23.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 12.Wochen alt

Am Dienstag waren wir mit einer Kindergruppe vom Kinderferienpass des Kinder- und Jugendbüros Unna im WiWa – eine runde Veranstaltung, die Kinder bekamen einige Hörnchen zu sehen, aber auch Wildschweine (toller Trubel bei der Fütterung), röhrende Hirsche und alle Gehegebewohner natürlich. Ein schönes Naturerlebnis mit netten Kindern…klasse.


Schrebi ist fit und gesund, allerdings scheint sie schon einige Langeweile zu schieben, aber sie ist definitiv noch zu klein für ihre Auswilderung. Unsere „wilden“ Hörnchen um das Gehege herum zeigen sich nicht mehr so zahlreich wie sonst, lediglich Polli und zwei, manchmal auch drei andere sind noch zu sehen. Sie bereiten uns nach wie vor viel Freude, genau so wie Schrebi, die sich auch gern noch ein wenig bespielen lässt.


Ansonsten sind wir mit der Beschaffung von Nüssen und anderem Futter beschäftigt, was wir jetzt nicht verbrauchen dient als Basis für die kommende Saison. Die Trocknung der Spenden gestaltet sich ein wenig schwierig, so viel Platz haben wir nicht, aber mit ein wenig Improvisation klappt das schon. Das letzte Schrebivideo ist jetzt bei Youtube, die Reaktionen aus der ganzen Welt sind ermutigend, scheinbar gibt es doch einige Menschen, die europäische Hörnchen genau so mögen wie wir.

16.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 11.Wochen alt

Schrebi ist toll, sie kommt gut im Auswilderungsgehege klar und beobachtet ganz genau, was außerhalb des Geheges vor sich geht, besonderen Anteil nimmt sie am Hörnchenleben, aber auch Besuchern zeigt sie sich ohne Scheu. Von Winterfell ist bei ihr nichts zu sehen, die kahle Stelle an der Nase ist ungefähr so groß wie ein Stecknadelkopf, sie kommt zu uns, wenn wir ins Gehege gehen um aufzuräumen oder Futter nachzulegen. Vorgestern waren draußen fast keine Hörnchen zu sehen, Polli kam nur einmal, um sich eine Nuß zu holen und die anderen wirkten nervös und angespannt. Wir wissen natürlich nicht, was tagsüber dort so gelaufen ist, vielleicht waren auch Raubvögel in der Nähe oder irgendein anderer Freßfeind. Schaun wir mal, wie sich das so entwickelt.


Die Walnußernte läuft, wir haben schon einige Spenden bekommen, überall liegen Nüsse zum trocknen, auch Maiskolben sind schon reichlich da, der Grundstock für die Saison 22 ist gelegt.
Wir nutzen die nächste Zeit, um die Webseiten zu überarbeiten, einige Videos haben wir noch hochgeladen (Schrebis Sportprogramm , Schrebi frühstückt , Schrebi und das Laufrad ), die sind allesamt zwischen 30 und 60 Sekunden lang. Die Buchführung muss noch finanzamtsgerecht bearbeitet werden und die Decken und Spielgeräte von Schrebi müssen noch gewaschen, gereinigt und ggf. desinfiziert werden. Es gibt also noch einiges zu tun. Mittlerweile haben wir auch wieder Hörnchenbesuch auf unserem Balkon, gestern Morgen war der Schlingel sogar im Wohnzimmer, wo bei offener Tür Sonnenblumen, Maiskolben und Walnüsse trocknen. Vielleicht erfreut er uns den Winter über, das wäre toll.

12.10.2021

Bei uns aktuell: niemand
Im Außengehege: Schrebi, w, ca 11.Wochen alt

Schrebi hat den nächsten wichtigen Schritt in ihrem noch jungen Leben prima geschafft – sie ist gestern nicht ganz freiwillig aus dem Spiel(Wohn)zimmer ins Auswilderungsgehege gezogen. Dort angekommen war sie voller Tatendrang und irre aktiv, ist gesprungen und geklettert, hat alles genau untersucht, und wir haben noch nie ein Hörnchen so intensiv schnuppern sehen wie sie. Zwischendurch suchte sie immer wieder den Kontakt zu uns, wir sind deshalb noch einige Zeit im Gehege geblieben. Jedes Hörnchen draußen vor dem Käfig wurde genau beobachtet, Besucher vorsichtig beäugt, Geräusche und Gerüche aufgenommen. Als wir nachmittags wieder hinfuhren konnte sie vor Müdigkeit kaum noch stehen und verzog sich dann nach auch bald in einen der eingebauten Kobel, die wir natürlich vorher mit Naturbaumwolle und ihren vertrauten Tüchern ausstaffiert hatten.


