| unser hörnchenBlog|zuletzt aktualsiert am 19.11.2020 Hier gibts eine Übersicht über unsere bisherigen Hörnchen

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Bis vor kurzem gab es hier Berichte über unsere aktuellen Gäste - ich habe eingesehen, dass ein umfassender und zuverlässiger Hörnchensupport in einer Mietwohnung für mich nicht möglich ist. Nichts desto trotz haben wir eine Menge Wissen und Kontakte gesammelt, die vielleicht der Hörnchensache noch nützen können, und daher möchte ich die Seite weiter online halten und vielleicht können wir in der einen oder anderen Situation noch behilflich sein.

Zur Zeit (am 15.06.2020) leben unsere 8 Eichhörnchengäste aus diesem Jahr im Wildwald Voßwinkel, zunächst berichte ich erst einmal über die aktuelle Situation dort, die eine oder andere Anekdote ist erzählenswert. Unser "bisheriges Außengehege" dort wird von einem Buntfalken bewohnt, so dass es nicht für unsere Hörnchen zur Verfügung steht, sie müssen vielmehr ins "Residentengehege", in dem die Hörnchen-Dauergäste des Wildwaldes untergebracht sind.

Der Status quo:

15.06.2020

Am 01.05.2020 haben wir Ole und, Bob und Schoko in den Wildwald gebracht, die drei waren so weit und wir brauchten den Platz im Wohnzimmer für die anderen fünf (Mel und Päppi, Gudrun, Gundel und Guddi). Die beiden Jungs haben sich sofort eingefunden in das Außengehege dort, Ole in seiner naßforschen Art hatte gar keine Probleme, im Umgang mit den Dauerinsassen dort gabs mal ein Gefauche oder die eine oder andere Lasche wurde verteilt, da musste auch mal eine Nuß oder ein Kobelplatz verteidigt werden, rückblickend kann man sagen, dass das alles friedlich und gesittet ablief.
Ole und Bob 2020 im Außengehege
Ole und Bob 2020 im Außengehege
Ole und Bob 2020 im Außengehege
Bob 2020 Auswilderung
Bob 2020 Auswilderung
Ole 2020 Auswilderung


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Ole kam vom ersten Tag an zu uns ans Gehegegitter und ließ sich von uns füttern, das kannten wir von allen anderen Hörnchen, die wir bisher dorthin gebracht hatten, nicht. Bob ließ sich später mitziehen, die beiden teilten sich immer einen Kobel und spielten miteinander. Schoko war genau so distanziert wie zu den Wohnzimmerzeiten bei uns, man bekam sie nur ganz selten zu sehen.
Ole 2020
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020


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Alle drei entwickelten sich prima, sie wurden stattliche Hörnchen, verbesserten ihre Kletter- und Springkünste und legten auch ordentlich an Muskeln zu. Als wir Platz im Gehege für die fünf aus unserem Wohnzimmer brauchten, konnten wir Ole, Bob und Schoko beruhigt auswildern, sie waren so weit. Allerdings sah Schoko das ganz anders, sie wollte partout nicht aus dem Gehege, so gingen Ole und Bob allein, und Schoko sitzt heute noch drinnen. Das war Himmelfahrt 2020, am 21.05., und am 23.05. brachten wir die fünfer-Combo in den Wildwald, die drei Tage brauchten, um ihre panische Angst zu verlieren und sich mal ein wenig im Gehege zu bewegen. Es war ein zutiefst deprimierender Anblick, die fünf im Gehege dicht aneinander gedrängt zu sehen, die sich auch nicht für das tollste Leckerli aus ihrer Starre lösen wollten.
Guddi 2020 im Außengehege
Gudrun 2020 im Außengehege
Päppi 2020 im Außengehege
Ole und Bob 2020
Ole und Bob 2020
Ole und Bob 2020


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Ole und Bob hingegen hat das Gehege wohl so gut gefallen, dass sie fortan täglich zwei Mal, nämlich früh Morgens und gegen Abend, wenn der Besucherandrang nachließ, zum Gehege kamen, dort von außen am Gitter herumkletterten und die Außenfutterbox frequentierten. Wir liefen ihnen zufällig über den Weg und sie kamen sofort zu uns, und da war es um uns geschehen, wir fahren seither täglich am frühen Abend zum Wildwald und warten auf Ole und Bob, einer kommt fast immer, sie versetzen uns nur selten. Natürlich stauben sie Nüsse ab zum Sofortverzehr und zum Verstecken und begeistern so die Besucher, falls noch welche da sind zu der Zeit.

Die fünf anderen entwickeln sich toll, Päppi ist schon längst reif für den Wald, wir wollen ihn aber nicht ohne Mel gehen lassen, die beiden sind auch ein dreamteam. Die drei anderen aus Unna-Massen sind zwar motorisch und verhaltenstechnisch altersgerecht entwickelt, aber sie sind immer noch deutlich kleiner, als sie in ihrem Alter sein sollten. Trotzdem werden auch sie bald gehen, und das wird auch funktionieren, ganz sicher. Gudrun kommt mittlerweile ohne Scheu, Guddi und Gundel müssen sich erst heranpirschen und klettern 3 Umwege, bevor sie sich überwinden können, ein Leckerli zu holen, aber letzten Endes kommen sie doch irgendwann.
Ole 2020
Ole 2020
Ole 2020


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21.06.2020

Nachdem wir das Wochenende in der Pfalz waren (da haben wir uns den Wild- und Wanderpark Silz angesehen) und somit Ole und Bob im WiWa Voßwinkel nicht supporten konnten, waren wir unsicher, ob sie noch zum Außengehege kommen würden, aber...klar kommen sie und lassen sich feiern, alles mit einer Portion Vorsicht, eine falsche Bewegung oder eine laute Ansprache z.B. durch ein Kind führt erst einmal zur Flucht und Neubewertung der Situation von einem sicheren Platz auf dem Baum.
Ole 2020 an unserer Bank
Ole 2020
Ole 2020
Ole 2020 chillt
Bob 2020
Ole 2020


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Im Gehege gibt es Nachwuchs, eine junge Mutter hat vor ca. 2 Wochen 2 Kleine bekommen, ein weiteres Eichkätzchen hat einen runden Bauch und baut ein Nest...

Über dem Gehege im Zwischendach lebt jetzt eine Waschbärin mit ihren 4 Jungen, ob das den Eichhörnchen so gefällt?

Waschbären
                    2020
Waschbären
                    2020
Waschbären
                    2020


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Im Nachgang zum Text oben haben wir noch ein Video vom 10.06. mit Ole und Bob in den Hauptrollen, ein neueres folgt in Kürze..

22.06.2020
Unser täglicher Besuch im Wildwald ist wieder erfolgreich, Ole hatte scheinbar auf uns am Außengehege gewartet, kaum eingetroffen kommt er auch schon ran. Die Sonne scheint, es ist bereits einigermaßen ruhig im Park, wenige Minuten später erscheint auch Bob, beide haben sich scheinbar mit der Nähe der Waschbärin und ihres Nachwuchses abgefunden - am Tag zuvor war Ole noch in Schockstarre verfallen, als er sie sah. Die Pelzträger scheinen auch noch zu schlafen, sie zeigen sich jedenfalls nicht während des Auftritts der beiden Hörnchen.
Im Gehege ist die Lage unverändert: Päppi scheint unterfordert, er flitzt mit einem Affenzahn übers Inventar, unsere anderen vier sind fit, die junge Mutter räumt immer irgendwas aus ihrem Kobel und wieder in ihren Kobel, ob es nun ihr Nachwuchs ist oder Nistmaterial, die werdende Mutter kommt zum Futter- und Wasserfassen aus ihrem Kobel und verschwindet dann bald wieder darin, der Chef mit dem weißen Schwanz gibt den Grantler und faucht immer wieder mal gern herum.
Ole 2020 kommt
Bob 2020
Bob 2020 dynamisch
Ole und Bob 2020
Ole 2020
Ole 2020


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Und hier ist das neueste Video von unseren Protagonisten, dieses Mal aus Platzgründen in einer etwas geringeren Auflösung!

23.06.2020
Trotz der Hitze geben sich Ole und Bob ein Stelldichein am Außengehege und werden mit Wassermelone belohnt; beide verstecken wieder tüchtig Hasel- und Walnüsse und dinieren ausgiebig, die Beobachter der Szenen sind begeistert und freuen sich, Eichhörnchen in Freiheit mal so nah zu sehen. Im Gehege ist schon eine sommerliche Trägheit zu spüren, Päppi kennt allerdings keine Pause, er jagt durch sein Revier. Die werdende Mutter lässt sich nur kurz blicken, ihr fällt es offenbar gar nicht so leicht, sich zu bewegen. Die Waschbären sind verschwunden, vielleicht war es ihnen unter dem Gehegedach zu warm oder das war von vornherein nur ein temporärer Aufenthalt auf der Suche nach einem festen Unterschlupf. Wir sind nicht böse drum, obwohl - sie sind schon putzig, diese Fellnasen.

24.06.2020
Unsere Ole-und-Bob-session wird dominiert von einem soundcheck für eine Abiturfeier morgen - der Wildwald muss leben und Veranstaltungen annehmen, trotzdem ist natürlich die Ruhe dahin. Ole und Bob sind zunächst nervös und machen sich aus dem Staub, später kommen sie och einmal wieder. Die Hitze tut ein übriges...dafür haben wir ein drittes Hörnchen in der Nähe gesehen, mit dem Ole sogar gemeinsam unterwegs ist, ein kleineres mit einem dunklen Schwanz, es traut sich aber nicht ganz an uns heran.
Die Hörnchen im Gehege sind auch eher träge, einige sehen wir gar nicht (Schoko, die junge Mutter), der "Chef" (der Eichkater mit dem weißen Streifen am Schwanz) ist eher unentspannt und faucht und scheucht die anderen durchs Gehege.
Ein supernettes Gespräch mit einem Wildwaldbesucher zeigt uns, dass es Menschen gibt, die sich einfach nur freuen und für die es ein tolles Erlebnis ist, wenn sie ein Eichhörnchen aus der Nähe beim futtern sehen. Leider vermissen wir das bei vielen anderen, vor allem bei manchen Eltern, deren Kinder trotz unserer Bitten eher unsensibel mit unseren Schützlingen umgehen.
Die Waschbären sind wieder da, liegen aber in ihrem Unterschlupf unterm Gehegedach und lassen sich nicht sehen.
Bob 2020
Gudrun 2020
Bob 2020 hört Musik


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Am Samstag lief eine Sendung auf Vox "Tierbabys süß und wild" mit einem Beitrag über die Wildtierstation von Tanja Schäfer, die gaaanz kleine Hörnchen päppelt, tolle Bilder, toller Beitrag, kann man noch bei TVNow hier sehen.

25.06.2020
Unsere Schützlinge, ob im Gehege oder außen, haben scheinbar die Abifeier gut überstanden und die Hitze scheint sie auch nicht sonderlich zu stören - Ole und Bob kommen entspannt zum Außengehege und genießen das Angebot, die Insassen zeigen sich, die werdende Mutter hat so langsam wirklich Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Auch heute gibts wieder nette Gespräche mit Besuchern, den einen oder anderen "Stammgast" kennen wir jetzt schon.
Leider findet zur besten Betüdelungszeit eine Abinachfeier statt, zum Glück ohne Musik aber mit einer Menge Menschen, die natürlich für entsprechende Unruhe sorgen. Bob verschwindet früh, Ole tut es ihm bald gleich, und so schaffen wir tatsächlich mal die Tagesschau smiley

Gundel 2020
Ole 2020 klettert
Ole und Bob 2020


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28.06.2020
Am Freitag kommt  nur Ole kurz vorbei, hält sich aber nicht allzu lange auf, es ist auch ordentlich warm und drückend; Bob sehen wir gar nicht. Am Samstag sehen wir Ole nur aus der Ferne, er hüpft recht unbeschwert durchs Gehölz, lässt sich aber nicht locken.
Heute (Sonntag) kommt er zum Gehege, knabbert sich durchs Angebot, ist aber recht schreckhaft und unentspannt, verzichtet auf die übliche Verbuddelei von Nüssen und ist auch bald wieder verschwunden. Obwohl er später noch einmal in der Nähe unterwegs ist, mag er sich nicht noch einmal etwas holen, vielleicht ist es einfach zu unruhig, vielleicht ist ihm aber auch die Distanz jetzt lieber. Bob lässt sich leider immer noch nicht sehen, wir hoffen, dass er sich tiefer im Wald aufhält und vielleicht jetzt den Absprung gefunden hat.
Bei den Insassen gibt es auch keine Veränderung, alle sind gesund und wohlauf, Schoko bekommen wir kaum zu sehen, alle anderen tummeln sich, die werdende Mutter hat noch nicht geworfen und die junge Mutter säugt immer noch, da scheint also der Nachwuchs in Ordnung zu sein.
Es wird so langsam Zeit für Mel und Päppi, auch die anderen drei aus unserer Obhut sollten es bald schaffen, mal schauen, wann wir eine Gelegenheit finden sie in die Freiheit zu entlassen.

30.06.2020
Gestern konnten wir nicht in den Wildwald, daher die bange Frage, ob denn Ole und Bob noch kommen würden oder ob sie sich um ihren Unterhalt selbst kümmern, zumal Bob jetzt schon Tage nicht zu sehen war: kein Gedanke, beide Strategen kommen, zunächst Ole, ein wenig scheu wie zuletzt eigentlich immer, frisst, nimmt aber nur eine Walnuss zum Verbuddeln mit, danach bleibt er erst einmal verschwunden. Wir sehen ihn später noch einmal durch den Wald hopsen zusammen mit dem mysteriösen "Hörnchen Nummer 3", etwas kleiner als Ole, etwas dunkler gefärbt mit einem auffällig flusigen Schwanz. Das Tierchen verfällt zwar nicht in Panik in unserer Nähe, lässt sich aber auch nicht locken, aber es scheint auf jeden Fall irgendeinen Bezug zu Ole zu haben, da beide quasi als Team durch den Wald joggen. Und zu unserer großen Überraschung kommt, kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen wollen, unser Bob und beglückt uns mit einer ganz ruhigen und gelassenen session, er knabbert und sucht sich "original verpackte" Nüsse zum verbuddeln, klettert an uns rauf und wieder runter und macht einen guten Eindruck. Er sieht nach wie vor prima aus, hat keine Verletzungen, sein Fell ist immer noch sauber und gepflegt und er scheint fit zu sein.

