und schön machen, vielleicht schon am kommenden Wochenende.

Bilder leider „gelbstichig“, das macht die ausgefahrene helle Markise, lässt sich bei den jetzigen Temperaturen einfach nicht ändern. Wird im nächsten Jahr besser werden, ich habe da so ein paar Ideen für das Wohnzimmer …

Im Auswilderungsgehege in Husen (Lilo, Bernhard, Bianca, Timmy, Nesto, Henry) wird die Klappe wohl am 16.08. aufgehen. Auch die alle fit und gesund:

Und was total ärgerlich ist …. aktuell gibt es schon die ersten Weihnachtsleckerein, aber 2 Tannen für das Auswilderungsgehege in Husen im August kaum zu bekommen. Ich muss da, glaube ich, bei der Baumschule Giesebrecht in Lünen betteln gehen, dass die mir 2 ausbuddeln, bevor die nächsten Hörnies ins Gehege kommen.

Jetzt weiter zur Station:

Bärbel in der Quarantänestation nach wie vor unauffällig, fängt an zu klettern. Ich habe die Station noch ein bisschen umgerüstet, Absturzecken entschärft, vielleicht schafft sie es ja noch in die freie Wildbahn.

Chip, mein großes Sorgenhörnchen der letzten Tage. Plötzlich wieder Durchfall und Erbrechen, wollte so gar nicht mehr. Seit heute frisst er wieder seinen Brei und fängt an zu „knabbern“. Auch mit ihm am Donnerstag bei der TA gewesen, Zähne gekürzt, ansonsten muss sein Fell wieder nachwachsen. Er ist eine kleine Dauerbaustelle, aber mir gegenüber lieb, d.h. keine Beißereien, das macht das „Handling“ einfacher.

Im Inkubator aktuell noch Sandy und Daisy. Daisy habe ich hier noch nicht vorgestellt, sie ist neu, ca. 3 Wochen alt, trinkt sehr gut:

Sie leistet Sandy Gesellschaft, die vor 3 Tagen die Augen aufgemacht hat. Leider trinkt sie nach wie vor schlecht, schwankt extrem mit dem Gewicht. Also auch am Donnerstag bei der TA. Wirklich festgestellt haben wir nix, aber, seit Samstag, bekommt sie eine richtig dicke Backe, Hilfe! Die TA ist informiert, da müssen wir wahrscheinlich ran…


Ansonsten kuscheln die beiden gemütlich im Inkubator, den ich jetzt sukzessive von der Temperatur nach unten regel, so dass sie bald hier ausziehen dürfen. Sie sind definitiv Überwinterungshörnchen in Husen – wenn sie es bis dahin schaffen.

Die Chaotentruppe im Laufstall (Franky, Henry, Tristan, Isolde), die darauf warten, ins Wohnzimmer umziehen zu dürfen. Fotos, Fehlanzeige! Sobald die Tür vom Laufstall aufgeht, keine Chance nur irgendein Bild zu machen, die muss ich dann im Wohnzimmer nachliefern. Alle fit!

So, was habe ich noch: der Aufbau des neuen Käfigs verzögert sich aufgrund der Notrufe … aber es wird, der untere Teil steht schon.

Euch allen einen gemütlichen Wochenstart, in die nächste „heiße“ Woche und vergesst unsere Wildtiere nicht! Bitte denkt auch daran, dass jetzt so langsam die „Winterbevorratung“ unserer Wildtiere losgeht, sie rennen leider ziemlich „kopflos“ über die Straßen.

03.08.2026

… es geht weiter, irgendwie …

erst mal vielen Dank an „Bertha“ und Elke für die (monatliche Spende)!

Zu meinem Todesfall „Frank“; er ist tatsächlich auf dem Weg zum CVUA nach Arnsberg, ich möchte Infos, warum er so plötzlich verstarb, das lässt mir keine Ruhe. Die Vorstellung, was dort mit ihm passiert, ist gruselig, deshalb brauchte ich das Wochenende für eine Entscheidung.