Diese Art des Umzugs am frühen Vormittag, wenn wir das Hörnchen einfach aufnehmen und in die Tragebox stecken, hat sich aus unserer Sicht bewährt, der Übergang ins Gehege fällt dem Tier viel leichter, als wenn wir es nachts mitsamt dem Schlafhäuschen verschleppen und bei Dunkelheit ins Gehege stellen.

Die anderen Hörnchen draußen kamen so in den Genuß von zwei Nußlieferungen, und sie waren alle da, Polli nahm auch direkt Kontakt zu Schrebi auf. Polli ist mittlerweile auch Publikumsliebling, sie nimmt von jedem Menschen Nüsse aus der Hand, selbst die Mitarbeiter/innen des Wildwaldes haben jetzt eine Nuß in der Jackentasche, falls sie ihr mal begegnen. Sie wird so langsam grau, sie ist mitten im Fellwechsel und fit wie ein Turnschuh.

Die Hörnchenpäppelsaison ist jetzt wohl vorüber, wir haben mal vorsichtig unsere Überlegungen wegen einer Gehegeerweiterung oder evtl. eines weiteren Geheges vorgetragen und sind zumindest auf Verständnis und Interesse gestoßen, interessant wäre eine „Übergangsunterkunft“ für ausgewilderte Hörnchen, die ja in der Regel zu jung sind, um sich einen Kobel zu bauen und sich irgend einen Schlafplatz suchen müssen. Für diese Tiere könnte ein Anbau an unser Auswilderungsgehege mit Zugängen von außen und innen und zwei Schlafkobeln innen etwas vom Umgewöhnungsstreß nehmen, und als Gehegebewohner/in könnten sie die Schlafplätze schon mal erkunden. Ideen haben wir genug und dank großzügiger Spenden könnte der Verein das auch bezahlen.


Nuß- und Futterspenden bekommen wir zur Zeit auch, die Walnussernte 21 hat begonnen, da kommt schon einiges rein, wir profitieren zur Zeit von Menschen, die einen Walnussbaum besitzen, aber mit den Nüssen nichts anfangen, auch einen Karton mit Maiskolben und Sonnenblumen haben wir bekommen. Allen diesen Menschen sind wir sehr dankbar und sie können alle ganz sicher sein, dass die Futterspenden alle an die Hörnchen gehen, spätestens mit Beginn der Hörnchensaison 22…

Im Wildwald ist jetzt wieder Herbstferientrubel, viele Familien mit Kindern sind bereits morgens dort, abends ist immer noch Hirschbrunfttourismus, wahrscheinlich können Wald und Bewohner auch so langsam etwas Ruhe gut gebrauchen. Oft ergeben sich am Gehege gute Gespräche, manchmal kann man auch nur den Kopf schütteln, wir sehen jetzt erst einmal dem Ferienende entgegen, die Tage sind ja auch schon deutlich kürzer.

An dieser Stelle berichten wir jetzt wieder einmal wöchentlich am Samstag über die aktuellen Entwicklungen, in den nächsten Tagen liefern wir noch einige Videos von Schrebi nach.

07.10.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 10 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Schrebis kahle Stelle an der Nase wird so langsam dunkler, von den Rändern aus scheinen Haare nachzuwachsen, sie ist aber einfach zu schnell und ruhelos, um genau untersucht werden zu können. Schrebis Umzugsdatum wird wohl der kommende Montag sein, vorher schaffen wir es nicht. Bis dahin kommt sie aber bestimmt noch im Wohnzimmer klar.

Im Auswilderungsgehege kann sie dann die anderen freilebenden Hörnchen bestaunen, die nach wie vor zu den Futterstationen kommen und sich versorgen. Fast bei allen hat der Fellwechsel deutlich sichtbar eingesetzt, es wachsen Ohrenpüschel, es gibt immer mehr graue Stellen im Fell, wegen der früher einsetzenden Dämmerung verschiebt sich unser Treffen dort weiter nach vorn, sie sind auch schneller fertig mit allem und ziehen sich früher zurück. Die großen Verfolgungsszenen gibt es so nicht mehr, es wird nur noch wenig gefaucht und gejagt. Nach wie vor gibt es Begegnungen mit großen und kleinen Besuchern am Gehege, viele sind begeistert und freuen sich, dass sie Hörnchen mal so nah bestaunen können, nur wenige haben so gar keinen Sinn für den Moment.