Im Gehege gibts auch Neuigkeiten: die "werdende Mutter" hat offensichtlich geworfen, sie ist deutlich schlanker, die Zitzen sind gerötet, sie scheint zu säugen; alle Insassen brauchen eine ganze Zeit, bis sie sich aus ihren Kobeln bequemen und das übliche Abendgewusel einsetzt. Auch die andere junge Mutter ist fit und zeigt sich, von unseren Schützlingen ist besonders Gudrun aktiv und kommt sofort (!) zum Gitter, um uns zu begrüßen...ausgerechnet Gudrun, die uns in den Wochen in unserer Wohnung am liebsten aus der Ferne gesehen hat. Wir werden mal so langsam einen Termin für den Gehege-Massenexodus überlegen, eigentlich sind sie schon lange genug drin, allerdings ist noch niemand stereo.

Gudrun 2020
Bob 2020
Bob 2020


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03.07.2020
Mittwoch und Donnerstag (01. und 02.07) wurden wir von beiden "Wildhörnchen" beglückt, am Donnerstag lieferte uns Bob wieder eine ganz ruhige und intensive session, während Ole eher nervös war. Die beiden entwickeln sich immer mehr zu Publikumslieblingen, Ole erwartet uns mittlerweile in der Außenfutterstation am Außengehege, direkt unter den Waschbären (wenn sie denn mal da sind).

Heute lässt sich nur Ole sehen, schaut wieder keck aus aus der Futterbox heraus und kommt, als wir das Buffet aufgebaut haben, dann auch brav zu uns herunter; fressen mag er nicht mehr viel, aber er verbuddelt mit einer Ausdauer, vermutlich ist jeder Quadratzentimeter rund herum mit Nüssen belegt. Es macht aber so viel Freude, ihm bei seinem Treiben zuzusehen, dass wir auch keine Veranlassung sehen, unsern support einzustellen.
Im Gehege sind alle eher zurückhaltend, es dauert schon eine Zeit, bis sie ihr normales Abendtreiben aufnehmen, vermutlich war heute zu viel los...denn wettertechnisch gibt es nichts zu meckern. Leider sind in unmittelbarer Nähe einige kleinere Gruppen mit Kindern, die den Wildwald zur Freizeitgestaltung nutzen, das ist auch gut und richtig so, nur leider hält es unsere Schützlinge davon ab, sich wie z.B. am Donnerstag ruhig und ohne Scheu in der Nähe des Geheges zu bewegen.
Mel 2020
Model Gudrun 2020
Die junge Mutter 2020
Die junge Mutter 2020
Ole 2020
Ole sucht 2020


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09.07.2020 (Donnerstag)
Bob haben wir in den vergangenen Tagen nur selten, ein bis zwei Mal, begrüßen dürfen, heute kommt er uns schon fast am Parkplatz außerhalb des Wildwaldes entgegen, hört aber nicht auf uns, wirkt aber ganz fit und entspannt. Ole hingegen kommt täglich, auch heute wieder, und - vermutlich weil es recht ruhig ist wegen des durchwachsenen Wetters - hat viel Zeit und Muße, Nüsse zu verstecken. Wenn sein Buffet leer ist, sucht er direkt in unseren Beuteln, klettert an uns hoch und bettelt regelrecht, nein er fordert schon fast, ganz nach dem Motto: "Stellt Euch nicht so an, ich weiß, dass Ihr noch mehr dabei habt, los macht die Taschen auf".
Sein letztes Treffen mit Bob vor dem Gehege war hektisch, die beiden haben sich angefaucht und da gabs auch schon mal einen Wischer mit der Pfote...schade, bisher hatten sie keinen Streß miteinander, vielleicht gibt es jetzt schon ein paar Kämpfe ums Revier.
Im Gehege geht alles seinen Gang, die Auswilderung der sechs Kandidaten aus unserer Betreuung ist terminiert und abgesprochen, wir wissen zwar noch nicht so genau, wie das laufen soll, aber es wird schon klappen, sonst brauchen wir eben mehrere Anläufe. Alle Gehegebewohner sind gesund und wohlauf, die jungen Mütter sind entspannt, wir sind natürlich ungeduldig und möchten ihren Nachwuchs sehen, das könnte bei der einen bald soweit sein, alt genug wären die Kleinen dann. Schaun wir mal.
Die Waschbären haben wir jetzt schon länger nicht mehr gesehen, vermutlich haben die tiefer im Wald ein Domizil gefunden. Leider haben wir bei unseren Fütterungsaktionen immer wieder Erlebnisse mit Kindern, denen es Spaß macht, Ole zu verfolgen oder sich ihm trotz unserer Bitten, es nicht zu tun, nähern und anzufassen versuchen, was dieser natürlich mit einer spontanen Flucht quittiert. Außerdem bedienen sie sich selbständig ohne zu fragen an den Nüssen, die wir für Ole ausgelegt haben, und wenn wir sie bitten, das nicht zu tun, kommt von manchen Eltern der Hinweis an ihre Sprößlinge, dass wir wohl nicht teilen wollten. Uff. Aber es gibt auch ganz viele Gegenbeispiele von Kindern, die sich freuen, Ole aus sicherer Distanz beobachten zu können und ganz viel wissen wollen und von ihren eigenen Erlebnissen mit Eichhörnchen berichten. Bei Erwachsenen sind Ole und Bob sowieso der Hit, die wenigsten haben Hörnchen schon mal so nah gesehen und viele zücken ihre Smartphones für ein Foto.
Ob nach der Auswilderungsaktion 8 Hörnchen sich am Gehege tummeln? Das wird ja dann ein Trubel.
Bob dynamisch 2020
Bob tatzt Ole 2020
Ole fliegt 2020
Ole brav 2020
Ole 2020
Ole am Buffet 2020


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Hier ist ein neues Video von Ole und Bob.

18.07.2020
Nach einer Woche Urlaub im schönen Erzgebirge (viel Wald, viele Rehe aber kein Eichhörnchen gesehen) sind unsere Erwartungen eher gemischt...würden Ole und Bob noch zum Außengehege kommen, wenn sie uns tagelang nicht gesehen haben? Nach einer Stunde Wartezeit kommt Bob angehoppelt und knüpft einfach da an, wo er vor einer Woche aufgehört hat...genießt das Buffet und legt Vorräte an. Er sieht prima aus, ist immer noch ein bildhübscher Bengel und macht einen fitten Eindruck. Seinen Bruder Ole sehen wir aber nicht.
Im Gehege hat sich auch nicht viel verändert, Päppi ist mittlerweile stereo und muss dringend raus, Gundel und Guddi wollen einfach nicht mehr wachsen, die anderen sind auch fit. Der Nachwuchs bei beiden Residentinnen scheint es nicht geschafft zu haben, vielleicht ist es zu eng im Gehege? Sie belegen zwar noch die gleichen Behausungen wie vor einer Woche, scheinen aber nicht mehr zu säugen, die Kleinen des ersten Wurfes sollten so langsam auch außerhalb des Kobels zu sehen sein, aber da passiert nix.
Unser Plan für die Auswilderung der nächsten Gruppe nimmt Formen an, wir warten mal die Wetterentwicklung ab und legen dann den Termin fest.
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020


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Ein Bobvideo von heute gibts hier!

27.07.2020
Gute Nachricht: 4 von 6 sind raus, Mel und Päppi und Gundel und Guddi treiben sich jetzt außerhalb des Geheges herum. Ausgerechnet die schüchterne Gundel war die erste in der Schleuse - und wollte diese lange Zeit nicht verlassen, sie hat sogar versucht, sich ins Gehege zurück zu nagen, obwohl die Tür zur Freiheit sperrangelweit auf stand. Schließlich konnte sie sich doch durchringen, verließ die nächste Zeit aber die unmittelbare Umgebung des Geheges nicht. Päppi folgte, dann Mel - die beiden fanden sich dann draußen wieder und kletterten zusammen durch Bäume und Büsche, später waren sie verschwunden, als letzter ging Guddi, der aber dann recht unproblematisch. Und er blieb auch nur kurz am Gehege und machte sich dann auf in die neue Freiheit. Zwei waren leider nicht zu überzeugen, Gudrun und Schoko (die war ja zusammen mit Ole und Bob ins Gehe gekommen), da müssen wir noch einmal ran mit einer besseren Strategie. Während der Aktion trieb sich Ole ohne Unterlaß herum, genau wie oben bei Bob zu sehen, und holte Nüsse aus dem Beutel, die natürlich erst für abends bestimmt waren...es irritierte ihn auch gar nicht, dass 4 weitere Hörnchen jetzt draußen waren, er rannte unermüdlich hin und her mit dem Ziel, Nüsse zu verbuddeln.
Ein kleiner Waschbär wurde von uns auch gestört bei seiner morgendlichen Futterbeschaffung, er trollte sich dann aber und suchte unter den Tischen und Bänken nach essbaren Hinterlassenschaften, und die Wildwald-Gänse hielten uns wohl nicht für befugt, das Hörnchengehege zu betreten, sie schnatterten lauthals, bevor sie sich trollten.
Im Gehege ist von Nachwuchs nichts zu sehen, eigentlich sollten dort 4 kleine Hörnchen sein, denn beide Eichkatzen hatten ja geworfen, aber leider ist da nix. Zu eng, zu viele Hörnchen, zu viel Streß, keine Ahnung, was da schiefgegangen ist.
Ole und Bob haben uns während der letzten Tage immer besucht, meistens ab 17.15 Uhr können wir mit ihnen rechnen (Fotos und Videos gibts später), es gab einige gute Gespräche mit Besuchern, die überwiegend mit Freude auf die beiden reagieren...und dann war da noch der Mann, der sich beklagte, dass er nun vermutlich mit Tollwut infiziert sei, weil Ole an seinem Hosenbein hochkrabbeln wollte. Oder der Opa mit dem Enkelkind auf dem Arm, der einen Riesenspaß hatte, dass die Hörnchen, wenn er sie anpustete, vor Schreck einen Alarmstart rückwärts machten. Am schönsten sind die Momente, wenn der Wildwald zur Ruhe kommt und sich auf die Nacht vorbereitet, die beiden Hörnchen sich sicher und angstfrei bewegen und ihre Nußverstecke nicht mehr nach Besuchern ausrichten müssen, die im Weg stehen oder Kindern, die sie verfolgen. Ole legt ordentliche Wege zurück, wir konnten ihn in der Nähe des Spielplatzes sehen, wo er eine Walnuß vergrub, das ist für seine kurzen Beine mit einer großen Nuss im Maul schon ein weiter Weg; Bob bevorzugt die andere Richtung, so gehen sich die beiden aus dem Weg, ob nun zufällig oder absichtlich. Wenn sie aufeinander treffen wird es kurz hektisch, es gibt ein ordentliches Gefauche, aber letztlich holt sich jeder vom Buffet das, was er will.
Am Anfang der Woche hatte Ole eine Verletzung am Schwanzansatz auf dem Rücken, die ist aber mittlerweile abgeheilt, beide Buben sehen immer noch fit und gepflegt aus, die fehlende Kralle bei dem einen ist mittlerweile auch gut nachgewachsen.
Wir sind jetzt natürlich gespannt, wie sich die Lage am Gehege entwickelt: werden die neuen "Wildhörnchen" den Weg in den Lüerwald suchen und finden oder bleiben sie eher wie Ole und Bob "menschennahe" Tiere in der Nähe der Futtertröge? Im Wildwald scheint jeder Mensch Ole auch mit Namen zu kennen...
Schleuse offen 2020
Waschbär am Morgen 2020
Gundel draussen 2020
Guddi draussen 2020
Hörnchen frei 2020
Ole springt 2020
Ole springt 2020
Ole malerisch 2020
Ole neugierig 2020
Ich will auch raus 2020
Ole in Aktion 2020
Bob mit Melone 2020
Ole erstaunt 2020
Bob ganz nah 2020
Bob snackt 2020
Bob aus der Hand 2020


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Die Durchsicht der Fotos macht uns immer wieder große Freude, es sind so viele wirklich wunderbare Bilder von den beiden Strategen dabei, mittlerweile sind wir bei über 2000 Stück - und Videomaterial gibt es auch noch. Gestern aber war es schwierig, die Kamera ruhig zu halten, als ein Junge trotz mehrmaliger Bitte, dem Hörnchen (Bob in diesem Fall) auf der Bank nicht zu nahe zu kommen, sich nicht aufhalten ließ und auch noch nach Bob trat...und die Mutter hatte nichts Besseres zu tun als festzustellen, dass ihr Sohn hingehen dürfe, wo er will  und man ihm keine Vorschriften in Bezug auf sein Verhalten machen dürfe. Ein anderer Vater stellte fest, dass der Junge schon weiter vorn bei Gänsen und Schafen aufgefallen sei, wo er die Tiere ordentlich gepiesackt hätte. Mag sein, dass wir in Bezug auf Ole und Bob ein wenig merkwürdig unterwegs sind und dass das einige Mitmenschen nicht verstehen, aber wir sind der Meinung, dass (alle) Tiere Respekt und unsere Fürsorge verdienen. Wir möchten vor allem nicht, dass unsere Schützlinge durch ihre Nähe zu Menschen, die wir auch bei den beiden gefördert haben, Schaden nehmen aus einer Laune oder Gedankenlosigkeit heraus oder weil Menschen glauben, dass für sie dieser Anspruch nicht gilt. Im Ergebnis ist Bob geflohen, er kam zwar später wieder, war aber immer noch verstört, die anderen (vernünftigen) Kinder konnten sich nicht mehr an dem Hörnchen erfreuen und wir werden in Zukunft noch besser aufpassen und rigoroser einschreiten, wenn es erforderlich ist.

