23.05.2024

gute und schlechte Nachrichten …

Unser Überblick:

im Auswilderungsgehege: Tassilo, Oskar, Pfötchen, Feli, Charly, Milo, Magie
im Wohnzimmer: Oskar, Alvin, Daisy, Nisse
im Laufstall: Ücki
in Quarantäne: Coopie
in der Transportbox: Bob

Fangen wir mal mit den schlechten Nachrichten an: Coopie in der Quarantänestation geht es nicht wirklich gut. Sahen am Anfang seine Hinterlassenschaften noch gut aus, sind sie jetzt breiig/wässrig. Coopie selbst pflegt sich super toll, das Fell ist krallengekämmt und es sind – trotz Durchfall – keine Verklebungen zu sehen. Er frisst gut, mittlerweile nicht nur Pistazien, sondern auch Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Haselnüsse und Zwieback, alles was er früher auch sehr gerne gefressen hat. Das Erbrechen haben wir zumindest wegbekommen. Der Rest braucht offensichtlich Zeit, mehr Zeit als wir vermutet haben. Er ist noch lange nicht über dem „berühmten Berg“, braucht also noch gedrückte Daumen. Und seine Ohrpinsel sind einfach nur wunderhübsch …

Weiter geht es mit Ücki: Eigentlich wollten wir alle Drei ins Wohnzimmer verfrachten: Daisy, Nisse und Ücki. Ücki kam damit gar nicht zurecht. Er hat sich im Laufstall schon kaum aus der Wohnhöhle getraut, das Wohnzimmer wäre für ihn viel zu groß und zu stressig gewesen. Deshalb ist er noch im Laufstall, „noch“ alleine …

„Noch“ alleine bedeutet, dass wir gestern einen Neuzugang hatten. „Bob“, ein sehr, sehr kommunikativer Eichkater, kann vortrefflich beißen und ist ein typisches „Nachlaufhörnchen“. Eine Mama wurde in dem Garten nie gesehen, er war quasi das erste Eichhörnchen, das dort aufgetaucht ist. Wir vermuten beim Umzug „verloren“ gegangen, weil er sich zu weit von Mama entfernt hat oder Mama mit den anderen nicht gemerkt hat, dass ihr einer stiften geht. Er hat uns auch noch jede Menge Flöhe mitgebracht, bisher aber noch keine Zecken. Den Sauger fand er am Anfang doof, aber die Elektrolyte hat er sehr gerne genommen. Mit 91g und schon fast 6-7 Wochen viel zu leicht. Bevor er zu Ücki darf muss er sich natürlich erst „freitesten“. Hinterlassenschaften haben wir schon, aber wir sammeln immer von mindestens 3 Tagen und dann ist er hoffentlich nicht mehr alleine und Ücki hat Gesellschaft, wenn uns nicht seine „Laufprobe“ einen Strich durch die Rechnung macht. irgendwie „hoppelt“ er komisch, wir können es noch nicht festmachen, wahrscheinlich muss er mit Alvin am Dienstag zur TA. Kann aber auch sein, dass er nicht richtig läuft, weil er wirklich sehr untergewichtig ist. Abwarten …

Zum Wohnzimmer: Daisy macht sich superklasse im Wohnzimmer, sie ist die Erste, die aufsteht und die Letzte, die in den Kobel geht. Immer aktiv. Nisse ist noch ein bisschen schüchterlich, aber wir sehen ihn auch, vor allem am Futternapf. Oskar und Alvin sind beide schon stereo, bei Oskar müssen wir mal das weitere Verfahren mit dem Wildwald abklären, wann er ins Residentengehege umziehen kann, Alvin wartet auf seinen Zahntermin nächste Woche.

Und im Wildwald? Wenn wir morgens sehr früh (ca. 5.30 Uhr) ans Gehege kommen, sehen wir noch nicht alle. Freitag, nach Dienstschluss, werden wir erst um die Mittagszeit da sein, da können wir hoffentlich dann alle 6 beobachten: Tassilo, Oskar, Pfötchen, Feli, Charly, Milo, Magie. Deshalb sind Fotos immer Mangelware. Das Blätterdach über dem Gehege ist gut gefüllt, die Lichtverhältnisse schlecht, aber schön schattig bei den z.T. schon sommerlichen Temperaturen.

Und die Ausgewilderten? Gipsy sehen wir fast täglich, auch Fips und Coopiene sind unterwegs. Erstaunlich fanden wir, dass da auch ein paar „Kleine“ rumlaufen. Definitiv nicht von uns ausgewildert, denn in der Größe würden wir sie noch nicht nach draußen lassen. Könnte „Nachwuchs“ von Freigelassenen sein, oder Zugewanderte, oder …. Ihre Nussverstecke sieht man auch allerorts, manchmal ein bisschen „einfach“, noch nicht mal verbuddelt, das müssen sie erst noch üben:

Ansonsten ist hier munteres putzen angesagt, die ganzen Holzkobel von der Auswilderung müssen gereinigt und desinfiziert werden:

Wir haben aber auch Bilder von Gerhard und Anette bekommen. Sie haben uns ein Bild des in vollem Saft stehenden Baumhaselbaumes geschickt, der uns jedes Jahr kiloweise Baumhasel spendiert. Sehr zur Freude von uns und unseren Eichhörnchen.