In der Zwischenzeit ist „Sandy“ hier angekommen. Kleine Eichkatze, ca- 3-4 Wochen, sah auf den ersten Eindruck gut aus, macht so langsam aber Probleme. Sie trinkt wenig, dementsprechend gelb sieht ihr Pipi aus. Was aber viel schwerwiegender ist, sie ist beim Füttern permanent am gähnen. Also müde kann sie nicht sein, sie schläft in ihrem Alter mehr, als sie wach ist. Da könnte noch was im Argen liegen, Ohrentzündung und folglich Probleme mit dem Druckausgleich beim Abschlucken der Milch, wir kennen das ja auch. Ich selbst sehe auch mit Orthoskop nichts, die Ohren sind aber ja auch noch geschlossen, die gehen erst ein paar Tage nach den Augen auf. Hier warte ich auf eine Rückmeldung meiner TA, wann ich vorbei kommen kann.

Bei dem gleichen Termin werde „Chip“ mitnehmen müssen. Er sieht mit seinem Fellverlust schlimm aus, ist aber sehr aktiv und quirrlig, aber seine Zähne sehen noch übler aus. Das muss sich die TA auch noch ansehen, ob er überhaupt eine Chance auf Wildbahnfähigkeit hat.

Im Wohnzimmer bei Risu, Sternchen, Hörnchen, Frida, Plumpsi und Mickey läuft alles nach Plan, hier wird getobt, gefressen, Unsinn gemacht, naja aktuell bei den Temperaturen fahren die auch so ein bisschen auf „Sparflamme“, zumindest Mittags/Nachmittags, dafür steht man um 4.30 Uhr auf und macht „Randale“ an den Futtertrögen und schaut um 23 Uhr noch mal, ob schon wieder aufgefüllt wurde!

Nicht wundern, dass die Bilder alle einen „Gelbstich“ haben, das liegt daran, dass die Markise ausgefahren ist und ich im Wohnzimmer bei den Rabauken keine Studioleuchten aufstellen kann, die würden sofort geentert!

Im Auswilderungsgegehe in Husen und im Wildwald auch alles im grünen Bereich, aber auch da, eher gemäßigtes Rumtoben in den Mittagsstunden, hier zählt auch die Dämmerung morgens und abends.

Wildwald:

Husen:

Und Bärbel in der Quarantänestation: absolut scheu mittlerweile, sehe ich auch nur noch über die Webcam. Sie frisst sehr gut und seit heute macht sie die ersten „Klettertouren“ im Käfig. Die Birkenstämme von Lina und ihren Kleinen sind grundgereinigt, die kommen morgen dann wieder rein, aber zusammen mit Absturzdecken, falls sie sich „verklettert“ und nicht halten kann. Liegt alles schon bereit.

Ein anderes massives Problem haben wir auch noch mit unserer Milch Fox Valley, derzeit nicht lieferbar:

Aufgrund von Problemen mit den Importdokumenten sind viele FoxValley Milchpulver derzeit in Europa nur schwer lieferbar. Daher suchen viele Wildtierstationen, Züchter und Privatpersonen nach einer Alternative zur Fox Valley Milch.

Und weil ich ja immer noch hier sitze und den Blog schreibe, kam eben (23.10 Uhr) diese Mail von Angela:

Betreff: Re: Fox Valley 32/40 für Eichhörnchen
Hallo Steffi,
Nein, leider noch keine guten Nachrichten. Ich glaube, es wird nicht mehr gut ausgehen, leider…
Ich bin gerade dabei, selbst eine spezielle Milch herstellen zu lassen. Dann sind wir in Europa nicht mehr auf Importe angewiesen.
Ich bin gerade dabei, die Zutaten auszuwählen und einzukaufen, und danach muss das Ganze erst noch getestet werden. Das wird also leider auch nicht so schnell verfügbar sein.

Ich habe noch 2 Pakete, aber aktuell auch nicht mehr viele Milchkinder (1+4), aber trotzdem, so einen geringen Bestand mag ich gar nicht. Alternativmilch, nicht wirklich so gut wie Fox Valley. Mist! Jetzt heißt es umdenken!!!