28.07.2020
Die beste Geschichte gleich zu Beginn: wir sind etwas früher als sonst zum Wildwald unterwegs, weil wir noch die 4 neuen "Wildhörnchen" suchen wollen, bevor Ole und Bob uns wie üblich besuchen. Kaum angekommen und aus dem Auto ausgestiegen hören wir ein typisches Geräusch, das genau so klingt, als ob ein Hörnchen an einer Nuss nagt. Als wir dem Geräusch nachgehen sehen wir ein recht helles Hörnchen in einem Haselnußstrauch hoch oben...es ist Bob. Bob erkennt uns, kommt herunter und holt sich seine Nüsse direkt auf dem Parkplatz, nur wenige Meter von unserem Auto entfernt, ab. Unglaublich. Wir hatten Bob schon das eine oder andere Mal außerhalb des Wildwaldes gesehen, da hat er aber nicht reagiert und ist dann später zum Außengehege gekommen. Natürlich sind wir sehr erleichtert, dass er nach dem Eklat vom Vortag noch Vertrauen zu uns hat und sich weiterhin verwöhnen lässt. Wir parken immer recht weit vom Eingang entfernt, auf einem der ersten Parkplätze auf dem Gelände, es ist schon erstaunlich, wie weit sein Radius reicht.
Am Außengehege treffen wir dann noch Ole, der sein übliches Schaulaufen absolviert, die anderen vier sind weit und breit nicht zu entdecken, dafür aber hält sich Oles Kumpel (wir haben ihn oder sie Fussel getauft wegen des dünnen Haarbesatzes am Schwanz) in der Nähe des Geheges auf, das Tierchen lässt sich aber nicht locken. Im Käfig selbst ist es etwas ruhiger geworden, die verbliebenen Hörnchen zicken sich nicht mehr so an. Der Tag geht mit herrlichem Kuchenduft aus dem Waldcafé (wird dort der Kuchen für den folgenden Tag gebacken?) und angenehmem Sonnenschein und Ruhe seinem Ende entgegen, Ole hat wieder einige Kilometer hinter sich gelegt bei seinem Bevorratungsbusiness.

Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020


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29.07.2020
Heute morgen starten wir den nächsten Versuch, Schoko und Gudrun in die Freiheit zu entlassen, leider widerstehen sie allen Verlockungen, wir brauchen eine andere Strategie. Die Residenten hätten wir mehrmals rauslassen können, aber die sollen ja nicht...
Ole kommt auch wieder dazu und absolviert eine morgendliche Verbuddelrunde, er lässt sich auch vom Treiben der Wildwaldleute nicht stören, die ihr Tagewerk beginnen. Leider sehen wir auch jetzt die vier Waldneulinge nicht, mit denen läuft es scheinbar wie mit allen anderen zuvor (außer Ole und Bob natürlich) - keine Ahnung, ob das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Zu Päppi hatten wir ein ähnlich inniges Verhältnis wie zu Ole und Bob, wir hatten schon ein wenig erwartet, dass wir ihn noch mal sehen. Wir wünschen ihnen allen auf jeden Fall das Beste...
Abends sehen wir Bob schon wieder auf dem Parkplatz, genau über unserem "Stammplatz" für unser Hörnchenmobil klettert er durch die Bäume, lässt sich aber nicht locken sondern turnt weiter. Das Revier dort ist gar nicht schlecht, es gibt Haselnüsse vom Baum, Ebereschen, Zapfen von Nadelbäumen, selbst ein Maisfeld und ein riesiger alter Walnußbaum sind nicht zu weit entfernt, er ist im Nu zurück im Wildwald und könnte dort Unterschlupf finden.
Ole ist trotz seiner Morgenrunde wieder fleißig wie immer, lässt sich von Zuschauern kaum aus der Ruhe bringen - nur der kleine Junge, der etwas zu nah kommt und sich dann plötzlich bückt, um etwas aufzuheben, hat jetzt einen "Hörnchenschmiss" unter dem linken Auge, Ole will ihm eigentlich auf das T-Sirt springen, durch die Bewegung des Kleinen erwischt er ihn aber an der Wange, beide erschrecken tüchtig, beruhigen sich aber sofort wieder.
Im Gehege ist es eher träge, nur die beiden Mütter jagen sich durch den Käfig, zwischen den beiden gibts noch keine Entspannung, vielleicht streiten sie um die Chefrolle im Revier, denn Eichkater "Weißschwanz" scheint tatschlich nur die dritte Geige zu spielen.
Schoko ist ziemlich stereo, sie läuft immer die gleichen Wege, es gibt schon eine tiefe Rinne im Rindenmulch, morgen starten wir den nächsten Versuch, sie in die Freiheit zu bringen.

30.07.2020
Morgens um 5 im Wildwald: dank einer ausgeklügelten Strategie gelingt es Steffi, Gudrun in die Schleuse zu locken, von dort zischt sie dann mit einigen Anlaufschwierigkeiten in die Freiheit. Schoko traut sich immer nur in die Nähe der Tür, irgendein Körperteil ist immer noch im Gehege, so können wir die Tür ohne Schaden für die Kleine nicht zuziehen ...wieder könnten wir die Residenten mehrmals in den Wald schicken. Und es ist hübsch kühl, 12 Grad, obwohl eigentlich eine Tropennacht mit mindestens 20 Grad angekündigt war. Vermutlich klappern unsere Zähne und Gelenke so laut, dass Schoko schon gewarnt ist. Wir entscheiden uns, beim nächsten Versuch das letzte Mittel, den Kescher, einzusetzen, allerdings werden wir das Ding baulich so verändern, dass sich Schoko darin nicht verheddern kann und so ein Auswilderungstrauma erlebt, anders werden wir sie wohl sonst nie bekommen.
Ole ist natürlich auch wieder da, wir haben den Eindruck, dass er die Ruhe morgens geniesst und noch zutraulicher ist als sonst schon, er nutzt jede Gelegenheit, um an mir hochzuklettern, sogar in die Jackentasche krabbelt er wie in alten Wohnzimmerzeiten und lässt sich sogar kurz berühren.
Von den anderen vier gibts nach wie vor kein Lebenszeichen, Gudrun hat sich auch sofort aus dem Staub gemacht, wir wüssten aber zu gern, ob es ihnen gut geht...wir hoffen es einfach mal. Greifvögel sind jedenfalls in unmittelbarer Nähe nicht zu hören oder zu sehen. Wir beenden die Aktion mit Beginn des Arbeitsbetriebes im Wildwald und freuen uns auf dem Rückweg über die Sitzheizung in unserem Auto.
Abends treffen wir Ole am Spielplatz, also an einem ganz anderen Ort als bisher; er fällt uns auf, als er durchs Unterholz raschelt, wir rufen ihn und er kommt zu uns und die übliche Schnabulier- und Verbuddelsession passiert dieses Mal neben einem Sandbagger. Vermutlich gehört der Platz eher zu seinem Revier als das Außengehege, denn er ist von dort auch immer in diese Richtung davongestoben mit seiner Nuß im Maul. Wir wechseln später den Standort, nachdem er den ersten Beutel mit Hasel- und Walnüssen geleert hat und bewegen uns zum Außengehege in der Hoffnung, vielleicht Bob oder eines der anderen 5 ausgewilderten Hörnchen zu sehen - leider vergeblich, aber Ole besucht uns dort wieder und möchte auch den nächsten Beutel leeren...

31.07.2020
Same procedure as yesterday, morgens gehts in den Wildwald mit dem Ziel, zwei Hörnchen auszuwildern ...als wir schon entmutigt aufgeben wollen, geht uns tatsächlich Schoko in den Kescher, ein paar Sekunden später ist sie frei, nicht ohne vorher einmal kräftig zugebissen zu haben. Sie nimmt ihre Umgebung erst einmal unaufgeregt wahr, klettert durch eine Hecke und erobert dann die Bäume ringsum, bis ganz nach oben, wo schon die ersten Sonnenstrahlen wärmen, flitzt sie hinauf, kopfüber wieder hinunter, ganz offensichtlich hat sie Spaß. Das zweite dunkle Hörnchen (keines von unseren aber auch schon ziemlich stereo) bekommen wir nicht, wir brechen ab, der zwischenzeitlich aufgetauchte Ole bekommt noch seine Vorratsladung und ein wenig Frühstück, dann gehts heim; jetzt sind alle "unsere" Hörnchen frei und haben die Chance, ein artgerechtes Leben zu führen. Im Außengehege sind jetzt noch 5 Hörnchen plus möglicher Nachwuchs, wir haben in dem Geburtskobel nicht nachgeschaut, die junge Mutter hat aber scheinbar immer noch zwei Zitzen in Betrieb.
Ole 2020
Schoko 2020
Schoko 2020


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Abends sehen wir wieder "nur" den treuen Ole, der etwas später als sonst zum Treffpunkt kommt und sich viel Zeit lässt bei seiner Suche nach Nußverstecken - es sind auch deutlich über 30 Grad, die Gehegebewohner liegen bäuchlings auf dem Rindenmulch, Besucher sind kaum da, niemand mag sich mehr als notwendig bewegen...bis auf Ole, aber der ist auch besonders. Wir lassen ihm noch ein paar Nüsse da und machen uns schon Gedanken, ob er uns morgen früh nicht vermisst, denn diese Woche waren wir außer Dienstag jeden Morgen früh dort und haben den Buben immer angetroffen, vermutlich findet er es ganz prima, dass er jetzt zwei Mal täglich versorgt und unterhalten wurde.

02.08.2020
Nachdem wir gestern keines "unserer" Hörnchen begrüßen durften, fahren wir mit gemischten Gefühlen in den Wildwald - natürlich sollen Ole und Bob gern den Absprung in die völlige Selbständigkeit finden, andererseits begleiten wir die beiden jetzt seit fast 5 Monaten täglich, da ist schon eine Bindung entstanden, selbst wenn wir sicher sind, dass sie im Lüerwald gut aufgehoben sind. Einer unserer netten Hörnchengehege-Kontakte berichtet, dass sie beim Waldspaziergang diesmal ungewöhnlich viele kleine Hörnchen gesehen hat, so z.B. in der Nähe des Hirschreviers und beim Ziegenhotel - das könnten ja unsere Hörnchen aus der Auswilderungsaktion der letzten Woche sein, die nicht so richtig groß werden wollten. Wir beschließen, trotzdem beim Gehege zu warten...10 Minuten vor unserem ultimativen Feierabend für heute kommt Ole um die Ecke gehopst und lässt sich feiern, unermüdlich schleppt er Nuß um Nuß davon, erst mit Beginn des Sauerländer Landregens lassen wir ihn allein, nicht ohne noch einige Nüsse zu deponieren.
Im Gehege herrscht Ruhe, durch den Abgang von sechs Hörnchen in wenigen Tagen kann man nicht mehr nach Belieben Hörnchen antreffen, wann man mag, es kann durchaus sein, dass dort alle gleichzeitig in ihren Kobeln ruhen, was natürlich auch für die Besucher zwar verständlich aber etwas enttäuschend ist. Ein braunes Tier ist noch dort, was ein wenig stereo unterwegs ist und so scheu, dass es sich kaum locken lässt - wir hätten es gern mit ausgewildert in der letzten Woche, aber es kam i mmer nur in die Nähe der Schleuse, ging niemals ganz hinein. Die beiden jungen Mütter jagen sich nicht mehr so heftig, die Zitzen bei "Kurzschwanz" sind scheinbar immer noch aktiv.
Ole 2020 wenn es mal wieder nicht schnell genug
                    geht
Ole 2020
Ole 2020


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04.08.2020
Gestern ließen sich weder Ole noch Bob sehen, heute kommt Ole fast zur gewohnten Zeit und präsentiert sich in Bestform, er gibt alles und begeistert groß und klein. Dabei sind mal wieder viele tolle Fotos entstanden, eine kleine Auswahl zeigen wir hier:
Ole 2020
Ole 2020 dynamisch
Ole 2020
Ole 2020
Ole 2020 im Nussbeutel
Ole 2020


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Bob scheint tatsächlich selbständig geworden zu sein, er war jetzt schon seit Tagen nicht mehr da. Fussel, der "Kumpel" von Ole, ist immer wieder mal zu sehen, will sich aber nicht verwöhnen lassen, flüchtet aber auch nicht panisch sondern nimmt einfach ganz gelassen einen anderen Weg. Im Gehege ist es immer noch ruhig, das kann aber auch mit den stetig steigenden Temperaturen zusammen hängen. Die Wildwald-Besucher haben jetzt natürlich keine "Hörnchengarantie" mehr wie zuvor, als das Gehege fast überbevölkert war, das ist schade, denn es gibt kaum einen Gast, der die Tierchen nicht toll findet.