Auch Looky vom Eichhörnchenforum hat uns dramatische Bilder eines Umzugs von Mamahörnchen mit Kind geschickt, dem Hörnchen dabei zuzuschauen war irgendwie nicht unbedingt ein Spaß, da ein Absturz permanent drohte und der Kleine ein echter Zappelphilipp war:

Von den „Ernst“-Findern (Ernst ist in der Pflegestelle Altena), erreichte uns diese Collage: Eichhörnchen bedienen sich in den Siedlungen auch mal gerne an Meisenknödeln und sparen auch hier nicht mit Kunststückchen, um da dran zu kommen.

Und, unser 2. Auswilderungsgehege wächst permanent weiter, gestern wurde noch der Volierendraht für den Boden geliefert:

Spannende Zeiten! Und so nebenher gibt es Anfragen für einen Podcast, werden wir um Stellungnahme zu einem TikTok-Video gebeten, usw., usw. …

Leider auch häufig Email-Anfragen von besorgen Hausbesitzern: Eichhörnchen hausen unter den Dachgiebeln, wir sollen kommen und die „da weg machen“! Erstens ist es verboten und sogar mit einem ordentlichen Bußgeld verbunden, zweitens dürfen wir als Pflegestelle / und auch kein „Privatmensch“ Eichhörnchen aus der Wildbahn entfernen, wenn sie nicht verletzt oder nicht überlebensfähig sind. Eichhörnchen, die in einem Dachgiebel leben und dort „noch“ glücklich sind (sommerliche Temperaturen werden sie da schnell vertreiben, weil es kochend heiß wird) da dürfen weder die Hausbesitzer noch wir „dran“. So mancher Hausbesitzer / Mieter möchte das nicht hören, aber da gibt es für uns keine Möglichkeit. Wir können immer nur anraten, dass, nach dem Auszug der Eichhörnchen, das Dach entsprechend abgedichtet wird. Das kostet aber Geld und wird deshalb häufig dann nicht gemacht. Schade … Auch das Aufhängen von Ausweichkobeln finden viele Gartenbesitzer doof, die Wildtiere sollen „einfach weg!“. Hm, weiter möchten wir uns dazu nicht auslassen. Uns wurde eine Beschwerde beim Veterinäramt angedroht, aber der sehen wir relativ gelassen entgegen.

19.05.2024

2 Tage und schon wieder so viel passiert: Aktuelle Übersicht:

im Auswilderungsgehege: Tassilo, Oskar, Pfötchen, Feli, Charly, Milo, Magie
im Wohnzimmer: Oskar, Alvin
im Laufstall: Daisy, Nisse, Ücki
in Quarantäne: Coopie

Wir fangen mal „von oben“ an. Dass der Auszug der 6 „von 8“ Wohnzimmerhörnchen nicht einfach wird, war uns klar, viele Wartestunden und vor allem immer die bange Frage, sind die Richtigen in den Boxen, Alvin und Oskar sollten ja bleiben. Da keiner von ihnen mehr handzahm ist, ziemlich tricky. Um es kurz zu machen, um 17 Uhr waren 5 von 6 im Wildwald. Nummer 6 von 6 – nämlich Tassilo – war, als wir vom Wildwald zurück kamen, in der Box, also eigentlich sofort wieder los fahren. Da war es aber schon nach 18 Uhr, da bringt man kein Hörnchen mehr raus. Also ging er heute morgen in den Wildwald, 5 Uhr. Alle sind dort angekommen, hier sieht es noch aus wie in einer Reihenhaussiedlung.

Das ist aber ok so, die Häuschen kennen sie als Übernachtungsmöglichkeit und bleiben noch ein paar Tage stehen, bis sie sich in die Wandkobel „verzogen“ haben, die liegen „höher“. Teilweise, bei sehr warmen Wetter, wird in der Hängematte geschlafen. Das dürfen sie selbst entscheiden. Sie lernen jetzt mal Wind und Wetter kennen, auch gerade das Gewitter, das über Unna tobt, gehört zur Ausbildung in der Waldschule dazu.

Nebenbei sieht man ja auch die anderen ausgewilderten, Chipsy kam uns heute morgen an der Außenfutterstation entgegen, ganz selbstbewusst geht sie da rein, holt sich eine Nuss und verspeist die gemütlich über dem Gehege …

So, kommen wir zum Wohnzimmer, gaaaannnz ruhig mit dem Auszug der 6. Alvin hat seinen nächsten Zahntermin am 28.05.2024 um 09.30 Uhr. Aber ehrlich, wir haben uns die Zähnchen gestern angeschaut, sieht nicht gut aus, leider … wir können ihn aber auch nicht mehr länger „halten“, es ist für ihn und für uns ein unheimlicher Stress ihn zu fangen, Zähnchen zu knipsen und wieder gehen zu lassen. Und, lt. Gesetz – so schlimm wie es ist – Tiere, die nicht wildbahnfähig sind, müssen euthanasiert werden. Aber, die Entscheidung treffen nicht wir, das macht unsere TA.