Über unseren Notruf haben wir jetzt schon einige Tage nichts mehr gehört, die letzten Patienten waren ohnehin meist ausgewachsene Tiere, die eigentlich nur zum sterben zu uns gekommen sind, einige davon hatten offenbar Rattengift gefressen. Die Eichhörnchensaison neigt sich dem Ende zu, über Schrebis Entwicklung werden wir sicher noch berichten, mit Fotos sieht es dann mau aus, dafür reicht dann am Gehege das Licht kaum. Vorerst berichten wir noch weiter…

03.10.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 10 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Schrebi kann man jetzt beim wachsen und der Entwicklung zusehen, eine tolle Eichkatze, die alles kann, was sie können sollte, bevor sie ins Außengehege kommt. Die Haare an ihrer ehemaligen Eiterbeule wachsen leider noch nicht, und der Fellwechsel hat auch noch nicht eingesetzt und die Ohrpüschel wachsen noch nicht. Im Wohnzimmer ist sie ziemlich unterfordert und oft stereo unterwegs, wenn wir mit ihr spielen, überschreitet sie auch schon mal die Grenze vom Kneifen zum Beißen, da fließt auch schon mal Blut. Kurz und gut: Schrebi wird jetzt bald umziehen, allerdings wollen wir einen Wochentag nehmen, damit sie sich schon mal ein wenig eingewöhnen kann, bevor das Besucherchaos einsetzt.


Leider sind nicht alle Besucher im Wildwald „gute“ Besucher, die die Tiere respektieren und sich entsprechend verhalten. Aktuelles Beispiel von gestern: ein Mädchen bediente sich ganz ungeniert am Hörnchenbuffet, nahm sich dort eine Handvoll geschälte Walnüsse heraus, um sie selbst zu essen. Darauf angesprochen, dass die Nüsse für die Hörnchen seien, warf sie sie auf den Boden, nahm die Flyer aus unserem Ständer, warf sie dazu und trampelte darauf herum. Solche A….l…kinder wollen wir möglichst weit von unseren Hörnchen entfernt wissen, ebenso wie die zwei, die quer durchs Unterholz hinter den Hörnchen herrannten und gar nicht verstehen wollten, das sie die Tiere nicht streicheln können. Dann sei das eben ein blöder Wildwald, wo man nur die doofen Ziegen streicheln könnte…(die mögen das auch nicht besonders, ehrlich gesagt, und können auch schonmal derbe Knüffe verteilen, wenn sie sich gestört fühlen). Der Spagat zwischen dem Respekt vor den Tieren und der Notwendigkeit, Geld mit Eintrittsgeldern zu verdienen, ist nicht einfach.

28.09.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 9 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Ich hab jetzt mal Schrebis Alter berichtigt in der ersten Zeile…die tollste Nachricht von „unserer“ Kleinen: die Pickelkruste an der Nase ist ab, dort ist jetzt ein 5×5 mm großer haarloser Fleck (Fotos folgen), den wir genau beobachten, jetzt ist sie nicht mehr nur superquirlig und voller Energie, sie wird jetzt auch noch eine bildhübsche Eichkatze. Überhaupt hat sie in den letzten Tagen einen tollen Entwicklungssprung gemacht, neben ihren motorischen Talenten kann sie jetzt auch noch perfekt Sonnenblumenkerne knacken, am liebsten holt sie sich die direkt aus der Blume, also besorgen wir ihr natürlich entsprechend Vorräte bzw. bekommen sie auch geschenkt (Danke, Ramona!). Hasel- und Baumnüsse kann sie auch aufnagen, sie sitzt ja auch an der Quelle, unsere gesammelten Vorräte liegen zum Trocknen im Moment im Wohnzimmer, damit wir sie, sobald die Sonne scheint, rausstellen können auf den Balkon. Überhaupt haben wir eine Stelle gefunden, wo es reichlich Baumnüsse gibt, dort sammeln wir gemeinsam in einer Stunde rund 10 Kilo reine Nüsse ohne Pflanzengehäuse, also null Grünmüll zu entsorgen und kein Aufwand beim auspulen. Ab und zu gibts ein paar Scherzkekse, die uns anhupen und uns wohl völlig daneben finden, weil wir dort die Nüsse vom Boden aufheben, vermutlich gibts bei denen die Nüsse aus der Plastiktüte…
Schrebi wird immer mehr „stereo“, sie rennt monoton immer denselben Weg hin und her, ein sicheres Zeichen dafür, dass sie bald raus muss, das kommende Wochenende passt wegen anderer Verpflichtungen nicht, aber das übernächste soll es sein. Das wird für Schrebi der nächste Lebensabschnitt und zunächst mal ein großer Temperaturunterschied.