09.08.2020
Ole verwöhnt uns die ganze Woche mit seinen Besuchen, Bob bleibt weg, auch die anderen 6 ausgewilderten Hörnchen sind nicht zu entdecken...bis gestern Abend. Wir hatten unser Abendessen mitgenommen in den Wildwald, weil Ole n den letzten Tagen erst gegen 18.30 Uhr und nicht wie sonst über eine Stunde früher auflief, vermutlich wegen der Hitze. Nachdem Ole versorgt und wir satt waren gingen wir gen Ausgang, und genau dort, draußen vor der Eingangstür, lief uns ein Hörnchen über den Weg, das Gundel oder Guddi hätte sein können. Wir folgten ihm (oder ihr) und kamen zum Mitarbeiterparkplatz, an dem Haselnusssträucher stehen, und dort konnten wir mehrere Hörnchen bei der Nagetätigkeit hören und dann auch beobachten. Keines ließ sich locken, aber das soll auch so sein. Als wir von dort zu unserem Auto gingen, sahen wir noch Bob (eindeutig Bob), der in ein paar Metern Entfernung vor uns durchs Unterholz hüpfte, sich aber auch nicht locken ließ. Schön, sie lebendig und aktiv zu wissen, die Ernährungslage ist gerade im Wildwald gut, Greifvögel sind nicht zu sehen (die kreisen über den abgeernteten Feldern...), sieht erst einmal alles gut aus. Wir behalten die Stelle im Blick...
Abends wieder das gewohnte Bild: Ole lässt sich verwöhnen, Bob kommt nicht, aber im Gehege sehen wir endlich den Nachwuchs der jungen Mutter, einen kleinen Knuffel, der in seiner tapsigen Art erste Kletterversuche macht und vom Geburtskobel eine Etage höher klettert. Dort kommt er scheinbar allein nicht mehr raus, seine Mutter klettert zu ihm und versucht allerhand Kniffe, um ihn zurückzubringen in die gewohnte Schlafbehausung. Ob das gelungen ist wissen wir nicht, bis wir den Heimweg antreten, sind die beiden noch nicht zu einem Ergebnis gelangt. Auf dem Parkplatz sehen wir dieses Mal keine Hörnchen, gestern war unser Besuch dort auch eine Stunde später...wir halten die Augen offen.
Neuzugang 2020
Neuzugang 2020
Neuzugang 2020


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10.08.2020
Heute bekommen wir einen Notruf wegen eines 3 Wochen alten Eichkätzchen aus Echthausen, das am Morgen von einer Spaziergängerin naß und unterkühlt am Fuße eines Baumes gefunden worden war. Sie hat das Tierchen perfekt erstversorgt mit Elektrolyten und die meisten Parasiten abgesammelt und uns dann angerufen, jetzt ist die Kleine zunächst mal hier. Wir haben sie Mary getauft nach der Straße, in der wir sie abgeholt haben...Mary ist noch ziemlich klein, behaart, die Augen sind noch geschlossen,die Schneidezähne im Unterkiefer stehen prima, sichtbare Verletzungen hat sie keine, ein paar Flöhe sind noch da, Fliegeneier auch, die wir natgürlich entfernen. Wir gewöhnen sie an die Spritze und überlegen dann, was weiter mit ihr geschehen soll, sie kann kaum bei uns bleiben, weil wir noch einen Urlaub gebucht haben und ein Gesellschaftshörnchen haben wir auch nicht. Schaun wir mal.
Mary 2020
Mary 2020


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Ole ist abends wieder unterwegs, trotz drückender Schwüle legt er seinen üblichen Auftritt hin, allerdings ist nach der dritten Nuß Schluß. Vorher ließ er sich von einem anderen Hörnchen mit schwarzem Schwanz (Schoko? Päppi?) quer über die Wiese jagen, allerdings fehlte die sonst übliche Faucherei, könnte also auch Spiel gewesen sein. Weitere Hörnchen sind trotz eines Rundgangs bei 35 Grad nicht zu sehen, die hocken sicher alle schlapp oben in irgendwelchen Bäumen im Schatten, wo eine kleine Brise weht.
Mary hat schon bei der 18 Uhr-Fütterung das Saugerprinzip verstanden und schlabbert 2 ml Milch, alle anderen Fütterungen laufen genau so gut bis auf die um 22 Uhr, da ist sie zu müde. Parasiten finden wir noch einmal im Bauchfell, sonst scheint da jetzt Ruhe zu herrschen.
Mary ist noch sehr jung, die Augen sind mittlerweile ein wenig auf, sie bewegt sich noch eher wie ein Waran, der Bauch schleift über dem Boden, Körperspannung fehlt, sie krabbelt auch nur bis zur nächsten Deckung. Die Spritze sucht sie hektisch mit wippendem Kopf, und wenn nachgeladen werden muss, wird sie ganz unruhig - das erinnert uns an Cookie, der auch völlig verzweifelt war, wenn ihm der Sauger entzogen wurde. Ansonsten schläft sie viel, die Verdauung klappt, im Moment sieht alles gut aus.

Eier aus Marys Fell
Mary 2020
Mary 2020


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11.08.2020
Mary ist natürlich zuckersüß wie alle kleinen Hörnchen, sie schläft sehr viel, nimmt nicht immer Milch, putzt sich im Liegen, sie ist ganz sicher kein Mangeltier, denn sie wiegt 76 Gramm - zum Vergleich wogen Gudrun, Guddi und Gundel, die viel älter (mehrere Wochen) waren als Mary jetzt, unter 70 g, nur Gudrun hatte etwas über 70, als sie zu uns kamen. Ihr Körper und ihre Gliedmaßen besitzen auch normale Proportionen, während die "Massener" schon etwas gedrungener aussahen.
Die Kleine bringt unseren Tagesablauf natürlich gehörig durcheinander, wir füttern auch nachts, die Fütterung um 3 Uhr morgens war der Hit, sie schien richtig ausgehungert zu sein, da lohnt sich das Aufstehen wenigstens :-) Vielleicht macht ihr auch die Hitze ein wenig zu schaffen wie uns allen, obwohl es in unserem Wohnzimmer noch erträglich ist. Wir suchen sie immer noch ständig nach Parasiten ab, die fiesen Eier machen uns nachdenklich, wir haben schon gesehen, wie die Maden durch eine winzige offene Wunde in den Eichhörnchenschwanz gekrochen sind, um ihre Wirtin von innen aufzufressen. Allerdings ist bisher alles unauffällig und so soll es auch bleiben, Mary soll schließlich in einigen Wochen in den Wildwald. Ihre Perspektive ist ohnehin spannend, ihre Mutter hat offenbar gedacht, dass es zum Herbst hin kein Problem für ihren Nachwuchs sein wird, sich im Wald selbständig zu machen, trotzdem hat Mary, wenn sie gesund bleibt und sich gut entwickelt, ungefähr Ende Oktober/Anfang November eine stramme Aufgabe vor sich, wenn sie nach der Auswilderung sich ein Revier, einen Kobel und Vorräte suchen muss und dabei mit den Gefahren, die sie bis dann noch nicht kennengelernt hat, umgehen können muss. Und es könnte ja sein, dass wir mal wieder einen Winter bekommen...oder bleibt sie besser im Außengehege bis zum Frühjahr?
Im Wildwald wechseln wir uns jetzt ab, weil die Fütterungsintervalle für Mary zu kurz sind - heute versetzt uns Ole aber, er ist aber schon von anderen Besuchern gesichtet worden, er war wohl früher schon da. Im Gehege herrscht vorwiegend Trägheit, einige Hörnchen schieben die Unterlage aus Baumrindenraspel zur Seite um an den kühlen Boden zu kommen, dort streckt man sich dann bäuchlings aus.

12.08.2020
Marys Fütterungen sind vom Ergebnis her völlig unterschiedlich, mal schlingt sie die Milch herunter, mal mag sie überhaupt nichts; die Nachtfütterung war wieder gut, Parasiten finden wir trotz intensivster Suche nicht mehr. Ihr Kot gibt uns noch zu denken, natürlich ist die Umstellung von der Mutter- auf die Päppelmilch (FoxValley 32/40) erheblich, aber solche Verfärbungen hatten wir bisher noch nicht, gelegentlich sind die Ausscheidungen auch flüssig dünn. Wir vergrössern die Fütterungsintervalle ein wenig, mittlerweile kommt bei uns allen ein wenig Routine rein, auch Mary kennt den Ablauf einschließlich Urinstimulation - Pipi gibt sie uns noch reichlich wenig, das hat am Anfang so prima geklappt, jetzt wirds etwas mühseliger, sie zu überreden, die Färbung ist aber unauffällig, alles gut also.
Ole versetzt uns auch heute wieder, obwohl er an allen bekannten Orten gesucht und gerufen wird, wir haben ihn allerdings schon heute vormittag bei einem kurzen Besuch im Wildwald gesehen. Er war auch verwirrt, näherte sich, obwohl ihm die Situation nicht geheuer war und holte sich sogar eine Nuß ab...danach war er allerdings verschwunden. Auch die anderen Hörnchen waren nur zu hören, nicht zu sehen...schade. Oder er wird jetzt doch ein Wildtier...
Mary 2020
Mary 2020
Mary 2020


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Mary hat schon 10 g zugelegt, tolles Ergebnis, scheint doch einiges richtig zu laufen; nach der 18 Uhr -Fütterung hat sie schon mal eine kleine Erkundung auf der Couch eingelegt, so langsam sollten wir uns um ein Gesellschaftshörnchen kümmern. Sie wird immer vertrauter mit ihrer Umgebung und ihren Adoptiveltern, sie putzt sich nun auch immer öfter und immer intensiver, sie scheint aus dem Notfallmodus heraus zu sein, das Vertrauen wächst zusehends, sie krabbelt auch schon mal aus ihrem Schlafkorb heraus und sucht sich einen Schlafplatz mit menschlicher Nähe.

13.08.2020
Toller Tag heute für Mary, aber auch für uns:  zuerst finden wir eine Zecke direkt unter ihrem rechten Ohr und bekommen sie "am Stück" heraus, Mary entwickelt sich weiter prächtig, kein Durchfall mehr, sie ist neugierig und erkundet die Couch, trinkt fast zu jeder Mahlzeit gern, pinkelt jetzt besser (könnte am Brennesseltee liegen) und ist einfach ein liebenswertes Geschöpf. Und sie hat seit heute einen neuen Mitbewohner: Sweety ist da, ein kleiner Eichkater aus Dortmund, der das außerordentliche Glück hatte, von einer aufmerksamen jungen Dame gefunden zu werden, der er nicht egal war. Über www.eichhörnchen-in-not.de wurde der Kontakt zur Rettungsstation Dortmund hergestellt,von dort der Kontakt zu uns vermittelt, et voilà, da ist er nun, fast genau so alt wie Mary, mit einer blutigen Nase vom Sturz, sonst aber verletzungs- und parasitenfrei (jedenfalls auf den ersten Blick, siehe Marys Zecke ein paar Zeilen weiter oben). Sweety bekommt Elektrolyte fürs erste, hatte aber schon bei der Finderin Wasser bekommen, er ist ganz sicher nicht dehydriert, nach einer kurzen Begrüßungsuntersuchung darf er zunächst mal ein wenig zur Ruhe kommen. Und schon sind wir wieder mitten im Hörnchengeschehen. Bei der nächsten Fütterung um 21 Uhr versuchen wir es vielleicht schon mit Milch, er scheint Hunger zu haben und sucht. Seine Blutkruste an der Nase lassen wir, sie wird bald von selbst abfallen. Die ersten Bilder sind auch schon da, Videos dauern noch ein paar Tage:
Mary 2020
Sweety 2020
Sweety 2020


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Ole ist bei dem Trubel leider etwas aus dem Fokus geraten, hier kommt zu unserer üblichen Rendezvous-Zeit aber auch ein ordentlicher Regen herunter, wer weiß, ob wir ihn überhaupt angetroffen hätten, das hat gestern und vorgestern auch schon nicht geklappt. Wir holen das nach, Ole, und dann gibts ne Nuss extra!

14.08.2020
Sweety hat noch einige Probleme, sich mit seiner neuen Lebenssituation abzufinden, er trinkt widerwillig und nur sehr wenig, seine Blutkruste an der Nase scheint die Atmung mehr zu stören, als wir zunächst dachten, er niest häufig und mag sich scheinbar noch gar nicht auf uns einlassen. Das wird sich geben, ganz sicher, aber bei den Temperaturen im Moment wäre es schon schön, wenn wir etwas mehr Flüssigkeit in ihn hineinbrächten. Es gibt aber auch winzige Fortschritte, bei der Nachtfütterung hat er 0,1 ml Flüssigkeit genommen, morgens um 6 Uhr waren es schon 0,2 ml, so tasten wir uns weiter vor, im Moment ist er aber noch nicht von Dehydration oder Verhungern bedroht, er schläft viel und unruhig, vielleicht verarbeitet er die letzten 24 Stunden noch. Erstaunlicherweise hat sich nicht ein Floh an ihm gezeigt, er kann nicht lange draußen gelegen haben und auch im Kobel muss es sehr sauber gewesen sein.
Mary läuft schon "voll in der Spur", trinken, schlafen, neugierig umhertapsen, einen eigenen Schlafplatz auf der Couch suchen, sie ist voll angekommen und hat sich eingestellt. Bald machen wir sie und Sweety miteinander bekannt, vielleicht haben wir dann ein neues dreamteam.
Wenig später ist es dann soweit: wir setzen sie zusammen, Sweety sieht ja noch nix, Mary schleckt ihn ab, in der Transportbox kuscheln sie sich aneinander - perfekt. Am Nachmittag dann öffnet Sweety die Augen, die Blutkruste fällt zum größten Teil von der Nase und er pfeift sich die ersten vollen 2 ml FoxValley aus der Spritze rein. Besser kann es nicht laufen, wir sind dankbar.
Nacht s haben wir wieder eine prima Fütterungssession mit beiden, nach der Morgenfütterung gönnen wir uns ein wenig Spiel- und Kuschelzeit und starten den Samstag ganz ruhig.

Mary u. Sweety 2020
Mary u. Sweety 2020
Sweety gähnt 2020


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15.08.2020
Die beiden haben mittlerweile volles Vertrauen zu uns und werden immer neugieriger,  neben den Fütterungen gibts schon mal kleine Ausflüge in die unmittelbare Umgebung auf der Couch. Alles andere ist mittlerweile Routine, Milch, Pipi, die ersten Versuche mit Wassermelone geht bei Mary, aber noch nicht bei Sweety) und Walnuß (dito); beide suchen gern Anschluß an uns, kuscheln aber auch miteinander, dabei geht es dann rauh aber herzlich zu wie in einem Hörnchenkobel. Die Blutkruste von Sweeties Nase ist fast komplett weg, er atmet mittlerweile auch ganz gut durch dieselbe, weitere Beeinträchtigungen sind uns nicht aufgefallen, natürlich macht ihnen die Hitze zu schaffen wie uns auch, als nicht schwitzende Pelzträger haben sie es wohl noch ein wenig schwerer. Wir bieten ihnen immer Flüssigkeit an. Der Tag plätschert so dahin...