Und, „meine“ Baumhaselbäume am Spielplatz sehen nicht wirklich gut aus. Die Nüsse hängen noch oben in den Zweigen und sind braun (!), das wird wohl nichts. Man munkelt aber, dass es dieses Jahr mal wieder Bucheckern gibt … Walnüsse, alle klein (was für die Eichies von Vorteil für den Transport wäre), aber ob sie gefüllt sind, noch völlig unklar.

31.07.2026 (Update)

Frank ist über der Regenbogenbrücke …

das ist so bitter. Er war seit 01.07. hier, und ja, er hat nie wirklich und gut an Gewicht zugelegt, hat aber seine Milch getrunken und unendlich mit Franky gespielt. Er hat eben seinen letzten Atemzug getan, gestern Durchfall entwickelt, alle Alarmglocken schrillten bei mir, alles aus der Hexenküche gezaubert, er wurde immer kälter und ist eben über die Regenbogenbrücke gegangen. Das sind genau die Fälle, die uns Pflegestellen an die Grenzen bringen. Warum? Wir sehen nur die Symptome und können darauf reagieren. Sie können uns nicht sagen wo es zwickt, was schief läuft, was weh tut. Es waren jetzt keine 24 Stunden zwischen dem ersten Durchfall und seinem Tod. Wie soll ich da noch reagieren können? Frank, es tut mir so leid!!! Und wieder sitze ich da wie ein heulendes Elend und frage mich, was ich falsch gemacht oder übersehen habe. Es ging so schnell …

31.07.2026

… mal wieder ein etwas anderer Blog …

Die Eichiesaison ist lang und schwierig und alle Pflegestellen sind sich einig: einfache, problemlose Eichhörnchensaisons wie noch in den Jahren 2017/2018/2019 wird es nicht mehr geben, damit müssen wir uns abfinden und ggfs. von der Anzahl der Pfleglinge herunterfahren, weil wir sonst selbst „vor die Hunde gehen“. Die Hitzewelle tut ihr übriges dazu, dass die Wildtiere, dehydriert, abgemagert und voller Zecken und Fliegen bei uns ankommen. Aber wir können ja hier noch froh sein, dass „noch“ keine Waldbrände entstanden sind.

Mittlerweile bin ich dabei, meine Eichies in „Pflegestufen“ zu kategorisieren; hat natürlich nur im übertragenen Sinne mit unseren Pflegestufen zu tun, denn der Wechsel von einer in die andere Pflegestufe, erfolgt mitunter innerhalb von mehreren Stunden.

Fangen wir mit Pflegestufe 0 an, das sind die in den Auswilderungsvolieren:

Wildwald Vosswinkel: Linus, Luca, Mark & Finn
Alle 4 wohlauf, fotografieren wie immer schwierig, es ist dort einfach sehr schattig und damit aber auch angenehm kühl für die Eichies (eben waren es um 15.30 Uhr „kühle 22,9 Grad). Die 4 fressen wirklich sehr gut, Wasser ist im Gehege mit 4 Wasserschalen reichlich vorhanden.

Auswilderungsgehege Dortmund-Husen: Lilo, Bernhard, Bianca, Timmy, Nesto, Henry
sind mittlerweile gut angekommen, toben und sind teilweise sogar schon „stereo“; vor allem Lilo, der schlägt unentwegt Saltos. Hier also auch alles in Ordnung. Auch Pflegegrad 0!

Pflegestufe 1 (Selbstversorger aber noch in der Überwachung: wie kommen sie mit klettern, springen und dem „selbstversorgen“ zu Recht):
Wohnzimmer: Risu, Sternchen, Hörnchen, Frida, Plumpsi und Mickey haben sich mittlerweile auch alle eingefunden, allein Mickey hat noch ein bisschen Probleme mit seinen Artgenossen, sondert sich ab, er war ja auch die ganze Zeit alleine wegen seinem Kokzidien und Wurmbefall, aber das schafft er, da bin ich mir ziemlich sicher, er braucht noch ein bisschen. Auch hier wird gefuttert ohne Unterlass.