Ähnlicher Fall Oskar. Da ist die Sachlage aber ein bisschen anders. Er ist absoluter Selbstversorger, nur die rechte Vorderpfote setzt er mit einer „Faust“ auf, sprich, er spreizt die Krallen nicht. Er kann eigentlich klettern und sich festhalten, aber irgendwie tut er es nicht. Er ist ein typisches Residentenhörnchen. Er wird voraussichtlich in dern nächsten Woche in das neu umgebaute Residentengehege im Wildwald wechseln, in dem unsere Lilly fast 1 1/2 Jahre lebte. Vielleicht, ganz vielleicht, lernt er in Wochen/Monaten am Casanet seine Pfote richtig zu gebrauchen und auch zu springen. Dann hätte er immer noch die Chance nach draußen zu kommen, das Wohnzimmer bringt ihn aktuell nicht weiter.

Unser Laufstalltrio, angeführt von Daisy, die sofort wie die Tür aufgeht, ins Arbeitszimmer raussprintet. Für sie wird es bald Zeit ins Wohnzimmer umzuzuiehen, Nisse und Ücki brauchen noch ein bisschen. Nisse tobt ab und zu mal mit Daisy durch den Laufstall, traut sich aber noch nicht raus. Ücki ist noch ein bisschen „hinterher“. Sie sollen alle ihre Zeit bekommen, die sie brauchen. Wir drängen sie nicht. Letztendlich müssen alle am 17.06. ausgezogen sein, dann geht es für uns auch mal in den Urlaub. Aber das sind noch 4 Wochen, wir wissen, da kann viel passieren.

Weiter geht es mit unserem hochgradig ansteckenden, geliebten Coopie. Jedes Mal wenn wir ihn sehen, sind wir erschüttert über die Entwicklung. Er war so ein toller, propperer Eichkater, lebenslustig, immer zu einer Kapriole fähig und jetzt? Müde, schlapp … Ok, es ist der 3. Tag der Behandlung, der 4. ist im allgemeinen auch noch übel, dann sollte es aufwärts gehen. Wir sind froh, dass er wieder frisst und trinkt, wenn auch eigentlich nicht das, was er sollte. Er trinkt Milch mit Medies und fast nur seine geliebten Pistazien (ungesalzen!). Und ja, Pistazien sind keine reguläre Eichhörnchennahrung, das wissen wir auch. Aber, wir sind froh, dass wir irgendetwas an Kalorien in ihn hineinbekommen, das er nicht „auskotzt“ und uns nicht noch weiter abmagert. Kryptosporiden sind ätzend. Die Antibiotika sind nicht gut für die Darmflora und doch müssen wir was in ihn hineinbekommen. Deshalb, wir wissen, dass das kein Eichhörnchenfutter ist, aber es hilft vielleicht ihn am Leben zu erhalten, er frisst sie so gerne!!!
Und, irgendwie scheint Coopie den Blog gelesen zu haben, beißt nicht mehr, nimmt gerne alles, was wir ihm anbieten. Die neu gekaufte Quarantänestation macht es uns aber auch sehr viel leichter ihn zu versorgen und gleichzeitig noch unser Badezimmer benutzen zu können. Er braucht aber noch fest gedrückte Daumen, morgen wird bestimmt noch mal schlimm, aber wir hoffen weiter. Coopie, du musst kämpfen!!!

„Deine Quarantänestation ist noch spärlich ausgerüstet, bis auf die Hängematte, alles Wegwerfartikel (die Müllsäcke stapeln sich im Keller). Aber du schläfst auch sehr viel. Sobald es dir besser geht, gibt es auch mehr Inneneinrichtung“.

Dann hatten wir gestern noch eine Neuaufnahme aus Unna, adultes Mädel „Heidi“, mit Zitzen in Betrieb. Den Kobel dazu haben wir nicht gefunden und die Eichkatze hat es leider nicht geschafft. Sie hat, wie so oft, zu spät Hilfe gesucht, saß auf der Wiese und ließ sich einfach so einpacken. Schade. Wo der Nachwuchs ist/war wissen wir nicht.

Und, noch zum Abschluss, die Kalendersaison 2025 ist eröffnet:

17.05.2024

Ein Tag Urlaub und ganz viel „Druck“ raus …

Ein Tag „Rödelurlaub“ kann ganz schön erleichtern. Los ging der gestrige Tag um 5.30 Uhr damit, dass das Auswilderungsgehege im Wildwald Vosswinkel noch vor Besucherstart desinfiziert wurde. Dabei konnten wir Coopiene, Fips und Chipsy sehen sowie 2 weitere Hörnchen, die sich fit und munter um das Gehege tummeln.

Danach war die morgendliche Fütterungsrunde angesagt. Die WohnzimmerWG sind autarke Selbstversorger, sie bekommen ihr Futter schon mit dem Zimmerservice abends (das mitunter nachts um 23 Uhr schon lautstark angeknabbert wird).

Danach haben wir Ücki zu Daisy und Nisse gesetzt, in den großen Laufstall. Irgendwie waren alle Hörnchen ein bisschen verdutzt, klappt aber. Ücki ist freundlich aufgenommen worden, bekommt noch ab und an eine Milch (Daisy mag die auch noch sehr gerne, Nisse will keine Milch, dafür Nussbrei) und so ist man permanent am Werkeln. Ücki ist noch mehr in der großen Katzenhöhle, er braucht noch ein paar Tage. Daisy ist schon um einiges Weiter, Tür auf, Daisy raus und ab ins Homeoffice. Nisse bleibt lieber noch im Laufstall. Das ist alles in Ordnung so, sie holen sich den Freiraum, den sie „wollen“.