16.08.2020
Der Vormittag verläuft unspektakulär, beide fressen und schlafen und interessieren sich auch ein wenig für ihre Umgebung. Nachmittags machen wir einen neuen Versuch im Wildwald, um Ole zu treffen, der lässt sich aber nicht sehen, wurde aber am Morgen in der Nähe des Geheges beobachtet und hält sich möglicherweise bei den Haselnußbüschen am Eingang auf...einsetzender ergiebiger Regen macht eine weitere Suche unmöglich, morgen ist auch noch ein Tag, Hauptsache es geht ihm gut.
Die beiden Wohnzimmerhelden verlegen sich immer mehr darauf, ihren Ruheplatz auf der Couch selbst zu suchen, mit Vorliebe in dunklen Ecken, also unter den Fleecedecken - das war so nicht gedacht, denn dann müssen wir sie vor dem Füttern immer suchen und wenn sie selbständig pinkeln können leidet unsere Couch zu sehr, also müssen wir die Decken pfiffiger befestigen. Mary hat immer noch einen deutlichen Entwicklungsvorsprung vor Sweety, sie hat bereits Körperspannung, d.h. sie geht wie ein Hörnchen und nicht wie eine Eidechse und kann auch schon klettern, an der Fleecedecke rauf auf die Rückenlehne geht im Nu. Es wird aber auch Zeit, durch die gute Kost hat sie bereits ein kleines Bäuchlein angesetzt, das sofort verschwinden wird, wenn sie aktiver wird und ordentlich Muskeln ansetzt und trainiert. Sie lässt aber auch keine Mahlzeit aus, im Gegensatz zu ihrem Wohngefährten, der immer wieder dinnercancelling betreibt, obwohl er durchaus ein wenig zulegen könnte. Die Wiegewerte sind beachtlich, Mary 115 g und Sweety 93 g.
Ab sofort dürfen sie sich tagsüber frei auf der Couch tummeln, nachts wissen wir sie lieber noch in einer großen verschlossenen Transportbox, im Moment geht das noch.
Sweety 2020
Mary 2020
Mary versucht Melone 2020


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17.08.2020
Ein ruhiger Tag für Mary und Sweety, weiterhin bestimmen essen und schlafen den Tag, alles läuft ruhig, beide verlängern ihre Aktivitätszeiten und beginnen zu klettern.
Ole ist wieder da, natürlich war er nie weg, wir haben uns nur nicht getroffen, jetzt aber, im Voßwinkeler Landregen, gibt er eine tolle Vorstellung, verbuddelt sämtliche Nüsse aus unserem mitgebrachten Vorrat und ist völlig irritiert, dass auf einmal keine mehr da sind. Der Regen stört ihn nicht, so als müsse er die Versäumnisse der letzten Tage, in denen wir uns nicht gesehen haben, nachholen, und es ist ihm auch egal, dass seine supporterin nur eine kurze Hose anhat und er mit seinen matschigen Füßen und seinen Krallen Flecken und Schrammen produziert. Tolle Aktion, schön dass ihm nichts passiert ist. Über den abgeernteten Feldern sieht man doch den einen oder anderen auch größeren Greifvogel gleiten, nicht auszudenken...

18.08.2020
Heute Nacht verlängern wir die Fütterungszeiten zu unseren Gunsten, aus drei Stunden werden viereinhalb, klappt ohne Probleme, so können wir noch zusammen das Morgengrauen beobachten und zusehen, wie der Tag beginnt und die Vögel auf dem Balkon ihr Treiben aufnehmen.
Marys obere Schneidezähne schauen jetzt aus dem Oberkiefer, sie probiert auch bei jeder Gelegenheit ihr Gebiß, an unseren Fingern zum Glück eher zart. Mit ihr kann man schon ein wenig toben und sie auf den Rücken drehen, das ist für sie offensichtlich Spiel und Vergnügen. Sweety ist doch noch ein wenig zurück, allerdings hatte Mary auch neben den ungefähr 4 Tagen Altersvorsprung 4 Tage, in denen sie allein bei uns war und Vertrauen gewinnen konnte. Wir wollen mit dem Kleinen nicht ungeduldig sein und ihn überfordern, er ist ein liebenswerter Geselle und in seinen wachen Momenten auch echt pfiffig unterwegs. Und er ist ja auch erst seit Donnerstag bei uns...und überhaupt, nicht nur jeder Jeck, auch jedes Hörnchen ist anders. Toll sind sie beide, und wir genießen vor allem die Zeit jetzt, wo sie noch nicht so wild unterwegs sind. Tagsüber können sie sich theoretisch frei im Wohnzimmer bewegen, sie beschränken aber ihren Radius selbst auf die Couch, lediglich den Schlafplatz wechseln sie ab und zu, und wir suchen dann immer erst die Couch ab, ob nicht unter irgendeiner Deckenfalte ein schlafendes Hörnchen liegt.

19.08.2020
Am späten Nachmittag zu seiner sonst üblichen Zeit zeigt sich Ole im Wildwald und leert den ganzen Nußbeutel, allerdings versteckt er sehr fahrig, da wird nicht viel verbuddelt sondern eher deutlich sichtbar deponiert. Als der Beutel leer ist muss er erst den Rucksack noch untersuchen, ob nicht doch noch irgendwo eine Nuss verborgen ist, erst als klar ist, dass auch auf seine flehenden Blicke keine weiteren Vorräte auftauchen, trollt er sich, kommt aber noch einmal zum Wildwaldausgang um sich dort mit einem beherzten Sprung auf die Hose seines Fütterers zu verabschieden. Der Blick soll bestimmt sagen, dass er morgen mehr Nüsse erwartet...
Bei Mary und Sweety erhöhen wir ein wenig die Futterrationen, beide sind nach der ihnen zugedachten Portion noch hungrig unterwegs und suchen, sie wachsen jetzt rasant und entdecken jeden Tag neue Fähigkeiten; der Gewichtsunterschied von ungefähr 20 g bleibt aber erhalten.

22.08.2020
In den letzten Tagen standen andere Dinge im Vordergrund, daher hier eine kleine Zusammenfassung und die neuesten Fotos: Mary und Sweety wachsen und gedeihen, die Wachzeiten werden langsam etwas länger, Mary kann schon ein wenig hopsen, Sweety ist in der Entwicklung immer noch ein wenig hinter ihr, Marys obere Schneidezähne wachsen und sie knabbert schon mal an einer Nuß oder einem Stück Apfel, eine Wasserschale haben wir den beiden auch schon hingestellt, damit sie an ihrer Trinktechnik feilen können.
Aus dem Wildwald gibts nicht so tolle Nachrichten - Ole ändert gerade sein Verhalten und wird aggressiv, er hat gestern Steffi auch in den Finger gebissen, auf die Hörnchen im Gehege reagiert er sehr angriffslustig und springt ans Gitter, wenn sich dort ein Insasse aufhält. So kennen wir den Burschen nicht und wir können uns sein neues Verhalten nicht erklären, aber es ist natürlich fatal, wenn er auf einmal von einem friedlichen Menschenfreund zum Beißer wird...wir schauen mal, ob das ein Einzelfall war, ansonsten müssen wir die Wildwaldbesucher, die ihn zum Teil ja auch schon kennen, warnen.
Sweety 2020
Mary 2020
Mary und Sweety 2020
Mary 2020
Sweety 2020
Mary und Sweety 2020


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23.08.2020
Die Olesession gestern am frühen Abend lief völlig normal, einmal sprang auf meine Hand, die über seinem Buffet auf der Lehne lag, dabei gabs einen kleinen Kratzer, ansonsten war er unterwegs wie immer, obwohl jede Menge Kindertrubel um ihn herum war. Allerdings springt er nach wie vor ans Gehegegitter, wenn dort ein "Käfighörnchen" von innen hängt, und benimmt sich aggressiv. Als der Nußbeutel leer ist, verabschieden wir uns, er sucht zwar noch im Rucksack, trollt sich aber bald.
Leider machen uns die Wohnzimmerhörnchen einigen Kummer, genauer Sweety hat ein gesundheitliches Problem: er kann nicht mehr (richtig) pinkeln, trotz Urinstimulation kommen nur noch wenige und bald gar keine Tröpfchen mehr, wir können fühlen, wie die Blase wächst. Das ist fatal, Niereninsuffizienz oder Atemprobleme, wenn die Blase auf die Lunge drückt, drohen, das ist lebenbedrohlich. Natürlich passiert sowas immer am Wochenende, wir probieren die Mittel, die uns so einfallen, leider ohne Erfolg.

24.08.2020
Also ab zum Tierarzt, dort Ultraschall, Diagnose: Gries im Harnleiter, ist in diesem Jahr schon öfter vorgekommen, allerdings hauptsächlich bei Mangelhörnchen. Sweety ist eigentlich in einem tollen körperlichen Zustand, wir wollen alles versuchen, damit sich der Gries auflöst, also zuerst die Ernährung umstellen und reduzieren, zusätzlich diverse Präparate geben, nichts bleibt unversucht. Wenn er allerdings nicht bald pinkelt, wirds eng. Er hat von Anfang an nicht im Strahl uriniert, sondern eher tröpfchenweise ins Wattepad, das ist aber auch nicht völlig ungewöhnlich, es ist eben kein Hörnchen wie das andere. Sei es drum, jetzt gilt es, alles für Sweety zu tun, er ist uns doch schon sehr ans Herz gewachsen...
Um 19 Uhr ist alles vorbei - Sweety hat es nicht geschafft. Wenn wir heute morgen geahnt hätten, wie wenig Zeit uns bleibt...offensichtlich kamen die Medis zu spät, die den Gries vor seinem Harnausgang auflösen sollten. Sweety war ein superlieber Eichkater, ein wenig verschmust, der ideale Gefährte für Mary, solche Momente braucht niemand, und ich zweifele, ob ich mich immer wieder auf ein solches Risiko einlassen möchte. Die Hörnchen bei uns sind uns immer nah, allein schon durch die Art unseres Zusammenlebens, aber auch, weil wir mit ganzem Herzen an ihnen hängen, und gerade diese beiden Hörnchen, auf die wir eigentlich gar nicht eingestellt waren, die uns durch ihr Vertrauen und ihr Wesen im Sturm erobert haben, sind uns ganz besonders lieb...und jetzt ist Sweety eben nicht mehr da.
28.08.2020
Mary macht uns viel Freude, sie entwickelt sich stündlich weiter. Tagsüber sucht sie sich einen Schlafplatz selbst, meist wählt sie das Tipi, abends legen wir sie noch in die große Transportbox; wir füttern nach wie vor FoxValley, allerdings verdünnen wir die Mischung ein wenig mehr, und Mary findet nun auch ein Nuß- und ein Frischebuffet (mit Apfel und Wassermelone). Wir geben ihr immer wieder neue Dinge zum Kennenlernen wie frische Haselnußzweige, Sonnenblumenkerne (extra groß), eine Wasserlilie und täglich neue Kletter- und Entdeckattraktionen. Sie springt mittlerweile zwischen Möbelstücken hin und her, nutzt ihre Hinterbeine zum hängen, Hindernisse gibt es eigentlich kaum. Das Wohnzimmer ist inzwischen wieder hörnchensicher, das ist auch bitter nötig.
Allerdings fehlt ihr ein Gesellschaftshörnchen, unsere Suche bei diversen Rettungsstationen, die laut eigener Aussagen an der Kapazitätsgrenze und völlig überlastet sind, waren ergebnislos, niemand möchte offenbar ein Hörnchen abgeben. Mary abzugeben ist für uns keine wirkliche Option, fürs Außengehege ist sie noch zu klein (sie braucht ja auch noch Urinstimulation) und somit würde das fast zwangsläufig Käfighaltung bedeuten, und das können wir uns für die Kleine nicht vorstellen. Leider bedeutet das aber auch, dass sie im Außengehege - und sie soll ja in den Wildwald Voßwinkel, weil sie auch von dort kommt - einige Schwierigkeiten mit dem sozialen Gefüge dort haben wird. Egal, im Moment suchen wir weiter und geben die Hoffnung nicht auf, wir würden ja sogar eine ordentliche Autofahrt in Kauf nehmen, um ein Partnerhörnchen für sie zu finden, vielleicht wirds ja noch was.
Die Erinnerung an Sweety macht uns immer noch traurig...
Ole im Wildwald kommt nach wie vor zum Außengehege und zur Fütterung, gestern war möglicherweise sogar Bob da, er ist aber nicht ganz nah herangekommen. Ole ist scheinbar immer dann aggressiv, wenn andere Männchen in der Nähe sind, auch wenn sie im Gehege sitzen. Gebissen hat er nicht wieder, allerdings bieten wir ihm auch möglichst keine Gelegenheit dazu.
Mary 2020
Mary 2020
Mary 2020
Mary 2020
Ole 2020
Emma 2020


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Das letzte Bild ist unser Neuzugang vom heutigen Tag: Emma aus Dortmund - der Finder blickt aufs Westfalenstadion, wenn er das Haus verlässt. Emma ist ungefähr 4 Wochen alt, hat keine sichtbaren Verletzungen, steht gut im Futter und lediglich einen lumpigen Floh haben wir ihr entfernen müssen...also keine äußeren Parasiten, kein Durchfall, aber einen ausgeprägten Fluchtdrang. Einen ml Elektrolyte und Vitamin-B-Komplex konnten wir ihr andienen, jetzt ruht sie erst einmal, sie scheint recht lang für ihr Alter, die oberen Schneidezähne sind noch nicht durch und ihr Fell ist gefärbt wie das von Mary vor 2 Wochen. Ob Emma das ersehnte Gesellschaftshörnchen für Mary wird? Erst einmal bleibt sie isoliert, bis wir sie besser kennen und vielleicht auch schon mal den einen oder anderen Köttel sehen durften - Pipi konnten wir ihr nur ein paar Tropfen entlocken, das wird aber bestimmt noch, vermutlich steht uns hier wieder eine Nachtschicht bevor.
Unser Olebesuch fällt natürlich ins Wasser.