Pflegestufe 2 (angehende Selbstversorger, brauchen noch Milch und können noch nicht selbständig Pipi machen oder muss kontrolliert werden!)
Laufstall: Henry, Tristan und Isolde
werden gleich in einen Laufstall umquartiert, der Bewegungsdrang wurde für die Transportbox einfach zu groß und wenn sie etwas tun sollen, dann bewegen! Bei ihnen sieht erst mal alles gut aus:

Pflegestufe 2 & 4 (4= Durchfall, Ursache noch ungeklärt)
Transportbox 1: Frank und Franky

Sind seit dem 01.07. hier und geben mir nur Rätsel auf. Frank und Franky habe ich am 01.07. von der Pflegestelle in Altena übernommen, Frank (spirlig schlank mit 36,8g), Franky schon etwas stabiler mit 43,3g und, wesentlich größer als Frank. Vier Wochen ging alles gut, super Pipi, super Köttel, nur, die Gewichtszunahme extrem unterschiedlich, sie sind nahezu gleich alt: Franky bekommt aktuell 129,4g auf die Waage, Frank nur 85,8g und dieser Unterschied innerhalb von 4 Wochen! Das Problem; seit gestern hat Frank Durchfall, Kryptotest ist negativ, dafür Giardien, er wird von Stunde zu Stunde schwächer … Franky ohne irgendwelche Symptome … und das sind eben diese Momente, die wir unter Pflegestellen ganz oft diskutieren: was läuft schief, was haben wir übersehen, was haben wir falsch gemacht usw, usw…. wir kämpfen immer alle bis zum Schluss, mehr können wir nicht tun, aber dieser Kampf ist mitunter bitter, aber dazu später mehr mit „Tessa“.

Transportbox 2: Chip (Pflegestufe 3, wackelig, aber auf dem Weg der Besserung)
er kämpft leider immer noch an mehreren Fronten: seine Zähne, den Durchfall, der mal ausbricht und wieder verschwindet und … er verliert sein komplettes Fell, er sieht echt „gruselig“ aus. Er kämpft, trinkt gut. Mit ihm werde ich wohl nächste Woche zu meiner TA gehen, sie ist dann erst mal wieder aus dem Urlaub zurück. Wir müssen die Zähne beurteilen, ob der Kampf überhaupt eine Chance hat. Bilder folgen, er ist so quirrlig, kaum Bilder möglich!

Tessa
neu hinzugekommen (grundsätzlich Pflegetufe 4), ca. 3 Wochen alt, dehydriert, vermutlich Katzenbekanntschaft gemacht, ziemlich dürr und dazu kalt. Sie hat die ersten 48 Stunden nicht überlebt, ich habe sie nicht mehr „warm“ bekommen, auch der Inkubator nicht, warmrubbeln nicht, nichts, es half einfach nichts, aber sie hat sehr gerne die Milch genommen, die Dehydrierung hatten wir fast weg (und da muss man „tierisch“ aufpassen mit dem Refeedingsyndrom!) Mach es gut kleine Tessa, ganz schlechter Start und sehr kurzes Leben!

Und dann haben wir noch Bärbel in der Quarantänestation: Pflegestufe 1 (ähnlich wie Lina und ihr Nachwuchs, kamerascheu und „wild“ nur webcamüberwacht!): frisst, trinkt, versorgt sich selbst, aber klettert nicht, Probleme mit der Orientierung. Von meiner Seite wenig zu tun, aber die Gedanken, wie es weiter mit ihr geht. Sie ist kaum zugänglich …. sie hat noch Zeit sich zu bekrabbeln… noch ist die Saison nicht zu Ende.

Ein steter Kampf!

26.07.2026 – Teil 2

„Wo zur Hölle bleibt ihr???“

Teil 2:
Bernhard: „Keine Ahnung, ich sitze gefühlt seit Stunden in einem Kopfkissenbezug, die anderen wollen wohl nicht!“
Lilo: „Warum das denn nicht, hier ist es toll!“
Nesto:“ Irgendwie klappt das bei mir mit der Falle nicht, ich stehe mit den Hinterfüßen auf der Wippe und hole mir dann den Maiskolben aus der Falle, die geht aber nicht zu!“
Lilo:“ Das kann nicht sein! Stehst du denn mit den Vorderpfoten auf der Wippe?“
Nesto: „Nö, die Vorderpfoten auf dem Futternapf!“
Lilo: „Du musst mit den Vorderpfoten auf die Wippe, sonst geht hinten die Klappe nicht zu!“
Nesto: „Hm, oh, bin gerade drin, da kommt Swiffy!“
[Swiffy klatscht in die Hände]
Nesto: „Wow, jetzt habe ich mich aber erschrocken und bin vorwärts gegangen, dann war die Klappe hinten zu!“
Lilo: „Super, dann bis gleich!“

