| unser hörnchenBlog| Hier gibts eine Übersicht über unsere bisherigen Hörnchen

zum neuesten Blogeintrag
Bis vor kurzem gab es hier Berichte über unsere aktuellen Gäste - ich habe eingesehen, dass ein umfassender und zuverlässiger Hörnchensupport in einer Mietwohnung für mich nicht möglich ist. Nichts desto trotz haben wir eine Menge Wissen und Kontakte gesammelt, die vielleicht der Hörnchensache noch nützen können, und daher möchte ich die Seite weiter online halten und vielleicht können wir in der einen oder anderen Situation noch behilflich sein.

Zur Zeit (am 15.06.2020) leben unsere 8 Eichhörnchengäste aus diesem Jahr im Wildwald Voßwinkel, zunächst berichte ich erst einmal über die aktuelle Situation dort, die eine oder andere Anekdote ist erzählenswert. Unser "bisheriges Außengehege" dort wird von einem Buntfalken bewohnt, so dass es nicht für unsere Hörnchen zur Verfügung steht, sie müssen vielmehr ins "Residentengehege", in dem die Hörnchen-Dauergäste des Wildwaldes untergebracht sind.

Der Status quo:

15.06.2020
Am 01.05.2020 haben wir Ole und, Bob und Schoko in den Wildwald gebracht, die drei waren so weit und wir brauchten den Platz im Wohnzimmer für die anderen fünf (Mel und Päppi, Gudrun, Gundel und Guddi). Die beiden Jungs haben sich sofort eingefunden in das Außengehege dort, Ole in seiner naßforschen Art hatte gar keine Probleme, im Umgang mit den Dauerinsassen dort gabs mal ein Gefauche oder die eine oder andere Lasche wurde verteilt, da musste auch mal eine Nuß oder ein Kobelplatz verteidigt werden, rückblickend kann man sagen, dass das alles friedlich und gesittet ablief.
Ole und Bob 2020 im Außengehege
Ole und Bob 2020 im Außengehege
Ole und Bob 2020 im Außengehege
Bob 2020 Auswilderung
Bob 2020 Auswilderung
Ole 2020 Auswilderung


 Klicken vergrößert...



Ole kam vom ersten Tag an zu uns ans Gehegegitter und ließ sich von uns füttern, das kannten wir von allen anderen Hörnchen, die wir bisher dorthin gebracht hatten, nicht. Bob ließ sich später mitziehen, die beiden teilten sich immer einen Kobel und spielten miteinander. Schoko war genau so distanziert wie zu den Wohnzimmerzeiten bei uns, man bekam sie nur ganz selten zu sehen.
Ole 2020
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020
Bob 2020


 Klicken vergrößert...


Alle drei entwickelten sich prima, sie wurden stattliche Hörnchen, verbesserten ihre Kletter- und Springkünste und legten auch ordentlich an Muskeln zu. Als wir Platz im Gehege für die fünf aus unserem Wohnzimmer brauchten, konnten wir Ole, Bob und Schoko beruhigt auswildern, sie waren so weit. Allerdings sah Schoko das ganz anders, sie wollte partout nicht aus dem Gehege, so gingen Ole und Bob allein, und Schoko sitzt heute noch drinnen. Das war Himmelfahrt 2020, am 21.05., und am 23.05. brachten wir die fünfer-Combo in den Wildwald, die drei Tage brauchten, um ihre panische Angst zu verlieren und sich mal ein wenig im Gehege zu bewegen. Es war ein zutiefst deprimierender Anblick, die fünf im Gehege dicht aneinander gedrängt zu sehen, die sich auch nicht für das tollste Leckerli aus ihrer Starre lösen wollten.
Guddi 2020 im Außengehege
Gudrun 2020 im Außengehege
Päppi 2020 im Außengehege
Ole und Bob 2020
Ole und Bob 2020
Ole und Bob 2020


 Klicken vergrößert...