29.08.2020
Emma gibt uns einige Rätsel auf: im Laufe des Tages bricht der eine obere Schneidezahn durch, der Schwanz fächert auf, bei ihren Fluchtversuchen zeigt sie uns, dass sie durchaus klettern kann, aber sie läuft noch im Eidechsenmodus - fressen will sie absolut nicht. Den ganzen Tag über bekommen wir kaum einen Tropfen Milch in sie hinein, am späten Nachmittag versuchen wir es mit Brei (einige Tropfen Päppelmilch mit Schmelzflocken, Butterkeks und gemahlenen Haselnüssen), das geht einigermaßen, Berge verdrückt sie davon aber auch nicht. Am frühen Abend schenkt sie uns zwei Köttel, die sehen vorbildlich aus, wir bringen sie mit Mary zusammen in der Hoffnung, dass diese sie adoptiert und beide aus der Zweisamkeit Nutzen ziehen...Mary ist sehr rauh, wie Hörnchens im Kobel nun mal so sind, für Emma ist das viel zu wild, sie muß erst dringend aufholen, ob sie also das erhoffte Gesellschaftshörnchen wird, ist zweifelhaft. Sie wiegt 95 g, das hilft uns bei der Altersbestimmung auch nicht viel weiter, Mary war mit dem Gewicht entwicklungstechnisch und motorisch weiter, allerdings auch kleiner, und sie hat ganz andere Nahrungsmengen verdrückt.
Mary lernt stündlich dazu, was eben noch unüberwindbar schien ist im nächsten Moment ein beherzter Satz von der Couchlehne auf den Hocker, gelegentlich fliegt sie mal ins Leere oder vor die Wand, dann braucht sie Trost zum Krönchenrichten, aber dann gehts auch schon weiter. Sie wickelt uns natürlich um ihre Vorderpfoten, ist aber im Moment noch ziemlich schreckhaft bei ungewohnten Geräuschen und verzieht sich dann in eine dunkle Ecke. Sie bekommt von uns auch ständig neue Herausforderungen, vom Maiskolben zu angeknackten Nüssen oder Zirbennüssen, Zweigen von Haselsträuchern oder anderen Bäumen, man kann sie auch schon ein wenig durch die Luft werfen mit einer Kissenlandung, vorbildlich streckt sie alle 4 Pfoten von sich und setzt auch den Schwanz ein, der sich übrigens auch schon schön aufgefächert hat. Sie ist bildhübsch und fit wie ein Turnschuh.
Ole zeigt sich angesichts des Besucherandrangs später als sonst im Wildwald, verhält sich aber unauffällig und zieht auch vor Publikum seine Verbuddelsession durch; wenn er von Kindern verfolgt wird schlägt er sich ins Gebüsch und geht anschließend einen großen Bogen, er sieht immer noch toll aus, keine Verletzungen, durchtrainiert mit glattem und glänzendem Fell. Tolles Hörnchen.
Die Eichen werfen zur Zeit ihre Früchte ab, alle Welt scheint zu glauben, dass Eichhörnchen Eicheln fressen, die Gehegebewohner werden ständig damit traktiert, sogar dem Buntfalken Goliath steckt man die Dinger durchs Gitternetz.

30.08.2020
Erfolglose Nachtschicht bei Emma, sie betreibt dinnercancelling, so langsam machen wir uns Sorgen. Sie bekommt ab sofort besondere Betreuung und ununterbrochenes Nahrungsangebot in den Wachzeiten mit allem, was bei 3 nicht auf dem Baum ist, Mary startet den Tag in bewährter Manier...mit einem Schläfchen nach dem Frühstück.
Im Laufe des Tages finden wir ein procedere für Emma, wie diese doch etwas zu sich nimmt: zum einen muss absolute Ruhe herrschen, Emma ist äußerst geräuschempfindlich, irgendwelche Bewegungen, vor allem solche, die sie nicht genau vor sich sieht, sind unbedingt zu vermeiden. Milch mag sie nicht sonderlich, egal in welcher Mischung, sie bevorzugt Brei (Mischung auch egal) und mampft den mit lautem Schmatzen. Wassermelone geht auch und Butterkeks, zwischendurch ein wenig Wasser. So ziehen sich die Emmafütterungen natürlich...und Bauchmassage anschließend wird sehr gern genommen, dabei schläft man dann gern ein. Die Kundin ist Königin, wenn das der Weg ist, den Emma sich vorstellt...
Im Gegensatz dazu wird Mary immer selbständiger, manchmal verlangt sie nach Tobespielen mit ihren Spritzengebern oder möchte sich lieber mit sich selbst beschäftigen, Mary bestimmt, was geht, und so soll es sein. Im Moment schläft sie noch in der großen Tragebox, wir werden sie aber morgen umsiedeln in den Laufstall, tagsüber ist sie sowieso unterwegs.
Ole lässt sich wieder am Außengehege sehen und verwöhnen, alles in Ordnung dort, trotz großem Trubel bei schönem Sonntagwetter.
Mary 2020
Emma 2020
Emma 2020
Mary 2020
Ole 2020
Mary 2020


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31.08.2020
Lange Nachtsitzung mit Emma, aber doch einigermaßen erfolgreich, sie macht mittlerweile auch äußerlich den Eindruck, dass es mit ihr bergauf geht. Ein kleiner Versuch, sie mit Mary zusammen hinzulegen (Mary hatte während der Fütterung Emmas Schlafkorb besetzt) wird abgebrochen, beide kommen nicht zur Ruhe und es geht sehr rauh zu. Feindlich schien es uns nicht zu sein, aber Mary ist doch schon eine andere Gewichtsklasse. Später werden wir das wieder versuchen, es scheint zumindest nicht aussichtslos zu sein.
Mary mag angeknackte Nüsse, damit beglücken wir sie jetzt immer wieder.
Ole muss heute auf uns verzichten, der Alltag fordert seinen Tribut.

01.09.2020
Keine Nachtfütterung, Emma übersteht die 6 Stunden ohne Problem, Mary sowieso. Vormittags sind beide in der Spur, nachmittags erschreckt sich Mary über irgendwas und versteckt sich nur noch; sie braucht bis zum späten Abend, um wieder einigermaßen unbefangen durchs Wohnzimmer zu hüpfen.
Ole kommt zum Treffpunkt, erfreut die Besucher und benimmt sich unauffällig.

02.09.2020
Emma entwickelt sich toll, sie ist motorisch gut drauf und klettert perfekt, wenn sie will kann sie sich blitzschnell bewegen, sie hat Vertrauen gefasst und flüchtet nicht mehr, die Wachzeiten werden immer länger. Äußerlich zeigt sie perfekte Körperspannung, der Schwanz fächert weiter auf, das Fell wächst. Milch mag sie immer noch nicht so besonders, Brei frisst sie nach wie vor und als Vorbeugung gegen Flüssigkeitsmangel bekommt sie immer wieder Wassermelone. Mary und Emma beschnuppern sich immer wieder und käbbeln ab und zu, Emma faucht Mary an, wenn es ihr zu wild wird, sucht aber auch immer wieder den Kontakt. Das könnte was werden, sie liegen auch schon mal nebeneinander auf der Couch, wir versuchen weiterhin, sie zusammen zu bringen, wäre schon toll, wenn wir sie gemeinsam ins Außengehege bringen könnten.

03.09.2020
Ole und Bob gleichzeitig am Außengehege im Wildwald! Bob sieht prima aus, trägt zwei lange Püschelantennen wie ein Alien, lange haben wir ihn höchstens mal aus der Ferne gesehen, er holt sich Futter und einige Nüsse zum Verbuddeln, Ole reagiert aggressiv, beide bekommen ihr eigenes Buffet auf eigenen Bänken am Gehege...tolles Erlebnis, wir hatten Bob schon abgeschrieben.
Emma und Mary verstehen sich besser, schlafen auch schon mal aneinandergekuschelt und spielen auch gelegentlich miteinander; Emma mag scheinbar die Miracle Nipples nicht, aus Spritzen ohne Sauger nimmt sie Wasser mit Vitamin B und auch Milch, Brei bevorzugt sie mit Fruchteinlage (Banane/Keks aus einem Babynahrungsglas), sie frisst ordentlich; Mary versorgt sich immer mehr selbst, nimmt nicht immer ihre Milchspritze, sträubt sich immer mehr gegen die Urinstimulation, weil sie nicht mehr gepackt werden will. Bei Emma haben wir schon gesehen, dass sie allein Pipi machen kann, bei Mary fehlt uns noch die Gewißheit, also versuchen wir es weiterhin, auch wenn sie protestiert. Das Wohnzimmer wird immer mehr zum Hörnchenzimmer, natürlich werden die beiden immer fitter und beweglicher und probieren ständig neue Wege und suchen neue Herausforderungen, allerdings sind sie nach wie vor extrem geräuschempfindlich, jedes Türenklappen bringt sie aus der Spur, jedes Husten oder ein heruntergefallener Eimerdeckel kann Panik erzeugen, auf der anderen Seite zeigen sie bedingungsloses Vertrauen, wenn sie in unserer Hand einschlafen oder es sich in der Kapuze des Pullis bequem machen und sich durchs ganze Haus tragen lassen. Mit Begeisterung untersuchen sie grüne Haselnüsse oder frische Zweige und Blätter, versuchen sich an Nüssen in Schale oder Sonnenblumenkernen.
Mary 2020
Emma u. Mary 2020
Emma 2020
Emma u. Mary 2020
Bob 2020
Bob 2020


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05.09.2020
Mary lässt sich nicht wecken, sie bestimmt selbst, wann sie aufstehen mag...nun gut, so eine pubertierende Jugendliche sucht ihren eigenen Weg, das ist bei Hörnchens genau so wie bei Menschen. Allerdings tollt sie auch mal gern rum wie ein Kleinkind, spielt mit ihrem eigenen Schwanz oder animiert ihre Spritzengeber, sie am Bauch zu krabbeln und rennt im Wahnsinnstempo ausgelassen durchs Zimmer. Herrlich, auch Emma zieht immer mehr nach, ihr tut es gut, die Große nachahmen zu können, auch wenn sie sich manchmal gegen sie wehren muss, Mary ist schon zeitweise ein wenig rauh, aber Emma weiß sich zu wehren. Im nächsten Moment liegen sie dann in irgendeiner Ecke und verknoten sich ineinander und schlafen tief und fest; Emma hat auch bereits ihren eigenen Willen, sie bestimmt, wann sie ihre Milch und ihren Brei nimmt und wenn sie erst noch Fellpflege machen will, dann macht sie das und lässt sich nicht stören. Mangel leiden beide nicht, sie versorgen sich auch selbst, unsere Rolle tritt immer weiter in den Hintergrund und spätestens, wenn sie beide verläßlich selbst Urin absetzen können, sind wir nur noch Entertainmentfaktoren.
Heute wollen wir ihnen ein Kletterelement bauen, der bisherige Kratzbaum existiert nicht mehr, mal sehen, ob wir nicht ein paar interessante Äste finden.

07.09.2020
Wir haben ein paar Holzelemente besorgt, eine Klettergelegenheit wird daraus in den nächsten Tagen. Mittlerweile ist das Wohnzimmer wieder in ein Hörnchenzimmer umgebaut, der Kletterbaum (aus Fleecestoff) hängt wieder, der Olivenbaum und eine Tanne sind da, unsere beiden Gäste werden von Tag zu Tag selbständiger. Mary nimmt nur noch Milch, wenn sie selbst mag, wir bieten sie ihr mehrmals täglich per Spritze an. Emma bereitet uns einige Kopfschmerzen - sie nimmt zu wenig Flüssigkeit zu sich und muss auch zum Brei überredet werden, die Mahlzeiten sind immer wieder zäh. Am Wochenende kam sie in den Genuß von betreutem Spielen, sie hatte sich sehr zurückgezogen, wir hatten Marys wilde Toberei als Auslöser vermutet. Immerhin hat sie wieder einige Entwicklungsschritte vorwärts gemacht und behauptet sich, heute Nacht haben die beiden wieder fest aneinandergekuschelt im Kletterbaum verbracht. Mary ist motorisch toll drauf, springt, klettert und rast durchs Zimmer, sie versucht sich an "original verpackten" Nüssen und scheint schon jetzt unterfordert mit dem Parcours in unserem Zimmer, sie könnte auch gut jetzt schon ins Außengehege; gestern wog sie fast 200 g, Emma hat dagegen erst 120 g, sie ist motorisch auch gut unterwegs, aber einfach viel kleiner als Mary, sie ist noch ein richtiger Knuffel mit einem leicht runden Babykopf, während Mary schon ein richtig schlankes Gesicht besitzt. Für uns wird die Betreuung jetzt ein wenig leichter, die beiden sind nicht mehr auf starre Fütterungszeiten fixiert, sie holen sich selbst, was sie brauchen und sie können wohl auch selbständig Urin absetzen und so können wir schon mal gemeinsam in den Wildwald, um Ole zu besuchen...der uns gestern wieder, trotz Riesentrubel wegen des wunderbaren Wetters, schon früh am Außengehege begrüßte und eifrig Hasel- und Walnüsse verbuddelte.