Dann kam das Projekt „Quarantänestation“. Dank Ramona (Tassilo-Finderin) noch mit vielem Zubehör am Dienstag abend schon abgeholt, gestern der Aufbau. Da kommt man größenmäßig schon an seine Grenzen und muss sich Leiter und Hocker zum ein-/aussteigen bereitlegen.

Es handelt sich um einen Vogelkäfig, auf Rollen, der teilbar ist. Beim Kauf hatte ich eher daran gedacht, dass man 2 Hörnchen in der Quarantänestation halten könnte. Im laufenden Betrieb hat sich die Absperrung „dazwischen“ als super praktisch erwiesen. Coopie nach links, Absperrung, dann kann rechts sauber gemacht werden. Coopie nach rechts, dann wird links sauber gemacht. Klappt gut. Coopie nimmt durch das Gitter seine Medies und beißt nicht mehr (der Ehering musste schon von der rechten Hand nach links wandern, ging gar nicht mehr). Seine Hinterlassenschaften sehen schon wieder eher nach Eichhörnchen aus und übergeben hat er sich auch nicht mehr. Er knabbert auch schon wieder. Gutes Zeichen. Wir hoffen, dass es mit ihm bergauf geht, wir ihn durchbringen und er den Wildwald durchforsten kann.

Und der Tag ging weiter, um 15 Uhr der sehnlichst erwartete Anruf, der Gehegebauer ist da. Also ab nach Kurl und beim Ausladen helfen. Am Montag bestellen wir das Casanet und dann geht es auch da weiter…

Und letztendlich bei den ganzen Um-/Aufbaumaßnahmen abends noch die komplette Wohnung gewischt, 4 Waschmaschinen verarbeitet usw…. aber jetzt ist Wochenende … und … die nächsten Hörnchen werden aus dem Wohnzimmer ausziehen. Aber auch da, mussten wir Hand anlegen. Werner hat für die beiden Häuschen noch Klappen montiert, ohne die wird die Auswilderung wohl nicht gehen. Auch das „mal eben“ … die Sturmhaken müssen auch noch dran, aber da scheitert es an dem Dachüberhang, da muss eine andere Lösung her.

Unser Kühlschrank sieht eher aus wie in einer Arztpraxis …

Aber, habt ihr die Steine purzeln hören …. im nächsten Blog dann wieder Hörnchenbilder, dafür war der Tag einfach nicht „geeignet“!

16.05.2024

Eine „Message“ an Coopie …

„Mein lieber Coopie,
Du bist am 15.03.2024 zu uns gekommen, gerade mal 4 Wochen alt, 98g, warst schlecht zurecht, Mama verloren, du hast Hilfe gesucht und sie bei uns bekommen. Du bist in den folgenden Wochen ein stattlicher Eichkater geworden, hast mit Coopiene, Fips und Chipsy am Kratzturm im Wohnzimmer getobt, bist auch noch gerne zu uns zum Spielen gekommen, hast dir eine Pistazie abgeholt, dich kurzzeitig in die Hand gekuschelt oder mit unseren Fingern gespielt. Am 04.05.2024 ging es für euch zusammen in den Wildwald, am 12.05.2024 in die Freiheit des Luerwaldes. Keine 4 Tage später kamst du zurück ins Gehege, sichtlich weniger Gewicht mit Durchfall und Erbrechen. Ich habe dich im Hängekobel wieder nach Unna zurückgebracht, weil du Hilfe gesucht hast und ich sie dir geben wollte. Mir fällt es sehr aktuell sehr schwer dir die Hilfe zu geben. Du beißt, richtig tief und fest, ohne Vorwarnung, du willst Medies nicht akzeptieren und bist völlig unkooperativ. Meine rechte „Pfote“ aktuell fast nicht mehr brauchbar, alle Gelenke geschwollen. Ich weiß, du hast Angst, du bist angeschlagen und du brauchst Hilfe. Nur wie soll ich Dir die geben, wenn ich mit blutenden Händen das Bad verlasse und das für 21 Tage! Bitte lieber Coopie, lass dir doch helfen, ich möchte dich nicht verlieren ..!!!“


Es ist menschlich unverständlich und wirklich sehr bitter, warum Coopie so reagiert, obwohl er uns kennt, aber mit der Auswilderung ist er ein Wildtier geworden und hat keinen Bezug mehr zu ehemaligen Milchgebern. Für den Auswilderungsprozess super, in dem Fall, bei einem Zurückkommen, eine Katastrophe, zumal wir Zweibeiner uns dann fragen „Warum kommt er zurück, wenn er sich nicht helfen lassen will?“ Ich weiß es nicht, wirklich nicht, und es tut so unendlich weh das zu erleben.