Am Gehege im WiWa wird der Trubel etwas weniger, die tollste Nachricht dort ist, dass das Hörnchen mit dem Fellausfall (vermutlich Luigi) die Krise überstanden hat, dort wächst eindeutig Fell nach, und der Bursche bekommt schon Püschel, vielleicht war das einfach nur ein Fellwechselproblem oder er hat die Parasiten oder den Pilz besiegt. Fangen konnten wir ihn nicht, dafür ist er einfach zu vorsichtig, umso schöner, dass es ihm offensichtlich wieder gut geht. Es sind immer 5-6 Hörnchen, die ihre Nüsse holen, wenn wir dort auflaufen, meist werden wir schon erwartet, und es läuft meistens recht ruhig ab, wenn sich die Kandidaten an der Futterstelle begegnen. Und zur Zeit kann man manchmal die röhrenden Hirsche bis zum Gehege hören, die Brunft hat ja begonnen, das ist sehr beeindruckend und zieht auch einige Besucher.

24.09.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 6 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Schrebis Pubertätspickel hat in den letzten Tagen noch einige Male geeitert, mittlerweile sitzt auf der Nase nur noch eine eine helle harte Kruste, die sie sicher irgendwann abkratzen wird. Schrebi ist voller Energie, sie beginnt morgens noch in der Dunkelheit mit dem Toben, macht einen Mittagsschlaf und legt dann nachmittags wieder los. Auch abends ist sie immer wieder unterwegs und kennt kaum Ruhephasen. Leider ist sie auch schon stereo, d.h. sie rennt immer denselben Weg vor dem Wohnzimmerfenster hin und her. Wir haben ihr daher ein Laufrad gekauft, das ihrem Bewegungsdrang entgegenkommen soll. Bisher betrachtet sie das Gerät sehr distanziert, es riecht aber auch noch nach Desinfektionsmittel. Ansonsten ist sie superfit, sehr geschickt und immer zu irgendwelchem Unsinn aufgelegt. Wir müssen so langsam darüber nachdenken, wann sie ins Außengehege geht, so schwer uns das auch fallen wird.


Im Wildwald ist nach dem turbulenten Wochenende einigermaßen Ruhe eingekehrt, die „wilden“ Hörnchen kommen und holen sich Vorräte zum verbuddeln, mittlerweile scheinen sie aber nicht mehr ganz so aggressiv gegen ihre Artgenossen zu sein, zwar wird noch gefaucht und auch verjagt, aber längst nicht mehr so konsequent wie noch vor einigen Tagen, manchmal sitzt man sich auch fauchend gegenüber und knabbert trozdem an der Nuß weiter. Polli kommt immer wieder, wenn wir die Futterstationen befüllen, nach oben um dort, wenn wir auf der Leiter stehen, direkt eine Nuß aus der Hand zu nehmen. Das ist skurril…
Unsere Beobachtungen wegen der Baumnüsse haben sich bestätigt, nur die Nüsse, die entweder ihren Fruchtstand schon verlassen haben oder sich leicht ohne Anstrengung daraus lösen lassen, haben mit ziemlicher Sicherheit einen brauchbaren Inhalt. Wir sammeln also selektiver und haben dadurch auch kein „Müllproblem“ mehr, denn die Fruchtstände müssen ja nach dem auspulen weggebracht werden…und da kommen einige Kubikmeter zusammen.