Ole und Bob hingegen hat das Gehege wohl so gut gefallen, dass sie fortan täglich zwei Mal, nämlich früh Morgens und gegen Abend, wenn der Besucherandrang nachließ, zum Gehege kamen, dort von außen am Gitter herumkletterten und die Außenfutterbox frequentierten. Wir liefen ihnen zufällig über den Weg und sie kamen sofort zu uns, und da war es um uns geschehen, wir fahren seither täglich am frühen Abend zum Wildwald und warten auf Ole und Bob, einer kommt fast immer, sie versetzen uns nur selten. Natürlich stauben sie Nüsse ab zum Sofortverzehr und zum Verstecken und begeistern so die Besucher, falls noch welche da sind zu der Zeit.

Die fünf anderen entwickeln sich toll, Päppi ist schon längst reif für den Wald, wir wollen ihn aber nicht ohne Mel gehen lassen, die beiden sind auch ein dreamteam. Die drei anderen aus Unna-Massen sind zwar motorisch und verhaltenstechnisch altersgerecht entwickelt, aber sie sind immer noch deutlich kleiner, als sie in ihrem Alter sein sollten. Trotzdem werden auch sie bald gehen, und das wird auch funktionieren, ganz sicher. Gudrun kommt mittlerweile ohne Scheu, Guddi und Gundel müssen sich erst heranpirschen und klettern 3 Umwege, bevor sie sich überwinden können, ein Leckerli zu holen, aber letzten Endes kommen sie doch irgendwann.
Ole 2020
Ole 2020
Ole 2020


 Klicken vergrößert...



21.06.2020
Nachdem wir das Wochenende in der Pfalz waren (da haben wir uns den Wild- und Wanderpark Silz angesehen) und somit Ole und Bob im WiWa Voßwinkel nicht supporten konnten, waren wir unsicher, ob sie noch zum Außengehege kommen würden, aber...klar kommen sie und lassen sich feiern, alles mit einer Portion Vorsicht, eine falsche Bewegung oder eine laute Ansprache z.B. durch ein Kind führt erst einmal zur Flucht und Neubewertung der Situation von einem sicheren Platz auf dem Baum.
Ole 2020 an unserer Bank
Ole 2020
Ole 2020
Ole 2020 chillt
Bob 2020
Ole 2020


 Klicken vergrößert...


Im Gehege gibt es Nachwuchs, eine junge Mutter hat vor ca. 2 Wochen 2 Kleine bekommen, ein weiteres Eichkätzchen hat einen runden Bauch und baut ein Nest...

Über dem Gehege im Zwischendach lebt jetzt eine Waschbärin mit ihren 4 Jungen, ob das den Eichhörnchen so gefällt?

Waschbären
                    2020
Waschbären
                    2020
Waschbären
                    2020


 Klicken vergrößert...

Im Nachgang zum Text oben haben wir noch ein Video vom 10.06. mit Ole und Bob in den Hauptrollen, ein neueres folgt in Kürze..

22.06.2020
Unser täglicher Besuch im Wildwald ist wieder erfolgreich, Ole hatte scheinbar auf uns am Außengehege gewartet, kaum eingetroffen kommt er auch schon ran. Die Sonne scheint, es ist bereits einigermaßen ruhig im Park, wenige Minuten später erscheint auch Bob, beide haben sich scheinbar mit der Nähe der Waschbärin und ihres Nachwuchses abgefunden - am Tag zuvor war Ole noch in Schockstarre verfallen, als er sie sah. Die Pelzträger scheinen auch noch zu schlafen, sie zeigen sich jedenfalls nicht während des Auftritts der beiden Hörnchen.
Im Gehege ist die Lage unverändert: Päppi scheint unterfordert, er flitzt mit einem Affenzahn übers Inventar, unsere anderen vier sind fit, die junge Mutter räumt immer irgendwas aus ihrem Kobel und wieder in ihren Kobel, ob es nun ihr Nachwuchs ist oder Nistmaterial, die werdende Mutter kommt zum Futter- und Wasserfassen aus ihrem Kobel und verschwindet dann bald wieder darin, der Chef mit dem weißen Schwanz gibt den Grantler und faucht immer wieder mal gern herum.
Ole 2020 kommt
Bob 2020
Bob 2020 dynamisch
Ole und Bob 2020
Ole 2020
Ole 2020


 Klicken vergrößert...