15.05.2025 – Teil 2

die letzten 24 Stunden …

waren mal wieder das, was man nicht haben muss …

Um 09.30 Uhr hatten wir einen Zahntermin mit Alvin, absoluter Wackelkandidat, die Zähne stehen nicht so wie „normal“, das ein oder andere Hörnchen gewöhnt sich daran, nagt etwas schief, alle Zähne nützen sich ab, sprich „wildbahnfähig“. Alvin hat es bisher noch nicht geschafft, also heute wieder ein Termin. Gestern abend haben wir mit dem „Einfangen“ begonnen, wie schon beschrieben, nicht einfach, aber, wir wissen, wo Alvin sich am Liebsten zur Ruhe „bettet“ und genau da haben wir ihn gefunden und in eine Transportbox verfrachtet, gefiel ihm gar nicht, wurde lautstark kommentiert, aber, irgendwann war in der Box Ruhe / Abendruhe. Bei der TA hat er auch noch mal richtig „Zappes“ gemacht, Zähne, vor allem der linke untere Schneidezahn, alle noch mal gekürzt. Unsere TA ist mit „Euthanasie“ sehr restriktiv, sie versucht immer noch mal was. Also, Alvin wieder zurück ins Wohnzimmer, nächster Termin am 28.05. wieder um 09.30 Uhr …und weiter hoffen und Daumen drücken.

Gestern abend wollten wir aber auch das Auswilderungsgehege endlich desinfizieren. Bei der Ankunft waren immer noch 2 Hörnchen von Samstag drin. Fips hat ganz schnell den Ausgang gefunden und ist in den Luerwald abgeflitzt, ein „Dunkler“ blieb im Gehege. Ich konnte ihn irgendwann in der Hängematte „stellen“, ab in den noch verbliebenen Hängekobel und nach Hause, da ist was nicht in Ordnung. Hat ihm nicht gefallen, aber extrem gewehrt hat er sich auch nicht. Es stellte sich als Coopie heraus. Unser Coopie, unser super lieber Eichkater, der nach Herzenslust durch das Wohnzimmer und das Gehege sprang. Innerhalb von 3 Tagen an Gewicht verloren, übergibt sich und hat Durchfall. Da schrillen bei uns alle Alarmglocken und die haben sich leider bestätigt. Er hat sich in der kurzen Freiheit irgendwo Kyptosporidien und Clostridien eingefangen (aktuell werden ja auch die Felder mit Gülle gedüngt, was für unsere Wildtiere ein Potporrie an Erregern bietet). Für uns die Vollkatastrophe. Ein erwachsenes Eichhörnchen solch einer Antibiotika-Tortour zu unterziehen, nicht gut, weder für uns, noch für das Eichhörnchen. Aber Coopie will leben, beißt kräftig zu usw.

1. Maßnahme … Medies, Flüssigkeit, Nahrungsergänzungsmittel zum Aufbau der Darmflora, wie im Behandlungsplan beschrieben.

2. Maßnahme: wir haben es vernachlässigt, wir brauchen für das Badezimmer eine Quarntänestation, beim Futterhaus geordert, können wir heute abend – auseinandergebaut – abholen. Dann können wir auch weiterhin unser Badezimmer benutzen und haben eine ordentliche Abtrennung zu den anderen Hörnchen. Die Station ist „zweiteilig“,. d.h. theoretisch könnten da auch 2 Hörnchen versorgt werden. Wo wir das alles im Keller – im Winter – außerhalb der Eichiesaison- unterbringen, keine Ahnung, kümmern wir uns im Oktober darum …

Weitere Neuigkeiten in der Station: Ücki haben wir versucht zu Daisy und Nisse zu setzen, gefällt ihm noch gar nicht, so weit ist er noch nicht. Also bekommt er noch ein paar Tage in seinem kleinen einfachen Laufstall, da fühlt er sich wohl, trinkt brav seine Milch, nimmt täglich ein paar Gramm zu. Täglich finden wir bei Ücki immer noch Zecken, aber so langsam sollten wir sie alle abgezupft haben, es waren mind. 30 – bisher. Für so ein kleines Tier, verdammt viel und die Viecher saugen ja auch einiges an Blut ab, deshalb, kein Wunder, dass er noch ein bisschen „schwach“ drauf ist.

Morgen ist ein Tag Urlaub angesagt, wobei „Urlaub“ relativ ist. Das Auswilderungsgehege wird desinfiziert, die Quarantänestation aufgebaut und das neue 2. Auswilderungsgehege geliefert, dazwischen noch die Hörnchen versorgt. Hat irgendwie so gar keinen Bezug zu „Urlaub“, aber, so ein Tag nimmt den „Druck“ raus, erleichtert hoffentlich und ist damit unbezahlbar. Wir berichten … am Freitag!

15.05.2024 – Teil 1

... „gerupfte“ Hörnchen …

Aktuell erreichen uns auch viele Anrufe zu „gerupften“ Eichhörnchen. Ja, sie sind, vor allem die Mamas, die Nachwuchs hatten/haben, im Fellwechsel und sehen, wie unsere gefiederten Gesellen, mitunter sehr „gerupft“ aus. Mal ehrlich, wir laufen auch nicht mehr im Wintermantel rum, d.h. es wird Zeit, dass sie das dicke Winterfell abwerfen. Das ist also durchaus normal. Der Fellwechsel ist enorm belastend für die Tiere, sie brauchen jede Menge Proteine, damit das neue Fellkleid/Gefieder sich ausbilden kann. Die Natur bietet zwar aktuell schon einiges, aber die Zerstörung der Lebensräume trägt seinen Teil dazu bei, dass sie eben nicht mehr alle Nährstoffe finden. Im Allgemeinen schaffen es aber unsere Wildtiere …

Wenn ein Eichhörnchen so aussieht wie im linken Bild, ist das natürlich nicht normal. Das Bild ist vom Februar, das rechte Bild aktuell. Ardilla, vom Eichhörnchenforum, hat es geschafft, ihr „Hedi“ ein Antiparasitikum auf das Fell zu geben, bei einem Wildtier nicht einfach und hat sie einiges an Nerven und Zeit gekostet, aber jetzt / heute sieht sie wieder toll aus, noch mit „Kragen“ aber das wird!