20.09.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 6 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Am Freitagnachmittag wurde die Schwellung auf Schrebis Nase größer, wir kamen aber bei keinem TA mehr unter, alle waren ausgebucht. Notgedrungen warteten wir auf den Samstag, morgens dann war die Kleine prima drauf, spielte, tobte, fraß, alles gut, nur die Beule sah aus, als würde ihr da eine Nebennase wachsen. Da sie offensichtlich nicht mehr litt und vor allem gut fraß, entscheiden wir, zunächst noch keinen TA-Notdienst zu besuchen…am Nachmittag bildete sich auf der Beule ein weißer Punkt und etwas später trat dort jede Menge heller Eiter aus. Wir leerten die Beule und entfernten den Eiter, sehr zum Leidwesen von Schrebi, und am Sonntag kam es noch zwei Mal zu Eiterfluß, u.a. nachdem Schrebi sich die Kruste von der Nase gekratzt hatte und heute sieht alles ganz gut aus, die Stelle verheilt so langsam und Schrebi scheint sie nicht mehr zu stören, sie ist quicklebendig und augenscheinlich guter Dinge…


Im Wildwald ist das erste Hirschbrunftwochenende mit jagdlichem Hornblasen und einer Menge Trubel zu Ende, für unsere Schützlinge dort war es viel zu unruhig, obwohl die Futterstationen nicht in unmittelbarer Nähe liegen, sie waren aber sehr schreckhaft und es kamen auch nicht alle üblichen Kandidaten. Wir hoffen auf diese Woche, allerdings wird die nächste Zeit bis zum Ende der Hirschbrunft mit mehr Besuchern zu rechnen sein. Schaun wir mal.


Unsere Ergebnisse beim Sammeln von Baumhaselnüssen haben sich leider bestätigt: der größte Teil der gesammelten Nüsse ist leer oder die Kerne sind verkümmert, wir sammeln nur noch die Nüsse, die leicht und ohne Werkzeuggewalt aus ihrer Pflanzenhülle herauskommen, weil die in der Regel einen guten Kern enthalten, die anderen sind fast immer unbrauchbar. Das hat natürlich den entscheidenden Vorteil, dass wir die klebrige Hülle direkt am Fundort lassen können und sie nicht nach dem mühseligen Herausholen der Nüsse hier bei uns im Keller noch extra entsorgen müssen, somit bleiben auch die Krabbler, die daran haften, dort wo sie hingehören und bevölkern nicht unsere Räume. Dieselben Erfahrungen haben andere Päppelstationen auch gemacht, wir alle hoffen auf die Nüsse, die jetzt noch auf den Bäumen sind, vielleicht haben sich die Bäume zuerst von den schlechten Früchten getrennt…Für unsere Vorratshaltung auch im Hinblick auf die kommende Saison sind die Aussichten natürlich trüb, wir müssen viel mehr Fundstellen anfahren als sonst und uns deutlich öfter bücken – oder mehr zukaufen im nächsten Jahr. Wir hatten auch bisher Spaß an dem „Nachhaltigkeitsgedanken“ hinter dem Nusssammeln, denn letzten Endes sind die Nüsse ja da und werden von allen ignoriert und wir können sie nutzen und einem guten Zweck zuführen, das macht aber nur Sinn, wenn Zeit und Aufwand in einem akzeptablen Verhältnis zum Ertrag stehen.

18.09.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 6 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Unser Pflegling ist im Moment nicht gut drauf, wenn man von oben auf ihre Nase schaut sieht man „in Fahrtrichtung links“ eine Schwellung, sie niest und ist sehr anlehnungsbedürftig wie an den ersten Tagen bei uns, ihren Platz unterm Pulli oder T-Shirt verlässt sie nur unter Anwendung unmittelbaren Zwangs und lautem Protest. Ihr linkes Auge ist auch etwas weniger auf als das andere und es glänzt ein wenig. Hoffentlich ist es nur harmlos, woauchimmer es herkommen soll, wir beobachten genau und bieten an was geht, wahrscheinlich gehen wir auch zum TA mit ihr. Ansonsten kommt sie im Wohnzimmer gut zurecht, klettert die Seile fix rauf und runter, springt sehr viel und tobt auch gelegentlich ausgelassen herum wie ein kleiner Ziegenbock. Sie wiegt aktuell 120 g, da hat sie in den letzten Tagen 25 g zugenommen, das ist erfreulich.