Teil 3:
Lilo: „Herzlich willkommen hier, aber jemand fehlt doch immer noch? Wer denn wohl?“
Bianca: „Ich glaube Timmy fehlt noch!“
Lilo: „Ich glaube da wird Swiffy bald der Geduldsfaden reißen!“

2 Stunden später:
Swiffy: „Timmy, ich fange hier jetzt an sauber zu machen, jetzt kommt erst der Staubsauger!“
Timmy: „Puh, der ist aber laut, willst du mich jetzt einsaugen?“
Swiffy: „Nein, natürlich nicht, du sollst dich in einen Kobel verziehen, dass ich dich zu den andern nach Husen bringen kann!“
Timmy: „Du würdest jetzt auch noch in 3. Mal nach Husen fahren?“
Swiffy: „Natürlich, oder willst du die Nacht hier alleine im Hörnchenzimmer verbringen?“
Timmy: „Neeiiinnn!!! Warte, wo kann ich hingehen?“
Swiffy: „Es sind 2 Kobel da, einfach rein mit dir!“
Timmy: „OK, ich bin sowieso knallemüde!“

[Timmy in ein Kopfkissenbezug eingepackt und ab nach Husen!]
Blogende und ich versuche mal das Wohnzimmer für die Laufstallinsassen wieder fertig zu machen, Umzug aber definitiv erst Montag nachmittag!




26.07.2026 _ Teil 1

... was ist hier denn los???

3 Uhr morgens:
Lilo (Wohnzimmer): „Was ist hier denn los?“
Plumpsi (Laufstall Essbereich): „Nix, ist doch alles ok, schau mal auf den Tacho, es ist 3 Uhr, ich kann die Bahnhofsuhr an der Decke sehen. Es ist Fütterungszeit für die Kleinen, um 0 Uhr, 3 Uhr und 6 Uhr, das ist doch alles normal!“
Lilo: „Nee, hier ist nix normal, hier stehen Boxen und Transporttaschen …“
Plumpsi: „Ok, das ist nicht normal, Swiffy geht auch irgendwie nicht mehr ins Bett, die läuft hier ganz geschäftig rum!“
Sternchen (Laufstall Essbereich): „Hej, ich will schlafen, was ist das für eine Unruhe hier?“
Risu: „Ist doch alle gut, Swiffy füttert, dann ist wieder Ruhe hier!“

[30 Minuten später:]
Lilo: „Hier ist gar nichts ruhig, vor allem riecht es hier gewaltig nach Wassermelone und Zuckermais!
Frida (Laufstall Essbereich): „Waas? Das haben wir ja noch nie bekommen! Wir werden benachteiligt!“
Lilo: „Ja und nein, ihr seid noch Milchkinder und bekommt Medis und das in Kombination mit Obst und Gemüse gibt Bauchweh, das ist schon alles in Ordnung so! Aber Wassermelone, gab es seit 2 Tagen nicht mehr, ich mach mich mal auf den Weg …!“

[Lilo tapert auf die Wohnzimmerheizung, auf der Suche nach dem Geruch der Wassermelone]

Lilo: „Oh, da vorne, ich rieche es ganz genau, Wassermelone!“ [Klong!]
Lilo: „Was war das???? Ich bin hier eingesperrt, was ist das??? Nein!!! Swiiiifffyyyy!!!!“
Swiffy: „Alles gut, keine Panik, alles wird gut, ihr geht heute alle in das Auswilderungsgehege nach Husen! Und freiwillig wollt ihr ja nicht mitkommen!“
Lilo: „Wiso sollen wir auch umziehen? Uns gefällt es hier, Schlafgelegenheiten, jede Menge Tapeten zum abreißen, Putz annagen, neue Fräskanten an die Wohnzimmermöbel, alles gut hier!“
Swiffy: „Aber ihr wollt doch irgendwann mal in die Freiheit, Bäume hochklettern, springen, in der Sonne liegen, chillen und Vorräte sammeln!“
Lilo: „Also Vorräte haben wir hier viele gesammelt, nur du sammelst die immer wieder ein, dann sind die weg!“
Swiffy: „Ich möchte nicht, dass auf meiner Couch Walnussbäume wachsen, so und jetzt wandern wir beide mal …“