Und hier ist das neueste Video von unseren Protagonisten, dieses Mal aus Platzgründen in einer etwas geringeren Auflösung!

23.06.2020
Trotz der Hitze geben sich Ole und Bob ein Stelldichein am Außengehege und werden mit Wassermelone belohnt; beide verstecken wieder tüchtig Hasel- und Walnüsse und dinieren ausgiebig, die Beobachter der Szenen sind begeistert und freuen sich, Eichhörnchen in Freiheit mal so nah zu sehen. Im Gehege ist schon eine sommerliche Trägheit zu spüren, Päppi kennt allerdings keine Pause, er jagt durch sein Revier. Die werdende Mutter lässt sich nur kurz blicken, ihr fällt es offenbar gar nicht so leicht, sich zu bewegen. Die Waschbären sind verschwunden, vielleicht war es ihnen unter dem Gehegedach zu warm oder das war von vornherein nur ein temporärer Aufenthalt auf der Suche nach einem festen Unterschlupf. Wir sind nicht böse drum, obwohl - sie sind schon putzig, diese Fellnasen.

24.06.2020
Unsere Ole-und-Bob-session wird dominiert von einem soundcheck für eine Abiturfeier morgen - der Wildwald muss leben und Veranstaltungen annehmen, trotzdem ist natürlich die Ruhe dahin. Ole und Bob sind zunächst nervös und machen sich aus dem Staub, später kommen sie och einmal wieder. Die Hitze tut ein übriges...dafür haben wir ein drittes Hörnchen in der Nähe gesehen, mit dem Ole sogar gemeinsam unterwegs ist, ein kleineres mit einem dunklen Schwanz, es traut sich aber nicht ganz an uns heran.
Die Hörnchen im Gehege sind auch eher träge, einige sehen wir gar nicht (Schoko, die junge Mutter), der "Chef" (der Eichkater mit dem weißen Streifen am Schwanz) ist eher unentspannt und faucht und scheucht die anderen durchs Gehege.
Ein supernettes Gespräch mit einem Wildwaldbesucher zeigt uns, dass es Menschen gibt, die sich einfach nur freuen und für die es ein tolles Erlebnis ist, wenn sie ein Eichhörnchen aus der Nähe beim futtern sehen. Leider vermissen wir das bei vielen anderen, vor allem bei manchen Eltern, deren Kinder trotz unserer Bitten eher unsensibel mit unseren Schützlingen umgehen.
Die Waschbären sind wieder da, liegen aber in ihrem Unterschlupf unterm Gehegedach und lassen sich nicht sehen.
Bob 2020
Gudrun 2020
Bob 2020 hört Musik


 Klicken vergrößert...

Am Samstag lief eine Sendung auf Vox "Tierbabys süß und wild" mit einem Beitrag über die Wildtierstation von Tanja Schäfer, die gaaanz kleine Hörnchen päppelt, tolle Bilder, toller Beitrag, kann man noch bei TVNow hier sehen.

25.06.2020
Unsere Schützlinge, ob im Gehege oder außen, haben scheinbar die Abifeier gut überstanden und die Hitze scheint sie auch nicht sonderlich zu stören - Ole und Bob kommen entspannt zum Außengehege und genießen das Angebot, die Insassen zeigen sich, die werdende Mutter hat so langsam wirklich Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Auch heute gibts wieder nette Gespräche mit Besuchern, den einen oder anderen "Stammgast" kennen wir jetzt schon.
Leider findet zur besten Betüdelungszeit eine Abinachfeier statt, zum Glück ohne Musik aber mit einer Menge Menschen, die natürlich für entsprechende Unruhe sorgen. Bob verschwindet früh, Ole tut es ihm bald gleich, und so schaffen wir tatsächlich mal die Tagesschau smiley

Gundel 2020
Ole 2020 klettert
Ole und Bob 2020


 Klicken vergrößert...