Im Wildwald sind wir besorgt über eines unserer „Wildhörnchen“, es hat offenbar Parasiten und mittlerweile einige kahle Stellen im Fell. Das ist nicht gut, die Parasiten werden sich weiter ausbreiten und möglicherweise sogar auf die anderen Hörnchen übertragen, weil sie sich ja an den Futterstellen treffen. Leider ist der Kandidat (könnte Luigi sein) eher scheu, wir wollen versuchen, ihn mit unserem Kescher zu fangen und mit einem Medikament zu behandeln.
Einige tolle Nachrichten hinsichtlich der Versorgungslage: wir haben eine tolle Haselnussspende bekommen, 9 kg feinste Nüsse aus Kroatien, gespendet von Thomas. Unser Hörnchenfreund Gerhard hat trotz übler Krankheit es sich nicht nehmen lassen, die Baumhaselnüsse des Baumes vor seinem Haus aufzusammeln, teilweise schon zu entpacken und zu trocknen und uns zur Verfügung zu stellen. Das ist nun schon das dritte Jahr, in dem wir von Gerhard seine Baumhaselernte bekommen, das hilft ungemein. Die Einzelspender mit kleineren Mengen werden immer mehr, eine Kollegin hat uns ca 3 Kg Walnüsse vom eigenen Baum gegeben, eine andere Bekannte sammelt selbst und versucht, über ihre Foodsharinggruppe etwas zu organisieren, toll, klasse und vielen Dank an alle.

12.09.2021

Bei uns aktuell: Schrebi, w, ca 6 Wochen alt
Im Außengehege: niemand

Schrebi ist definitv ein Glücksfall für uns – wir hatten eigentlich die Hörnchensaison schon abgehakt, dann kam Schrebi, und obwohl alles etwas kompliziert ist, bezaubert uns die Kleine immer wieder. Zuerst war sie sehr schüchtern und fast lethargisch, wollte nur direkt unter Pulli oder T-Shirt bleiben, jetzt ist sie voller Forscherinnendrang, tobt, klettert, hüpft ausgelassen herum, bis sie vor Müdigkeit nicht mehr kann. Eben noch hatten wir vermutet, dass sie ein Herzproblem hat, jetzt ist sie ein munteres Junghörnchen. Sie bräuchte dringend Gesellschaft von Ihresgleichen, das scheint aber nicht zu funktionieren, also bespaßen wir sie, so gut es geht.


Sie trinkt Milch und Wasser aus dem Schälchen, beschäftigt sich mittlerweile mit angeknackten Nüssen, auch Zirbennüsse und Sonnenblumenkerne hat sie schon probiert, aber noch mit wenig Erfolg. Alle Herausforderungen meistert sie souverän, sie klettert die Seile rauf und runter, sie springt sie auch schon rauf, Äste und der Kletterbaum (unser Schlauch aus Fleecestoff mit den Tortenringen drin) und auch die Gardinenstange, sind gar kein Problem. Sie erschreckt jedes Mal, wenn draußen eine Taube fliegt und Geräusche, z.B. von den Degus aus dem Nachbarzimmer, können sie schnell in Panik versetzen, Urin kann sie noch nicht selbständig absetzen, aber putzen klappt prima und Zeichengeben mit dem Schwanz funzt auch tadellos. Zwischendurch sucht sie immer wieder mal unsere Nähe, aber meistens nur kurz, dann gehts wieder weiter mit vollem Elan.


Im Wildwald läuft alles ruhig seinen Gang, zur Nußverteilung erscheinen meist 5-6 Hörnchen, Polli ist immer dabei, die anderen können wir nicht mehr so gut zuordnen. Viele Besucher erfreuen sich an den emsigen Tierchen, die unermüdlich Nüsse holen und verbuddeln, nur wenige lässt das unberührt, oft haben wir dort gute Gespräche.
Leider sind nicht alle Besucher waldverträglich unterwegs, z.B. wenn ganze Kindergruppen laut kreischend zwischen den Gehegen Fangen spielen oder Partygruppen den Wald mit einem Vergnügungspark verwechseln. Unsere Hörnchenoase ist meist weit vom Trubel entfernt, trozdem nervt es. Mittlerweile ist die Eingangstür zum Wald nach 17 Uhr von außen verschlossen, und obwohl Hinweisschilder den Zutritt danach verbieten, gibt es merkwürdige Zeitgenossen, die es lustig finden, die Tür aufzuhalten, damit auch späte Besucher noch reinkommen können. Und wenn dann noch Jogger mit Stirnlampen dabei sind, fehlt uns jegliches Verständnis, denn nach einem Tag mit Besuchern haben die Tiere im Wald wenigstens abends etwas Ruhe verdient, so viel Respekt sollte sein, oder? Mit Beginn der Hirschbrunft wird sogar ein Wachdienst patrouillieren! Leidtragende sind die „guten“ Besucher, die Fotografen z.B. und die stillen Genießer*innen, die sich vorbildlich verhalten.