Ein paar Minuten später:
Lilo: “ Wo bin ich denn jetzt schon wieder? Das ist ja megaklein hier und alles gefließt, soll ich hier wohnen?“
Swiffy: „Nein, du Dusselchen, du sollst nicht in der Lebendfalle transportiert werden, da bist du mir viel zu panisch, du wanderst jetzt aus der Lebendfalle in einen weichen Kopfkissenbezug.“
Lilo: „Waaassss? Kopfkissenbezug, diene ich jetzt als Kopfkissen?“
Swiffy: „Och Lilo, alles ist gut, du wanderst von der Lebenfalle in den Kopfkissenbezug, dann in eine Transportbox und dann nach Husen:“
Lilo: „Was ist Husen?“
Swiffy: „Husen ist ein Auswilderungsgehege, ca. 15 Minuten von hier entfernt, mit Holzkobeln, Klettermöglichkeiten, und natürlich AI, so wie ihr es gewohnt seid!“
Lilo: „Wassermelone, Zuckermais, Gurke usw. gibt es da auch?“
Swiffy: „Ja natürlich, Heiko, Susanne und die Mama von Susanne werden euch dort versorgen!“
Lilo: „Und dich sehen wir dann nicht mehr?!“
Swiffy: „Doch natürlich, ich komme immer wieder mal bei Euch vorbei, denn ich brauche ja Bilder und Videos für den Blog!“
Lilo: „Wir sind dann auch im Internet?“
Swiffy: „Ja, natürlich! Aber jetzt ab in den Kopfkissenbezug!“
Lilo: „Und was ist mit der Wassermelone hier?“
Swiffy: „Die kannst du mitnehmen!“
Lilo: „Hm, ich futter die lieber hier!“

[10 Minuten später, Lilo futtert die Melone in der Lebendfalle]
Swiffy: „Lilo, bist du fertig mit der Melone?!“
Lilo: „Ja, ich glaube schon, den Rest lasse ich für die anderen!“
Swiffy: Ok, dann jetzt rüber in den Kopfkissenbezug!“

[Lilo wandert gemächlich in den Kopfkissenbezug und wird in eine Transportbox verfrachtet.]

Sternchen: „Lilo, was ist los, du gehst?“
Lilo: „Ja, ich gehe in ein Auswilderungsgehege?“
Frida: „Das heißt, wir sehen / hören uns nie wieder?“
Swiffy: „Doch, ihr seid die nächste Gruppe, die dann nach Husen geht und ihr könnt euch im Husener Wald oder bei Heiko und Susanne im Garten treffen!“

[nach 20 Minuten Autofahrt]
Swiffy: „So, raus aus den Kopfbezügen und Decken, ihr seid angekommen!“
Lilo: „Hui, das ist ja draußen, nicht mehr Indoor, hier riecht es nach Tanne, Holz, ganz viele neue Gerüche, auch zwitschert hier irgendetwas … und dieser braune Vierbeiner, wer ist das?“
Swiffy: „Das ist Jessy, eine betagte Hundedame, sie tut euch nix, davor braucht ihr keine Angst haben!“
Lilo: „Futter, Wasser etc. bekommen wir auch?“
Swiffy: „Jetzt macht mal halblang, erkundet das Gehege … alles andere kommt!“

[1 Stunde später]
Husen an Föhrenweg: „Hej ihr Nasen im Föhrenweg, macht, dass ihr in die Fallen geht, hier ist es toll. Ein großer Mann hat Futter, Wasser und Kobelwolle gebracht, hier kann man toll klettern und springen und in der Tanne sind Eichhörnchen, die schon draußen leben. Es ist toll hier, also, ab in die Fallen mit Euch!“