Vielen, vielen Dank für die Bilder!

14.05.2024

„Ücki“ aus Bönen …

Am Sonntag erreichte uns ein Notruf aus Bönen, älterer Herr, nicht mobil (der Akku seines Elektroscooters hätte nicht für die Fahrt von Bönen nach Unna und zurück gereicht). Ein Eichhörnchenjunges sitzt seit dem Vormittag im Blumenkasten, 3. OG, verdammt hoch. Wir fahren hin. Das Eichie konnten wir im Blumenkasten behutsam aufgreifen und in eine Transportbox setzen, es wehrte sich in keinster Weise. Heute haben wir den 14.05. und „Ücki“ hat die ersten beiden Nächte gut überstanden, ca. 6-7 Wochen, nur 105 g (am 12.05.) und ganz viele „Mitbewohner“. Wir haben die Biester mal unter das Microskop gelegt, nur wollen nicht alle “ sitzen bleiben“.

An der Auflösung arbeiten wir noch, es fehlt noch eine Reduzierlinse!

Aber jetzt zurück zu unserem Neuzugang. Mittlerweile bringt er 115g auf die Waage, hat den „Schnelltest“ negativ bestanden, d.h. er könnte zu Daisy und Nisse.

Aber, solange wir nicht sicher sind, dass er „biesterfrei“ ist – es tauchen täglich Zecken auf, z.T. so klein, dass wir warten müssen, bis wir sie entfernen können – , ist er jetzt in den kleinen Laufstall von Daisy und Nisse umgezogen. Daisy und Nisse haben jetzt den großen Laufstall mit 1,20m Durchmesser und gewöhnen sich an den größeren Freiraum.

Und, soeben kam die telefonische Nachricht: am Donnerstag wird unser Gehege geliefert!!! Wir sind bei der Anlieferung natürlich dabei!

12.05.2024

Resümee der letzten Tage:

im Auswilderungsgehege: fast keiner mehr
im Wohnzimmer: Tassilo, Oskar, Pfötchen, Alvin, Feli, Charly, Milo, Magie
im Laufstall: Daisy und Nisse

Wir fangen mal in der Liste von oben an. Heute morgen gegen 6.30 Uhr haben wir die Gehegetür geöffnet und Coopie, Coopiene, Fips und Chipsy den Weg in die Freiheit des Luerwaldes offen gemacht. Chipsy, die Jüngeste von den Vieren, war als erstes draußen, danach kamen Fips und Coopiene. Coopie will offensichtlich verlängern, er wollte heute morgen noch nicht raus. Aber, die Auswilderungsklappe ist geöffnet, er kann jederzeit raus, die anderen natürlich auch wieder rein. Heute abend fahren wir noch mal hin, sollte Coopie noch immer drin sein, schließen wir über Nacht die Auswilderungsklappe, damit nicht ein Marder und/oder Wildkatze zu ihm eindringen kann und öffnen die Klappe dann morgen früh wieder. Ein ziemlicher zeitlicher Aufwand, aber nicht zu ändern. Wir wollen unsere Pfleglinge ja nicht den Feinden auf dem Präsentierteller servieren. Hier noch die letzten Bilder aus dem Gehege, Videos folgen, auch von der Auswilderung …

Chipsy in den Tannen ♥♥♥

Viel Glück für Euch vier, passt auf Euch auf, wir hoffen, wir sehen Euch in den nächsten Tagen noch in der Nähe des Geheges. Ihr seid ein ganz tolles Team!!!

Im Wohnzimmer (Tassilo, Oskar, Pfötchen, Alvin, Feli, Charly, Milo, Magie) herrscht ab ca. 5 Uhr reges Treiben. Da wird geklettert, gefaucht, gefuttert (um 11 Uhr müssen die Futterschalen neu gefüllt werden), aber ab ca. 17 Uhr ist gespenstische Ruhe, keiner mehr draußen. Erst wenn der Zimmerservice beim Reinigen den ein oder andern Puschel noch mal aufscheucht … Keine/r von ihnen ist noch handzahm oder kommt zu uns zum spielen, deshalb wird es auch für sie Zeit ins Auswilderungsgehege zu wechseln. Auf 3 von ihnen müssen wir noch achten/warten:

Alvin hat nach wie vor sein Zahnproblem, am Mittwoch noch mal ein Termin bei der Tierärztin. Milo ist superscheu (faucht was das Zeugs hält, wenn ihm ein Artgenossen zu Nahe kommt), ähnlich wie Feli damals, kommt mit Artgenossen nicht zurecht. Bei Feli hat sich das mit den Tagen jetzt gebessert, wir hoffen auf die gleiche Entwicklung. Oskar setzt zwar seine verletzte Vorderpfote auf, klettert und springt aber noch nicht. Er könnte ggfs. ins Residentengehege.
Unser Problem: wie fangen wir die Kandidaten, die so gar nichts mehr von uns wissen wollen, ein und zwar dann auch die richtigen? Das wird ein echtes Problem. Denn, gestern hat es Charly über die Absperrung geschafft und kam uns nach dem Einkaufen in der Küche entgegen gelaufen. Wir konnten ihn im Obergeschoß im Bad „einsperren“ und dann mit dem Kescher fangen. Das Badezimmer hat nur 6 qm, das Wohnzimmer 23qm. Wir müssen uns was einfallen lassen. Als Erstes für Alvin, der am Mittwoch noch in eine Transportbox muss. Wird spannend!!!

Daisy hat endlich einen Spielpartner bekommen. Nisse konnte sich „freitesten“ und sie dürfen nun zusammen wohnen. Aktuell noch im kleinen Laufstall, in den nächsten Tagen werden sie in einen größeren Laufstall umziehen, wenn sie agiler und kletterfreudiger werden. Sie werden die Letzten sein, die wir vor unserem Urlaub auswildern. Wir machen trotzdem noch Erstversorgung von Neuankömmlingen, versuchen aber alle Eichies, die altersmäßig nicht zu den Beiden passen, in andere Pflegestellen zu verschieben. Das klappt im Normalfall ganz gut, denn auch die anderen Pflegestellen gehen irgendwann in den Urlaub und sind dann darauf angewiesen, dass ihre Hörnchen übernommen oder ausgewildert werden.

Leider ist Nisse noch ein kleiner Wackelkandidat. Milch mag er mittlerweile gar nicht mehr, dafür aber Butterkeks und Steffi’s Spezialpampe, bestehend aus „Apfel-Banane-Babykeks-Gläschen“ verwurschtelt mit gemahlenen Haselnüssen und unserer Eichietrockenmilch von FoxValley, das schlappert er gerne. Er macht nach wie vor einen müden Eindruck und wir hoffen, dass Daisy so ein bisschen „mitziehen“ kann.

Und was macht unser Keller? Die Nussvorräte leeren sich, ist aber auch „normal“, wir sind mitten in der Saison, Vorräte sollten aber auch erst mal reichen.

Und jetzt möchten wir uns noch bei Peter aus Braunschweig bedanken, der uns eine großzügige Spende überlassen hat, sie wird in das 2. Auswilderungsgehege fließen.

Allen einen schönen Sonntag, hier in Unna ist das Wetter herrlich!

09.05.2024

Wie machen wir jetzt weiter?

Niffler haben wir mit einem Butterkeks, den sie so liebte, gestern begraben. Schlimm. Für uns nach wie vor unfassbar, aber wir können es nicht mehr ändern.

Gleichzeitig kam am 07.05. noch „Nisse“ an, Eichkater, ca. 6-7 Wochen, Oberzähne durchgebrochen und eine echte Flohherberge! Gewicht definitiv zu wenig für sein Alter, aber sonst scheint er fit zu sein. Die erste Nacht ist immer hakelig, denn da finden die Neuankömmlinge den Sauger doof, die Milch doof, angepackt zu werden ist auch nicht schön und überhaupt, die Geräusche in einer Wohnung sind für Wildtiere nicht normal. Jetzt, über 24 Stunden später, können wir sagen, Nisse trinkt sehr gerne seine Milch, lässt sich anpacken etc. Er musste allerdings gegen die Flöhe behandelt werden. Erst mit einem Mittelchen, dann haben wir ihn mal ordentlich mit Kokosöl eingerieben, das hilft gegen den Juckreiz, die Flöhe können sich an ihm – vielmehr seinem Fell – nicht mehr halten und springen dann mal eben auf uns über. OK, ist uns auch nicht Recht, aber Hauptsache, weg vom Hörnchen. Aktuell sitzt Nisse natürlich noch in der Transportbox in Quarantäne und muss warten, bis er sich „freitesten“ kann. Dazu brauchen wir eine ausreichende Menge an Hinterlassenschaften. Pipi sieht gut aus …

Und genau da ist unser Problem. So sieht es aktuell aus:

im Wohnzimmer: Tassilo, Oskar, Pfötchen, Alvin, Feli, Charly und Milo
in Quarantäne: Nisse
im Laufstall 1: Daisy
im Laufstall 2: Magie (mit ehemals Niffler)

3 Einzeltiere, genau das, was wir nie wollen. Auf Nisse müssen wir warten, da kommen wir nicht umhin, Quarantäne ist Pflicht. Aufgrund des Alters werden wir wohl Magie mit ins Wohnzimmer nehmen und dann Nisse und Daisy „vergesellschaften“. Dann sind im Wohnzimmer wieder 8 Hörnchen und im Laufstall 2 Puschelohren, das sollte so hinkommen. Da wir im Juni für 1-2 Wochen in den Urlaub fahren müssen wir sowieso jetzt rückwärts gehen bzw. bei den Eichhörnchenvermittlungen vorwärts gehen, dass wir „hörnchenfrei“ werden. Spannend, wie immer.