Emma u. Mary 2020
Emma 2020
Emma ganz oben 2020
Mary 2020
Emma 2020
Ole 2020


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08.09.2020
Emma hat scheinbar jetzt den Durchbruch geschafft: sie trinkt Milch, frisst nach wie vor gern Brei und ist viel aktiver als noch vor 2 Tagen, sie ist natürlich noch vorsichtig unterwegs, aber das ist auch in Ordnung so, Mary ist eher eine Draufgängerin und probiert was aus. Da profitiert Emma natürlich von der größeren Mitbewohnerin, die übrigens längst nicht mehr so rauh und dominant auftritt, beide schlafen jetzt selbstverständlich aneinandergekuschelt, alles ist also toll, beide werden wohl sicher ihren Weg im Lüerwald machen. Und zuckersüß sind sie sowieso, sie könnten nach ihrer Fellzeichnung auch Zwillinge sein, ein wunderschönes rotbraun in ihrem Fell unter einem grau/schwarzen Rücken - Emma hat einen deutlichen Streifen auf dem Nasenrücken, ihr Babykopf wird so langsam auch schlanker und spitzer. Emma wird noch gefüttert, wir testen dann auch immer wieder, ob ihre Blase leer ist, Mary darf selbst entscheiden, ob sie an der Mahlzeit teilnimmt und packen zur Urinstimulation geht auch nicht mehr, höchstens zur Nachtfütterung, wenn sie noch halb schläft. Die Buffets sind immer gefüllt, damit sie nach Belieben Nüsse oder Obst und auch Wasser nehmen können, und das klappt ganz prima. Dazwischen liegen immer angeknackte und komplett unbehandelte Nüsse, damit sie sich daran versuchen können, ab und zu klappt das auch.
Die Baumnuss-Sammlung hat begonnen, die ersten Früchte liegen zur Trocknung im Keller, und weil wir immer noch nicht ganz klar haben, ob die beiden noch in diesem Herbst in den Lüerwald gehen oder erst im Frühjahr, halten wir schon einmal Ausschau nach Schlafhäuschen und Futterstationen...selbst sägen geht nicht mehr, wir haben unseren Kleingarten abgegeben, hier im Haus können wir keine Kreis- oder Bandsäge betreiben. Ohne Unterstützung durch Zufüttern und einen Schlafplatz haben sie wahrscheinlich nur geringe Chancen, den Winter im unbekannten Revier zu überstehen, vielleicht sind diese Sorgen aber auch ganz unbegründet. Vor allem müssen wir einfach mal abwarten, wie der Spätherbst wird und wann im November das ganz miese Wetter einsetzt. Allerdings ist die Aussicht auf fast ein halbes Jahr im Gehege auch nicht so berauschend, da werden sie bestimmt bald stereo...aber immer noch besser als zu verhungern oder dem Habicht zum Opfer zu fallen.

09.09.2020
Ole hat uns gestern versetzt, es waren zwar einige Hörnchen in der Nähe zu sehen, die wollten aber nix von uns.
Mary und Emma machen uns riesigen Spaß, beide entwickeln sich von Tag zu Tag weiter, Emma frisst jetzt - vielleicht wegen der vermehrten Bewegung - mit Appetit. Natürlich sind sie keine Knuddel-Couch-Hörnchen mehr, aber das ist ja auch richtig so, sie bestimmen, inwieweit sie Kontakt möchten, wo sie schlafen, welchen Unsinn sie als nächstes aushecken. Emma ist dabei immer eine Spur vorsichtiger als Mary. Wir müssen heute das nächsthöhere Brett vor den Wohnzimmerdurchgang setzen, Mary kann vermutlich die erste Hürde locker überspringen.

13.09.2020
Nach einigen turbulenten Tagen mal wieder ein update: Mary und Emma wachsen und gedeihen, Emma wiegt 157 g und Mary 210, sie verändern sich ständig, beide verlieren immer mehr ihr kindliches Aussehen und werden junge Erwachsene mit schlanken Gesichtern, die Körper straffen sich, die Polster sind weg und machen Platz für Muskeln. Mary ist motorisch atemberaubend unterwegs, blitzschnell und wendig, sie schlägt Salti im Welpenlaufstall und probiert die tollsten stunts. Emma ist eher schüchtern, verhält sich eher wie Schoko aus der "Ole-Truppe" - sobald sie uns sieht, versteckt sie sich und bewegt sich eingentlich nur ungezwungen, wenn sie sich allein wähnt. Sie ist auch nicht viel vorsichtiger unterwegs, wartet auch, bis wir sie zum Füttern abholen, allein pinkeln kann sie wohl, allerdings nach längeren Schlafeinlagen helfen wir ihr noch bei der Blasenentleerung.
Da beide auf unterschiedlichen levels unterwegs sind, beschäftigt sich Mary oft allein und somit ist sie für Ablenkung und Beschäftigung dankbar, d.h. sie ist ziemlich aufgeregt, wenn jemand von uns am Wohnzimmer vorbeigeht und möchte bespielt werden. Am Wochenende können wir ihr den Gefallen tun, in der Woche wirds schwierig - schade, so hatten wir uns das nicht vorgestellt, aber jedes Hörnchen ist anders, jedes hat seinen eigenen Charakter, und Emma ist deshalb genau so liebenswert. Das wird natürlich die Umsiedlung ins Außengehege und die Auswilderung deutlich erschweren, aber so weit sind wir ja noch nicht. Abends schlafen sie immer noch gern aneinandergekuschelt oben im Kletterbaum, gestern Abend hat Mary, die nicht zur Spätfütterung kommen wollte, die unschlüssige Emma nach ihrer Rückkehr regelrecht hereingezogen.
Das Holzhaus haben wir ihnen schon aufgestellt, sollen sie sich dran gewöhnen, damit werden sie bald umziehen in den Wildwald, aber im Moment beachten sie es kaum. Einige Kletterelemente haben wir noch aufgestellt, Birkenäste mit Querstreben, von den Sägeabschnitten hat Mary mit Wonne die Rinde abgezogen. Aus dem Wald bringen wir alles mögliche mit, Hagebutten, Bucheckern, Zweige mit Blättern usw., das ist zumindest für Mary immer ein Highlight.
Ole haben wir am letzten Sonntag (06.09.) zuletzt gesehen, wir haben gehört, dass er Montag noch am Außengehege war, danach haben wir uns entweder verpasst oder er kommt nicht mehr. Bob haben wir einmal gesehen, aber seither auch nicht mehr. Einige andere Hörnchen konnten wir morgens früh (gestern sind wir nach der Frühfütterung mal losgedüst) begrüßen, allerdings wollte keines etwas von uns wissen. Bei der Gelegenheit haben wir auf dem Rückweg noch ein totes Hörnchen von der Straße gesammelt und würdig bestattet, es bricht uns das Herz, wenn wir ein Eichhörnchen, das Opfer des Straßenverkehrs geworden ist, auf der Straße liegen sehen...auf uns wirkt das entwürdigend und demütigend, aber da sind wir sicher ziemlich allein auf weiter Flur. Bei anderen Tieren geht uns das genau so, bei denen halten wir aber nicht an, bei Hörnchen schon...
Mary im Olivi 2020
Mary 2020
Mary 2020
Mary 2020
Emma 2020
Kletterei 2020


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Wir haben noch einige Bilder von Emma vom 30.08. gefunden (am 28.08. ist sie zu uns gekommen), und weil Emma hier gerade wieder etwas zu kurz gekommen ist und man anhand der Bilder auch sehen kann, was sich bei Hörnchens in 2 Wochen so tut, zeigen wir sie hier:
Emma 2020
Emma 2020
Emma 2020


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15.09.2020
Sieht so aus als hätte Emma den Anschluß gefunden, sie tobt jetzt morgens mit Mary auf allen Klettermöglichkeiten herum, äußerlich sind sie kaum zu unterscheiden (wir versuchen mal ein Bild aufzunehmen, auf dem beide zu sehen sind...das ist gar nicht so einfach), haben beide dieses wunderschöne rotbraun im Fell, Emma ist noch ein wenig kleiner und ein kleines bißchen vorsichtiger bei ihren stunts, aber sie kommt auch zu uns und ist dabei ganz unbefangen. Toll, wir hatten schon ein wenig gezweifelt, aber jetzt können wir in aller Ruhe einen Termin für den Umzug ins Außengehege suchen.
Abends gehen sie auf Distanz und lassen Nähe nur noch in ihrem Kobel zu, d.h. außerhalb möchten sie gar nicht so gern berührt werden, im Kobel legen sie sich auf den Rücken und lassen sich den Bauch krabbeln (sind eben doch noch Kinder ab und zu). Die Schlafhütte ist ihnen noch suspekt, sie beschnuppern sie und knabbern dran, aber sie schlafen lieber im Kletterbaum, den müssen wir ihnen wohl dann irgendwann mal entziehen, sonst klappt unser Umzugsplan nicht.
Ernährungstechnisch sind sie wie alle Hörnchen vor ihnen, sie fressen eigentlich ständig, Nüsse und Sonnenblumenkerne, Wassermelone und alles, was wir ihnen von draußen mitbringen. Milch wird nicht mehr so viel genommen, Brei dagegen schon noch ganz gern. Wir haben bei Mary und Emma zum ersten Mal auf Empfehlung eines Tierarztes die Milchmischung etwas verdünnt, und das hat tolle Auswirkung auf ihre Verdauung - während ihre Vorgänger/innen gern schon mal größere helle schmierige Köttel fabriziert haben, sind sie bei den Mädels vorbildlich schwarz, klein und hart, sie können aufgefegt werden, wir müssen nicht mehr wischen. Und die beiden sind superfit, da gibts keinen Zweifel.
Emma 2020
Emma 2020
Mary 2020


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Wir können Mary und Emma hauptsächlich an dem "Rallyestreifen" auf Emmas Nase unterscheiden, auf dem Bild oben in der Mitte gut zu erkennen, bei Mary (rechts) ist da nicht so viel, außerdem ist Emmas Schwanz etwas kürzer und dünner. Links ist übrigens auch Emma, die ganz vorwitzig aus dem Kletterbaum lugt.

17.09.2020
Emma macht von Tag zu Tag Fortschritte, sie wird motorisch viel sicherer und schneller. Mittlerweile möchte sie auch nicht mehr so gern Milch, erschreckt aber noch bei jedem Geräusch und zieht sich dann in die Sicherheit des Kletterbaums zurück. Leider sind wir noch nicht ganz sicher ob sie allein Urin absetzen kann, da müssen wir immer wieder mal schauen, ob die Blase leer ist, aber das klappt zumindest abends noch einigermaßen. Ab nachmittags sind beide eher scheu unterwegs, abends möchten sie Distanz und lassen sich auf nichts mehr ein, merkwürdigerweise haben sie noch nicht einmal versucht, die Barriere zu Eßzimmer und Küche zu überwinden, obwohl sie aus dem Stand locker drüberhüpfen könnten, denn wir sind noch auf der niedrigsten Höhe.
Zur Zeit läuft die Baumnußernte auf vollen Touren, täglich gilt es, Nüsse zu sammeln, aus den klebrigen Hüllen zu befreien und zum Trocknen auszulegen. Die Ernte sieht wider Erwarten doch ganz gut aus, das hilft erst einmal wieder, geknackt fressen unsere Hörnchen die ganz gern. Manchmal ergibt sich bei den Sammelaktionen ein nettes Gespräch, manche Zeitgenossen, insbesondere jüngere, finden das wohl auch voll daneben, das stört uns aber nicht.
Wir haben mal wieder ein Video online gestellt, sozusagen ein "best-of-Mary und Emma", bei der Durchsicht des Videomaterials sind wir auch auf Aufnahmen von Sweetie gestossen, es geht uns immer noch ganz nah und macht uns traurig...
Und hier sind die letzten Aufnahmen von Ole, der jetzt hoffentlich seinen Platz im Lüerwald gefunden hat.

22.09.2020
Weitere Besuche im Lüerwald haben uns zwar alle möglichen Tiere nahegebracht, Wildschweine, Rehe und Hasen z.B., aber Ole und auch alle anderen Ziehhörnchen von uns sind unsichtbar. Wir haben die Baumnussernte mit gutem Erfolg beendet, unser Hörnchenfreund Gerhard aus Bergkamen hat die Nüsse des Baumes vor seinem Haus wieder gesammelt, "entpelzt" und uns das Ergebnis gespendet - toll, vielen vielen Dank, das hilft...und wir haben sogar noch erfahren, wo eine ganze Reihe von Baumhaselbäumen stehen, die wir im nächsten Jahr sicher in unsere Sammlung aufnehmen werden. Für die kommende Saison sind wir bei den Baumnüssen gut aufgestellt, auf dem Foto unten sind die 5 Stiegen zu sehen, die wir von Gerhard bekommen haben...und nein, wir machen keine Werbung für die Supermarktkette, aber dort durften wir uns die ansonsten für den Müll bestimmten Kisten holen.
Auch bei Walnüssen siehts im Moment ganz gut aus, die 20er Ernte ist noch nicht da, aber die eine oder andere Spende erhoffen wir uns da schon noch. Haselnüsse haben wir vor kurzem zugekauft, da werden wir vielleicht noch mal nachlegen müssen, aber an die kommt man nicht so leicht wie an die anderen.
Mary und Emma sind wunderbare Hörnchen, eigene Charaktere mal wieder, superlieb und oft bringen sie uns zum Lachen. Emma hat Mary praktisch eingeholt, wir können sie tatsächlich nicht mehr unterscheiden, allenfalls am Verhalten, Mary ist schon noch uns zugewandter, Emma deutlich schüchterner, aber auch sie kommt und spielt. Sie machen praktisch keinen "Unsinn" so wie Ole seinerzeit, sie sind leicht zu begeistern mit Mitbringseln aus dem Wald, so haben wir z.B. Bucheckern gesammelt, die sie gern knacken, oder Tannenzapfen, die sie schreddern bis zum letzten Fetzen, frische Haselzweige, Hagebutten. Brei fressen sie nach wie vor gern, aber sonst sind sie ganz auf Hörnchenkost umgestiegen, sie sind offensichtlich kerngesund und superfit, das Fell glänzt, die Muskeln wachsen, wir können uns so langsam mit der Umsiedlung ins Außengehege beschäftigen. Ungefähre Schätzung: vielleicht noch 2 Wochen, sie sind dann im Gehege zwar so ziemlich die kleinsten, aber da werden sie sich dann wohl behaupten müssen. Schaun wir mal.
Gerhards Nussernte 2020
Mary und Emma 2020
Emma 2020
Mary 2020
Emma 2020
Knabberei 2020