28.06.2020
Am Freitag kommt  nur Ole kurz vorbei, hält sich aber nicht allzu lange auf, es ist auch ordentlich warm und drückend; Bob sehen wir gar nicht. Am Samstag sehen wir Ole nur aus der Ferne, er hüpft recht unbeschwert durchs Gehölz, lässt sich aber nicht locken.
Heute (Sonntag) kommt er zum Gehege, knabbert sich durchs Angebot, ist aber recht schreckhaft und unentspannt, verzichtet auf die übliche Verbuddelei von Nüssen und ist auch bald wieder verschwunden. Obwohl er später noch einmal in der Nähe unterwegs ist, mag er sich nicht noch einmal etwas holen, vielleicht ist es einfach zu unruhig, vielleicht ist ihm aber auch die Distanz jetzt lieber. Bob lässt sich leider immer noch nicht sehen, wir hoffen, dass er sich tiefer im Wald aufhält und vielleicht jetzt den Absprung gefunden hat.
Bei den Insassen gibt es auch keine Veränderung, alle sind gesund und wohlauf, Schoko bekommen wir kaum zu sehen, alle anderen tummeln sich, die werdende Mutter hat noch nicht geworfen und die junge Mutter säugt immer noch, da scheint also der Nachwuchs in Ordnung zu sein.
Es wird so langsam Zeit für Mel und Päppi, auch die anderen drei aus unserer Obhut sollten es bald schaffen, mal schauen, wann wir eine Gelegenheit finden sie in die Freiheit zu entlassen.

...

30.06.2020
Gestern konnten wir nicht in den Wildwald, daher die bange Frage, ob denn Ole und Bob noch kommen würden oder ob sie sich um ihren Unterhalt selbst kümmern, zumal Bob jetzt schon Tage nicht zu sehen war: kein Gedanke, beide Strategen kommen, zunächst Ole, ein wenig scheu wie zuletzt eigentlich immer, frisst, nimmt aber nur eine Walnuss zum Verbuddeln mit, danach bleibt er erst einmal verschwunden. Wir sehen ihn später noch einmal durch den Wald hopsen zusammen mit dem mysteriösen "Hörnchen Nummer 3", etwas kleiner als Ole, etwas dunkler gefärbt mit einem auffällig flusigen Schwanz. Das Tierchen verfällt zwar nicht in Panik in unserer Nähe, lässt sich aber auch nicht locken, aber es scheint auf jeden Fall irgendeinen Bezug zu Ole zu haben, da beide quasi als Team durch den Wald joggen. Und zu unserer großen Überraschung kommt, kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen wollen, unser Bob und beglückt uns mit einer ganz ruhigen und gelassenen session, er knabbert und sucht sich "original verpackte" Nüsse zum verbuddeln, klettert an uns rauf und wieder runter und macht einen guten Eindruck. Er sieht nach wie vor prima aus, hat keine Verletzungen, sein Fell ist immer noch sauber und gepflegt und er scheint fit zu sein.

Im Gehege gibts auch Neuigkeiten: die "werdende Mutter" hat offensichtlich geworfen, sie ist deutlich schlanker, die Zitzen sind gerötet, sie scheint zu säugen; alle Insassen brauchen eine ganze Zeit, bis sie sich aus ihren Kobeln bequemen und das übliche Abendgewusel einsetzt. Auch die andere junge Mutter ist fit und zeigt sich, von unseren Schützlingen ist besonders Gudrun aktiv und kommt sofort (!) zum Gitter, um uns zu begrüßen...ausgerechnet Gudrun, die uns in den Wochen in unserer Wohnung am liebsten aus der Ferne gesehen hat. Wir werden mal so langsam einen Termin für den Gehege-Massenexodus überlegen, eigentlich sind sie schon lange genug drin, allerdings ist noch niemand stereo.

Gudrun 2020
Bob 2020
Bob 2020


 Klicken vergrößert...


Super Besucherzähler für Homepage
© 2029 Psychology Of Love