Aber, jetzt erst mal Bilder von Nisse:

Ein großes Dankeschön an die Finder, die uns in dem Bangen um Niffler den Eichkater gebracht haben!!!

Und morgen geht es dann weiter mit den nächsten Berichten über unsere Hörnchen …

07.05.2024

Niffler – fast ohne Worte

Es fällt schwer was dazu zu schreiben, weil Niffler vor ca. 2 Stunden über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Völlig überraschend und erinnert uns an unseren Sweety, dessen Blase aufgrund von Harngries geplatzt ist …

Was ist passiert? Gestern noch tobte sie mit Magie durch den Laufstall und tagsüber auch durch den Sportraum, gefressen, geknabbert, geköttelt, alles gut. Niffler war seit 16.04.2024 bei uns, direkt aus Unna von ganz, ganz lieben Findern, hat sich von 80g auf 129g hochgefuttert, Entwicklung sah super gut aus.

Heute um die Mittagszeit saß sie völlig apathisch, Nase auf dem Boden, mitten im Raum … das ist kein typisches Eichhörnchenverhalten. Auch als wir das Zimmer betreten haben, keine Reaktion. Da stimmt was nicht. Sofort aufgenommen und festgestellt, dass die Körpertemperatur nicht in Ordnung war … also ab auf die Wärmeplatte. Sie hatte kein Durchfall, konnte ganz normal klettern und hoppeln. Pipi war ok, kein Grund zur Sorge, aber sie war schlapp unterwegs, d.h. 2m gehoppelt, dann saß sie da und „pumpte“ nach Luft. Gar nicht gut. Wir spekulierten auf alles Mögliche, fragten auch noch bei einer befreundeten Pflegestelle nach usw.. Wir waren unsicher, also bei unserer TA angerufen und versucht noch für heute einen Termin zu bekommen. War auch möglich, wir wurden mal wieder „mal eben“ dazwischengeschoben, auch hier ein ganz lieben Dank an unsere TA, die das alles mitmacht. Diagnose: Darmverschluss, es gibt kaum was Schlimmeres … wir haben alle Register gezogen, eine weitere TA hinzugezogen, Darmverschluss bei Nagern ist ganz übel. Warum? Auch bei uns Menschen wird ein Darmverschluss ganz schnell lebensbedrohend. Eichhörnchen haben einen viel kürzeren Darm und damit eine noch kürzere Verweildauer des „Eßbaren“, sprich, wenn es sich da staut, dann staut es sich in einem kleinen Darm viel, viel schneller als bei uns Menschen. OP unmöglich, wir hatten nur eine Chance, mit Medies von oben und anal von unten die Verstopfung lösen. Natürlich mit Schmerzmittel für Niffler, wir wissen selbst, wie weh das tun kan. Um es kurz zu machen, es hat nicht funktioniert. Leider melden Wildtiere immer erst sehr spät, wenn sie Probleme haben und dann auch nicht „welche“. Es ist häufiger unklar und gleicht einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Und trotzdem, die eigenen Vorwürfe und Gedanken bleiben. Was haben wir falsch gemacht? Niffler und Magie waren schon „Selbstversorger“ mit Futter und Wasser im Laufstall, mit Freilauf usw.. Wenn mehrere Hörnchen zusammensitzen kann man nicht mehr kontrollieren wer, was, wieviel trinkt und frisst. Wir können die Hinterlassenschaften und Pipiflecken kontrollieren, aber wer die gemacht hat, sehen wir meist nicht. Eichhörnchen komplett getrennt aufziehen, geht gar nicht, das gibt Fehlprägungen wie wir das gerade bei Feli sehen.

Wie hätten wir es schneller erkennen können??? Fragen über Fragen, es kreiselt im Kopf. Wie können wir das künfitig vermeiden? Das Ganze begleitet von einem Wasserfall an Tränen, Niffler war so eine Liebe, wir wähnten sie schon im Wildwald … und… und … es zeigt uns mal wieder, man kann nie sicher sein, auch wenn alles gut läuft, dass man die Hörnchen auswildern kann und sucht deshalb schon verzweifelt nach Verbesserungsmöglichkeiten.

Niffler wird es leider nicht mehr helfen. Es war nach den ganzen Jahren unser erstes Hörnchen mit Darmverschluss. Was uns total erschüttert, ist die Schnelligkeit mit der es abwärts ging und dass die Hörnchen das so spät „anzeigen“. Aber das ist in der Wildnis so, alle Wildtiere dürfen Schwächen nicht zeigen, denn dann sind sie „angreifbar und verletzlich“.

Wir danken Annemarie und Daniel für die lieben Worte und die Unterstützung. Niffler wird morgen mit Butterkeks begraben, sie mochte sie so sehr. In der Station müssen wir jetzt komplett umplanen, denn wir haben plötzlich 3 Einzeltiere sitzen: Magie, die Lebensabschnittsgefährtin von Niffler, Daisy und unseren Neuzugang aus Unna Massen. Aber darüber berichen wir, wenn wir wieder zur Ruhe gekommen sind.

Hier noch zwei Bilder von Niffler

„Mach es gut, da oben werden dich ganz viele Eichhörnchen erwarten…!“