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27.09.2020
Gestern hat Mary den Sprung über die Absperrung geschafft und die Wohnung erkundet - als wir vom Einkauf zurückkamen, wunderten wir uns über Blumenerde auf dem Fußboden und einen herunter gefallenen Pulli...Mary saß auf der Hantelbank und schaute sich interessiert um, wir hatten dieses Mal natürlich vergessen, alle Zimmertüren zu schließen. Sie kam aber freiwillig zu uns und ließ sich ohne Probleme ins Wohnzimmer zurückbringen. Anschließend gabs natürlich die Absperrung in Variante 2 (etwas höher), da muss Mary erst wieder ein wenig üben. Das Wohnzimmer haben sie jetzt auch ganz erobert, Mary ist jetzt auch schon 10 Wochen alt und seit mehr als 6 Wochen bei uns.
Am Freitag haben wir Maiskolben von einem frisch mit dem Ernter befahrenen Feld gestoppelt, im letzten Jahr haben wir die noch über die Bucht gekauft - in kaum 10 Minuten hatten wir unseren Jahresbedarf zusammen, und dabei handelt es sich um Kolben, die vermutlich sonst untergegraben worden wären. Mary und Emma sind völlig verrückt nach den frischen Kolben, die noch in Blätter eingehüllt sind und einen Reststrunk aufweisen. Zapfen von den diversen Tannensorten schreddern sie auch supergern, Bucheckern sind auch sehr beliebt.
Wir verfolgen jetzt den Wetterbericht, damit wir einen guten Zeitpunkt für den Umzug ins Außengehege finden - bei dem Herbsteinbruch gerade gar nicht so einfach. Am liebsten würden wir das mit einer Übernachtung im Wildwald verbinden, die Hütten haben ja fast alle einen Bollerofen. Es wird im Oktober sicher auch noch den einen oder anderen schönen Tag geben!
Was geht?
Mary und Emma 2020
Mary auf dem Schrank 2020
Mary mag Mais 2020
Emma auf dem Haus 2020
Klettertour 2020


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03.10.2020
Uns gibts noch, war viel los beruflich und privat, und die Mädels im Wohnzimmer bereiten uns eine Menge Freude, sie entwickeln sich toll. Die beiden sind die liebsten und tollsten Hörnchen, die wir bis hierhin hatten, umso schwieriger wird natürlich der Abschied, der jetzt in Kürze unweigerlich kommt.
Beide Eichkätzchen sind körperlich superfit, sie schaffen aus dem Stand Sprünge von 2 Metern und landen sicher, sie spielen "weglaufen" mit einer Geschwindigkeit, für die uns jeder Vergleich fehlt, wie Kugeln in einem Flippergerät (die älteren unter uns erinnern sich...) hüpfen sie von Hindernis zu Hindernis. Sie können mittlerweile Nüsse knacken und kennen beinahe alles, was sie im Wald voraussichtlich finden können.
Allerdings nimmt Mary sich zwischendurch auch noch mal ein paar Kuschelsekunden, besonders nach einer Tobephase mit unzähligen Salti hintereinander, die sie jetzt auch aus dem Stand ohne Bande springen kann. Ob ihr dieses Talent draußen weiterhilft...aber gesehen haben wir das auch schon bei einem jungen Eichkater im Außengehege, vermutlich ist das Bewegungsdrang gepaart mit Übermut. Mary braucht jetzt unbedingt bald neuen input, sie wiederholt schon ein wenig stereotyp manche Turnübungen. Erstaunlicherweise halten sich die beiden vorwiegend in der "mittleren Etage" auf, laufen also eher selten über den Boden, verstecken sich auch praktisch gar nicht unter den Möbeln. Bei uns auf dem Balkon tummeln sich zwischenzeitlich auch wieder 2 Gasthörnchen, die unsere bereitgestellten Nüsse gern holen, Mary und Emma haben auch schon Kontakt aufgenommen, schaun wir mal, ob wir das im Video dokumentieren können.
Unsere beiden Superhörnchen haben das Holzhaus schon lange als Schlafkobel akzeptiert, gar keine Frage, sobald es dunkel wird, kommt man dort zur Ruhe und bewegt sich auch erst in der Morgendämmerung wieder raus - das wird uns natürlich das Umsiedlungsvorhaben erleichtern. Außerdem werden sie auch niemals aus dem Häuschen flüchten, wenn wir uns ihm nähern, insofern wird der Umzug etwas leichter als bei den Vorgängern und -innen, bei denen wir nachts den richtigen Zeitpunkt abpassen mussten.
Wir wollten an diesem Wochenende die beiden ins Außengehege bringen, jetzt liegt aber Degu Flausch in seinen letzten Atemzügen, was uns natürlich auch traurig stimmt. Flausch ist der vorletzte aus einem 4-er-Wurf vom 31.10.2014, die anderen und ihre Eltern mussten wir schon gehen lassen, ob wir da noch einen weiteren Abschied zuwege bringen, müssen wir abwarten.
Das Problem, wenn man so eng mit Eichhörnchen zusammenlebt und emotional so engagiert ist wie wir, ist natürlich, dass man dann irgendwann auch loslassen muss, weil es natürlich der richtige Weg ist, die Tiere wieder zurück in ihren vorbestimmten Lebensraum zu bringen. Trotzdem werden sie uns fehlen, so viel ist sicher. Angesichts der Wetterlage werden wir vermutlich auch auf die Übernachtung im Wald verzichten, dafür wird wohl zu viel Regen unterwegs sein.
Mary/Emma 2020
Mary/Emma 2020
Mary/Emma 2020
Mary/Emma 2020
Mary/Emma 2020
Mary/Emma 2020


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05.10.2020
Degu Flausch ist im Deguhimmel und Mary und Emma sind im Außengehege im Wildwald; heute morgen lief alles erwartungsgemäß glatt, am frühen Morgen verschlossen wir die Luken an der Schlafhütte, nachdem wir die Nacht im Wohnzimmer verbracht hatten, die beiden waren ohne Argwohn, keine Stunde später stand die Hütte schon im Außengehege und mit Beginn der Morgendämmerung erwachten die Gehegebewohner und kurze Zeit später kam Mary heraus. Emma brauchte noch ein wenig Unterstützung, aber dann erkundete sie auch ihr neues Domizil.
Beide sind noch sehr ängstlich, suchen die bekannten Rückzugsecken, die vor ihnen auch schon andere Hörnchen für die ersten Stunden gewählt hatten, dort werden sie von den Stammbewohnern ausgiebig beschnuppert. Hier ist jetzt die im Wohnzimmer sonst so selbstbewusste Mary sehr schüchtern und meidet jede Begegnung mit den anderen. Blöderweise setzt auch prompt der Arbeitsbetrieb rund ums Gehege just in dem Moment ein, als die beiden im nun doch schon reichlich vorhandenen Tageslicht ihre neue Umgebung erobern könnten.
Wir geben ihnen natürlich die Zeit, die sie brauchen, eine andere Möglichkeit haben wir ohnehin nicht. Mit der neuen Wohnumgebung ändern sich auch die Nahrungsangebote, im Wildwald wird anders gefüttert als bei uns, aber Eichhörnchen sind Opportunisten, auch diese beiden werden wie alle ihre Vorgänger/innen klar kommen. Gespannt sind wir, ob Mary ihre Bindung an uns vergißt oder ob sie sich erinnert, bei allen Hörnchen vor ihr bis auf Ole war mit dem Zeitpunkt der Umsiedlung ins Außengehege eine Distanz bemerkbar. Im Wohnzimmer haben wir schon selbstverständlich zusammengelebt, Mary hat unsere Nähe akzeptiert, da war völliges Vertrauen, Emma war schon etwas distanzierter aber trotzdem noch, vielleicht auch durch Marys Vorbild, vertrauensvoll. Aber aktiv anfassen, also nach ihr greifen, durften wir nicht, dann war sie weg, während Mary das problemlos geschehen ließ und manches Mal sogar gesucht hat.
Nun ist also das Gitter zwischen uns, schaun wir mal, wie die beiden sich weiter entwickeln und ob vielleicht doch noch eine Auswilderung in diesem Jahr möglich ist. Körperlich fit sind sie, können zumindest mit den jüngeren Insassen locker mithalten, bewegen sich mühelos und blitzschnell, obwohl sie Casanet bisher gar nicht kannten und ihnen die Wege im Gehege auch unbekannt sind.
Gestern hatte Emma noch eine Begegnung durch die Wohnzimmerscheibe mit dem Balkonhörnchen, diese Szenen und noch einige andere verarbeiten wir zu einem Video, das in Kürze online geht.

07.10.2020
Das Video braucht noch etwas, wir fahren im Moment wieder mehrmals täglich in den Wildwald...unsere Schützlinge wirken noch sehr verloren in ihrer neuen Umgebung, wir bekommen sie nur selten zu sehen, sie verkriechen sich in einem Kobel und scheinen nicht wirklich glücklich zu sein. Nachdem heute morgen alle anderen Hörnchen im Gehege unterwegs waren, haben wir sämtliche Behausungen abgetastet (die Hand hineingesteckt), und tatsächlich - in einem Kobel saßen zwei Hörnchen und kuschelten sich aneinander, das eine begann, die Hand abzuschlecken, wie es nur Mary getan hat zuletzt am Sonntag abend. Einige Leckerli später kamen die beiden heraus und putzten sich, abends bei unserem zweiten Besuch waren sie schon wieder nicht zu bewegen, ihr Nest zu verlassen. Dafür bekamen sie, man höre und staune, unseren beliebten Brei und zumindest Mary hat den auch gern geschleckt.
Wir haben sie am Montag vermutlich zu früh allein gelassen, gleichzeitig war auch noch Gartenmaschineninferno und das Wetter wurde auch noch richtig mies, jedenfalls im Vergleich zu einem windstillen 20 Grad-Wohnzimmer. Wir geben ihnen noch ein wenig Begleitung und ein Leckerli hier und da, das wird schon.
Bei einem längeren Spaziergang glauben wir, Ole gesehen zu haben mit seiner typischen Fellfärbung. Er ergriff auch nicht die Flucht, als er uns sah, kam aber auch nicht, sondern hopste durchs Unterholz. Leider haben wir auch schon wieder einige Hörnchen-Verkehrsopfer beerdigen müssen, auch Igel liegen wieder reichlich auf der Straße. Schlimm.

25.10.2020
Kurzes update nach mehr als zwei Wochen: Mary und Emma sind immer noch nicht richtig heimisch im Außengehege, sie werden nach wie vor gejagt, die anderen nehmen ihnen die Naturbaumwolle und Futter aus dem Kobel weg, Emma traut sich kaum raus, sie liegt meistens auf dem Boden des Kobels. Das ist keine schöne Situation, wir hatten anderes erhofft; Mary bewegt sich im Gehege, schlägt ihre Salti zur Belustigung der Besucher, muss sich aber immer wieder aus dem Staub machen, wenn sie wieder gejagt wird. Leider war auch das Wetter in den vergangen Tagen großer Mist, Dauerregen, Sturm, Gewitter und dazu noch ziemlich viel Publikumstrubel wegen der Hirschbrunft - alles andere als ideale Bedingungen. Wetterkundige sagen einen harten Winter voraus, die Bäume bereiten sich scheinbar darauf vor, schlechte Voraussetzungen für eine Auswilderung. Aber Mary und Emma unter den Umständen noch ungefähr 5 Monate im Gehege lassen?
Im Moment besuchen wir sie täglich und füttern sie noch ein wenig und versorgen sie mit Nistmaterial, wenn ihnen die anderen wieder alles geklaut haben... und ein Leckerli gibts auch, klar. Mary ist dankbar, sie kennt das Ritual mittlerweile, Emma kommt nicht. Mist.

...

12.11.2020
Die Situation in Voßwinkel ist fast unverändert, wir sind praktisch täglich dort, um nach den Mädels zu sehen. Mary kommt nach wie vor gern für ein Leckerli, Emma ist immer noch scheu, die Situation im Gruppengefüge im Gehege ist wie zuvor, zwei Eichkater (wir nennen sie Stiftie und "der Dicke") jagen Mary und Emma, nehmen ihnen den Kobel weg, stehlen ihr Nistmaterial und Vorräte, obwohl sie selbst ebenfalls versorgt werden. Weißschwanz und ein fuchsrotes kleineres Eichkätzchen sowie die junge Mutter und ihr Nachwuchs (Stiftie 2) sehen wir praktisch nie, morgens allerdings sind alle aktiv und toben durchs Gehege.
Wir nutzen die Gelegenheit und wandern mit Beginn der Dämmerung durch den Wald, was uns die eine oder andere Begegnung mit Rotwild beschert, die Rehe und Hirsche verlassen ihre Lichtung mit Beginn der Dunkelheit und gehen durch den Wald, gern auch mal auf den "Menschenwegen". Es ist schon sehr beeindruckend, einem Hirsch gegenüberzustehen, der einen gemau mustert und einfach still abwartet, was man so vorhat. Wir bleiben stehen, bis er das Interesse an uns verloren hat und weiterzieht, zur Not drehen wir halt um, auf keinen Fall wollen wir ihn verscheuchen.

Auf youtube sind wir auf eine tolle Rettungsaktion für ein Eichhörnchen aufmerksam geworden, das einen Plastikring von einem Mäckes-Flörri um den Hals hatte, eine Geschichte, bei der uns warm uns Herz wurde, hier ist der link zu dem 20-Minuten-Video. In Berlin gabs ein ähnliches Problem bei der Eichhörnchenhilfe dort, auch dazu hier ein link.

Unsere Balkonhörnchen kommen täglich, wir haben mal die Aufnahmen unserer Wildcam zusammengeschnitten und hier platziert, 3 Tierchen sind es im Moment, die sehr regelmäßig kommen.

19.11.2020
Wir sind immer noch fast täglich im Wildwald und besuchen Mary und Emma, viel verändert hat sich an der Situation immer noch nicht. Mary erkennt uns und kommt, Emma lässt unsere Nähe nur zu, wenn sie sich in ihrem Kobel aufhält. Leider wechselt der immer wieder, sie finden einfach keine Ruhe, zwei Mitbewohner jagen sie immer noch. Freilebende Hörnchen sieht man zur Zeit sehr selten, dafür kann man bei einem Spaziergang in der Dämmerung Rot- und Muffelwild sehen, die dann schon mal ihre Lichtung verlassen und Wege betreten, auf denen sonst eher die Besucher unterwegs sind.

Auf unserem Balkon tummeln sich mittlerweile 4 Hörnchen, die zu unterschiedlichen Tageszeiten kommen und auch keine Scheu haben, sich im Wohnzimmer ein Leckerli abzuholen. Mittlerweile sind dabei schöne Fotos entstanden, die wir gern hier zeigen:
Balkon 2020
Balkon 2020
Balkon 2020
Balkon 2020
Balkon 2020
Balkon 2020


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